Auf Tour für Mindestlohn
Dienstag, 04. August 2009, 11:19 Uhr
Was man vor wenigen Jahren noch für ein Phänomen in Drittweltländern gehalten hatte, ist längst in Deutschland zum Problem geworden. Arbeit, von der man nicht leben kann, Arbeit zu Bedingungen, die weit entfernt sind, von dem was gewerkschaftliche Interessenvertretung und Sozialpolitik in Jahrzehnten erstritten haben. Dagegen hat der DGB was...
Wir wollen damit deutlich machen, so der geschäftsführende DGB-Regionsvorsitzende Ulrich Hannemann, dass Arbeitgeber und ihre Verbände, aber auch die Politik mit verantwortlich sind für Niedriglöhne und nicht Existenz sichernde Löhne. Es sind in erster Linie die Arbeitgeber, die höhere Entgelte ablehnen und sich Tarifverträgen verweigern.
Deshalb bringt der DGB das Thema Existenz sichernde Löhne in die gesellschaftliche Diskussion ein. Die Gewerkschaften fordern Existenz sichernde Löhne mindestens 7,50 Euro pro Stunde. In Thüringen, so Hannemann weiter, sind mittlerweile mehr als 40% der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Niedriglohnbereich beschäftigt. Dabei ist der Norden des Freistaates besonders betroffen.
Gut die Hälfte derjenigen, die Hartz IV beziehen, sind sogenannte Aufstocker, die zu ihrer Vollzeittätigkeit ergänzende staatliche Transferleistungen in Anspruch nehmen müssen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. In der jetzigen Rezessionsphase wächst die Gefahr des zusätzlichen Lohndumpings und die Ausweitung von Niedriglöhnen. Unternehmen könnten versuchen, die Kosten der Rezession auf die Arbeitnehmer abzuwälzen. Darum brauchen Arbeitnehmer eine Haltelinie bei Mindestlöhnen. Dies haben die Gewerkschaften klar definiert. Mindestens 7,50 Euro pro Stunde.
Durch die Einführung von Mindestlöhnen würden gerade die einkommensschwachen Schichten mehr Kaufkraft erhalten und dies zu 100% ausgeben. Dies ist gut für Arbeitnehmer und gut für die Konjunktur und öffentliche Haushalte würden durch den Wegfall von ergänzenden Transferleistungen entlastet. Die Einführung von Mindestlöhnen ist gerade jetzt in der Krise wichtiger denn je.
Im Superwahljahr 2009 wollen wir im Vorfeld von Land- und Bundestagswahlen in den Regionen mit den Menschen und den Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien vor Ort unsere gewerkschaftspolitische Position zum Thema Mindestlohn diskutieren.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund ist deshalb mit dem Mindestlohn-LKW und dem Mindestlohn- Truck in der Region Mittelt -/Nordthüringen auf Tour.
LKW
Fr 14.08.09 Nordhausen Bahnhofsvorplatz jeweils 10.00 Uhr – 17.00 Uhr.
Truck
Mo 17.08.09 Bad Frankenhausen Anger
Di 18.08.09 Artern Boulevard
Mi 19.08.09 Sondershausen Markt jeweils 10.00 Uhr – 17.00 Uhr
Die Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien der entsprechenden Wahlkreise für den Land- bzw. Bundestag sind jeweils für 13.30 Uhr zu einer Gesprächsrunde eingeladen.
Autor: nnz/knWir wollen damit deutlich machen, so der geschäftsführende DGB-Regionsvorsitzende Ulrich Hannemann, dass Arbeitgeber und ihre Verbände, aber auch die Politik mit verantwortlich sind für Niedriglöhne und nicht Existenz sichernde Löhne. Es sind in erster Linie die Arbeitgeber, die höhere Entgelte ablehnen und sich Tarifverträgen verweigern.
Deshalb bringt der DGB das Thema Existenz sichernde Löhne in die gesellschaftliche Diskussion ein. Die Gewerkschaften fordern Existenz sichernde Löhne mindestens 7,50 Euro pro Stunde. In Thüringen, so Hannemann weiter, sind mittlerweile mehr als 40% der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Niedriglohnbereich beschäftigt. Dabei ist der Norden des Freistaates besonders betroffen.
Gut die Hälfte derjenigen, die Hartz IV beziehen, sind sogenannte Aufstocker, die zu ihrer Vollzeittätigkeit ergänzende staatliche Transferleistungen in Anspruch nehmen müssen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. In der jetzigen Rezessionsphase wächst die Gefahr des zusätzlichen Lohndumpings und die Ausweitung von Niedriglöhnen. Unternehmen könnten versuchen, die Kosten der Rezession auf die Arbeitnehmer abzuwälzen. Darum brauchen Arbeitnehmer eine Haltelinie bei Mindestlöhnen. Dies haben die Gewerkschaften klar definiert. Mindestens 7,50 Euro pro Stunde.
Durch die Einführung von Mindestlöhnen würden gerade die einkommensschwachen Schichten mehr Kaufkraft erhalten und dies zu 100% ausgeben. Dies ist gut für Arbeitnehmer und gut für die Konjunktur und öffentliche Haushalte würden durch den Wegfall von ergänzenden Transferleistungen entlastet. Die Einführung von Mindestlöhnen ist gerade jetzt in der Krise wichtiger denn je.
Im Superwahljahr 2009 wollen wir im Vorfeld von Land- und Bundestagswahlen in den Regionen mit den Menschen und den Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien vor Ort unsere gewerkschaftspolitische Position zum Thema Mindestlohn diskutieren.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund ist deshalb mit dem Mindestlohn-LKW und dem Mindestlohn- Truck in der Region Mittelt -/Nordthüringen auf Tour.
LKW
Fr 14.08.09 Nordhausen Bahnhofsvorplatz jeweils 10.00 Uhr – 17.00 Uhr.
Truck
Mo 17.08.09 Bad Frankenhausen Anger
Di 18.08.09 Artern Boulevard
Mi 19.08.09 Sondershausen Markt jeweils 10.00 Uhr – 17.00 Uhr
Die Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien der entsprechenden Wahlkreise für den Land- bzw. Bundestag sind jeweils für 13.30 Uhr zu einer Gesprächsrunde eingeladen.
