Nach Nordhausen statt Göttingen?
Dienstag, 01. Oktober 2002, 07:26 Uhr
Nordhausen/Ellrich (nnz). Zwischen Ellrich und Nordhausen haben die Sanierungsarbeiten der Bahnstrecke begonnen. Die Initiative Höchste Eisenbahn für den Südharz macht sich da einige Gedanken...
Nach Ende der Bauarbeiten 10 Minuten schneller nach Nordhausen
"Wir sind sehr froh darüber, dass die Deutsche Bahn ihre Zusagen zur Sanierung trotz der Probleme in Sachsen und Sachsen-Anhalt einhält". Bei der Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz" wertet man den Beginn der Arbeiten am 1. Oktober als einen "ganz wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer leistungsfähigen und auch überregional nutzbaren Verbindung", so Sprecher Michael Reinboth. Nun hoffe man, dass die Arbeiten auch 2003 im Abschnitt Ellrich - Walkenried und im Bahnhof Scharzfeld fortgesetzt werden. Außerdem setze man darauf, dass 2003 auch der Oberbau im stark verunkrauteten Abschnitt Walkenried - Scharzfeld in Ordnung gebracht wird.
Während der Bauarbeiten müssen die Kunden mit einigen Erschwernissen fertig werden. Zwischen Ellrich und Nordhausen pendeln wie schon zu Zeiten der Tunnelsanierung Busse. "Aber da müssen wir im Interesse der Sache durch".
Die positiven Auswirkungen des Umbaus der Gleise zwischen Ellrich und Woffleben und des Neubaus der zwei Brücken bei Niedersachswerfen zeigen sich beim Studium des Entwurfs für den Fahrplan 2003, der am 15. Dezember in Kraft treten wird. "Sage und schreibe 10 Minuten sind die Züge zwischen Ellrich und Nordhausen schneller" so Michael Reinboth nach Durchsicht der Entwürfe. Dies kommt auch der Gesamtfahrzeit zwischen Northeim und Nordhausen zu gute, die bei einigen Zügen sogar unter 70 Minuten sinken wird. "Für die Südharzstrecke erreichen wir damit endlich Zeiten, die auch für Autofahrer attraktiv sind".
Neue Verbindungen über Nordhausen mit dem Eichsfeld
Durch die kürzeren Fahrzeiten ist auch eine leichte Entspannung der Übergangszeit zum und vom InterCity in Northeim möglich. 2-3 Minuten mehr Zeit stehen für das Umsteigen zur Verfügung. Gerade für ältere Reisende und Reisende mit Gepäck ist dann die Benutzung der Aufzüge auf beiden Bahnsteigen kein Problem mehr. Neu angeboten werden kann in Nordhausen auch der Übergang von den Südharzer Zügen zum Regionalexpress nach und von Kassel über Leinefelde und Heiligenstadt. Damit steht alle zwei Stunden eine sehr schnelle Verbindung zwischen dem Südharz und dem thüringischen Eichsfeld zur Verfügung.
Über Nordhausen hinaus wirkt die Fahrzeitverkürzung ansonsten leider noch nicht weiter. Die Züge nach Halle und Erfurt verbleiben in ihren alten Zeitlagen. Für Erfurt ist dies nachvollziehbar, denn dort beginnen die Umbauarbeiten auf dem Hauptbahnhof und machen diesen anfällig für zeitliche Verschiebungen.
Nach Nordhausen statt nach Göttingen ?
Neben Northeim und Osterode gewinnt nach Ansicht der Initiative das Mittelzentrum Nordhausen durch die Sperrmaßnahme der DB an Attraktivität. Schließlich, so Michael Reinboth, fahren die Züge hier künftig stündlich und sehr schnell, die BahnCard gilt ebenso wie das Wochenend-Ticket und rund um den wieder in altem Glanz erstrahlenden Nordhäuser Bahnhof gibt es Geschäfte und Arztpraxen im 5-Minuten-Bereich. Zudem fährt in die Oberstadt mit dem Südharz-Krankenhaus auch noch alle 10 Minuten die Straßenbahn.
"Es ist traurig, aber wird vielleicht ab 15.12. wahr sein: Das eigene Oberzentrum ist mit dem ÖPNV schlechter zu erreichen als die Kreisstadt im benachbarten Thüringen" philosophiert Michael Reinboth in Anbetracht der "verkorksten" Nahverkehrsplanung in Süd-Niedersachsen. Aber den Nordhäusern werde es vermutlich recht sein.
