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Samstag, 15. August 2009, 11:47 Uhr
Das „Abitur made in Thüringen“ sei eine Erfolgsgeschichte, meint das Thüringer Kultusministerium. Als Beleg dafür wird die Zahl der Gastschüler angeführt...


Unter den rund 43.300 Thüringer Gymnasiasten werden auch in diesem Schuljahr wieder rund 1.200 Gastschüler aus anderen Bundesländern erwartet. „Besonders an den Landesgrenzen ist der Thüringer Weg zum Abitur ein echter Renner“, so Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU). Im vergangenen Schuljahr kamen insgesamt 1215 der 44.234 Gymnasiasten aus anderen Bundesländern.

Mit 574 Gastschülern führte Hessen die Statistik an, gefolgt von Sachsen und Sachsen-Anhalt mit je 203 Gastschülern, Bayern mit 107 und Niedersachsen mit 43. „Die Attraktivität des Thüringer Gymnasiums hat sich in Grenznähe herumgesprochen“, so Minister Müller. „Viele Eltern schicken ihre Kinder gern nach Thüringen, weil sie wissen, dass das Thüringer Abitur nicht nur schneller zu erlangen ist, sondern dass auch die Rahmenbedingungen stimmen. Daher steht das Gymnasium im Freistaat in seiner jetzigen Form für die Thüringer Landesregierung nicht zur Disposition. Eine Einheitsschule wie von der Opposition gefordert, lehnen wir ab.“
 
Der Thüringer Weg zum Abitur sei eine Erfolgsgeschichte, so Minister Müller weiter. Nach der Wende seien die Weichen richtig gestellt worden. Bei Beibehaltung der Schulzeit von 12 Jahren wurden mit viel Augenmaß und Geschick Lehrpläne erarbeitet, die die Schülerinnen und Schüler nicht überforderten, gleichzeitig aber die bundesweite Anerkennung des Abiturs garantierten. Dass dieser Thüringer Weg richtig sei, zeigten die jeweils 3. Plätze beim PISA-Ländervergleich und beim Bildungsmonitor 2008 des Institutes der Deutschen Wirtschaft eindrucksvoll.
 
„Entscheidend für diese positive Entwicklung sind engagierte Lehrerinnen und Lehrer und ausgewogene, an bundesweiten Standards orientierte Lehrpläne. Vorrangiges Ziel ist es, Schüler zum selbständigen Lernen zu befähigen. Daran sind die Thüringer Lehrpläne nach dem Kompetenzmodell, die seit 1999 gelten, ausgerichtet. Die jetzt einsetzenden neuen Regelungen für die Klassenstufen 5 bis 10 – das neue Fach Mensch Natur Technik und die 2. Fremdsprache ab Klassenstufe 5 – werden das Gymnasium weiter voran bringen. umgesetzt. Die neue gymnasiale Oberstufe, die erstmals für die Schüler der Klassenstufe 11, gilt, stärkt darüber hinaus die Allgemeinbildung der Schülerinnen und Schüler“, so Minister Müller abschließend.
Autor: nnz/kn

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