UAN: Großteil der künftigen Projekte soll in Leinefelde realisiert werden
Freitag, 15. Dezember 2000, 13:24 Uhr
Nordhausen/Leinefelde (nnz). Die Vereinsversammlung der Umweltakademie Nordthüringen verlief wohl doch nicht so, wie sich das der Vorstand vorgestellt hatte. Zwar hielt der scheidende "Chef" der UAN, Prof. Horsch, sein Bilanzreferat und konnte dabei auch auf Erfolge der Arbeit hinweisen. Wie vor den Kopf geschlagen waren die Mitglieder anschließend von den beabsichtigten Satzungsänderungen, die jedoch mehrheitlich abgelehnt wurden. So soll unter anderen der Vereinssitz nach Leinefelde verlegt werden. Angeblich sei Leinefelde mehr als die Nordhäuser Region bereit, Projekte der Umweltakademie mit Eigenmitteln zu unterstützen. Als Argument für den Umzug wurde auch der Mietpreis im BIC-Nordthüringen genannt. Doch dann kommt der eigentliche Hammer: Im BIC mußte die UAN im Jahr weniger als 40.000 Mark Miete inklusive Betriebskosten hinlegen. Im kommenden Jahr plant die UAN jedoch mit Mietkosten in Höhe von 40.000 Mark!! Betrachtet man sich die beiden Standorte näher, dann fällt ein Niveauunterschied deutlich ins Auge. Die Vorteile des BIC-Nordthüringen wurden in einem nnz-Gespräch mit Geschäftsführer Nüchter bereits dargestellt. In Leinefelde selbst stellt sich die Szenerie doch schon etwas pikanter dar. In einem unsanierten Plattenbau sind dort die Räumlichkeiten am Bonifatiusplatz untergebracht. Selbst bei der Betrachtung der Klingelanlage kommt ungewollt triste DDR-Nostalgie auf. Hier sollte man doch von einem Niveauverlust sprechen.
Ein weiterer Punkt, der in der Satzung des Vereins geändert werden sollte, betraf künftige Beteiligungen. So darf sich der eingetragene Verein an Unternehmungen beteiligen, die den Vereinszweck fördern, gleiches sollte für Unternehmensgründungen gelten. Vielleicht, so munkelt man in Leinefelde, stehen einige Unternehmen da schon in den Startlöchern und warten nur auf eine Beteiligung der Umweltakademie an ihrem unternehmerischen Handeln. Der Blick auf die oben erwähnte Klingelleiste in der Leinefelder Südstadt könnte weitere Schlußfolgerungen nach sich ziehen.
Bislang haben nach Informationen der nnz nur wenige Eingeweihte in Leinefelde Kenntnis von einer Verlagerung des Vereinssitzes. Während der jüngsten Sitzung des Leinefelder Stadtrates war in der Tagesordnung zwar die UAN Thema, doch dieser Punkt wurde zurückgezogen, da die notwendigen Gelder (271.000) für das Projekt "Stadtteilmanagement Leinefelde" noch nicht im Eichsfeld angekommen sind. Übrigens wird der Umzug nach Leinefelde verständlich, wenn man sich die Einnahmeseite des Haushaltsplanes der UAN für das kommende Jahr ansieht. Von 1,8 Millionen Mark sind allein rund 1,1 Millionen Mark für Projekte in Leinefelde und Umgebung verplant. Auf den bescheidenen Rest Nordthüringen entfallen 134.000 Mark, zuzüglich 13.000 Mark für das Projekt "Umweltschulen in Europa".
Autor: psgEin weiterer Punkt, der in der Satzung des Vereins geändert werden sollte, betraf künftige Beteiligungen. So darf sich der eingetragene Verein an Unternehmungen beteiligen, die den Vereinszweck fördern, gleiches sollte für Unternehmensgründungen gelten. Vielleicht, so munkelt man in Leinefelde, stehen einige Unternehmen da schon in den Startlöchern und warten nur auf eine Beteiligung der Umweltakademie an ihrem unternehmerischen Handeln. Der Blick auf die oben erwähnte Klingelleiste in der Leinefelder Südstadt könnte weitere Schlußfolgerungen nach sich ziehen.
Bislang haben nach Informationen der nnz nur wenige Eingeweihte in Leinefelde Kenntnis von einer Verlagerung des Vereinssitzes. Während der jüngsten Sitzung des Leinefelder Stadtrates war in der Tagesordnung zwar die UAN Thema, doch dieser Punkt wurde zurückgezogen, da die notwendigen Gelder (271.000) für das Projekt "Stadtteilmanagement Leinefelde" noch nicht im Eichsfeld angekommen sind. Übrigens wird der Umzug nach Leinefelde verständlich, wenn man sich die Einnahmeseite des Haushaltsplanes der UAN für das kommende Jahr ansieht. Von 1,8 Millionen Mark sind allein rund 1,1 Millionen Mark für Projekte in Leinefelde und Umgebung verplant. Auf den bescheidenen Rest Nordthüringen entfallen 134.000 Mark, zuzüglich 13.000 Mark für das Projekt "Umweltschulen in Europa".