Autor: nnzNach Ende der Bauarbeiten 10 Minuten schneller nach Nordhausen
"Wir sind sehr froh darüber, dass die Deutsche Bahn ihre Zusagen zur Sanierung trotz der Probleme in Sachsen und Sachsen-Anhalt einhält". Bei der Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz" wertet man den Beginn der Arbeiten am 1. Oktober als einen "ganz wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer leistungsfähigen und auch überregional nutzbaren Verbindung", so Sprecher Michael Reinboth. Nun hoffe man, dass die Arbeiten auch 2003 im Abschnitt Ellrich - Walkenried und im Bahnhof Scharzfeld fortgesetzt werden. Außerdem setze man darauf, dass 2003 auch der Oberbau im stark verunkrauteten Abschnitt Walkenried - Scharzfeld in Ordnung gebracht wird.
Während der Bauarbeiten müssen die Kunden mit einigen Erschwernissen fertig werden. Zwischen Ellrich und Nordhausen pendeln wie schon zu Zeiten der Tunnelsanierung Busse. "Aber da müssen wir im Interesse der Sache durch".
Die positiven Auswirkungen des Umbaus der Gleise zwischen Ellrich und Woffleben und des Neubaus der zwei Brücken bei Niedersachswerfen zeigen sich beim Studium des Entwurfs für den Fahrplan 2003, der am 15. Dezember in Kraft treten wird. "Sage und schreibe 10 Minuten sind die Züge zwischen Ellrich und Nordhausen schneller" so Michael Reinboth nach Durchsicht der Entwürfe. Dies kommt auch der Gesamtfahrzeit zwischen Northeim und Nordhausen zu gute, die bei einigen Zügen sogar unter 70 Minuten sinken wird. "Für die Südharzstrecke erreichen wir damit endlich Zeiten, die auch für Autofahrer attraktiv sind".
Neue Verbindungen über Nordhausen mit dem Eichsfeld
Durch die kürzeren Fahrzeiten ist auch eine leichte Entspannung der Übergangszeit zum und vom InterCity in Northeim möglich. 2-3 Minuten mehr Zeit stehen für das Umsteigen zur Verfügung. Gerade für ältere Reisende und Reisende mit Gepäck ist dann die Benutzung der Aufzüge auf beiden Bahnsteigen kein Problem mehr. Neu angeboten werden kann in Nordhausen auch der Übergang von den Südharzer Zügen zum Regionalexpress nach und von Kassel über Leinefelde und Heiligenstadt. Damit steht alle zwei Stunden eine sehr schnelle Verbindung zwischen dem Südharz und dem thüringischen Eichsfeld zur Verfügung.
Über Nordhausen hinaus wirkt die Fahrzeitverkürzung ansonsten leider noch nicht weiter. Die Züge nach Halle und Erfurt verbleiben in ihren alten Zeitlagen. Für Erfurt ist dies nachvollziehbar, denn dort beginnen die Umbauarbeiten auf dem Hauptbahnhof und machen diesen anfällig für zeitliche Verschiebungen.
Nach Nordhausen statt nach Göttingen ?
Neben Northeim und Osterode gewinnt nach Ansicht der Initiative das Mittelzentrum Nordhausen durch die Sperrmaßnahme der DB an Attraktivität. Schließlich, so Michael Reinboth, fahren die Züge hier künftig stündlich und sehr schnell, die BahnCard gilt ebenso wie das Wochenend-Ticket und rund um den wieder in altem Glanz erstrahlenden Nordhäuser Bahnhof gibt es Geschäfte und Arztpraxen im 5-Minuten-Bereich. Zudem fährt in die Oberstadt mit dem Südharz-Krankenhaus auch noch alle 10 Minuten die Straßenbahn.
"Es ist traurig, aber wird vielleicht ab 15.12. wahr sein: Das eigene Oberzentrum ist mit dem ÖPNV schlechter zu erreichen als die Kreisstadt im benachbarten Thüringen" philosophiert Michael Reinboth in Anbetracht der "verkorksten" Nahverkehrsplanung in Süd-Niedersachsen. Aber den Nordhäusern werde es vermutlich recht sein.
