nnz-online

w(iethoffs)w(ilde)w(oche)@nnz

Samstag, 01. August 2009, 09:23 Uhr
Die Zeitungsnachshow beschäftigt sich heute mit geklauten Autos, schnellen Autos, langsamen Autos und Mopeds, offenen Stellen, Stolpersteinen, neuen Sportarten und sinkenden Preisen in Untern.

Montag bis Freitag
Ullalalala, das war aber gemein. Da haben sie doch der Schmidt´n ihr Auto geklaut. Im Urlaub. Ihr Dienstauto! Arbeiten im Urlaub? Frau Schmidt, das ist aber gar nicht gesund! Was passiert denn da, wenn wirklich was passiert? Also ich meine gesundheitlich. Zahlt das dann noch die Kasse? Nach Bundesurlaubsgesetz, zuletzt geändert durch Gesetz vom 07.05.2002 (BGBl. I S. 1529) m.W.v. 11.05.2002, ist da aber einiges faul. Nach § 8, Erwerbstätigkeit während des Urlaubs, darf der Arbeitnehmer keine dem Urlaubszweck widersprechende Erwerbstätigkeit leisten. Ach so, Sie haben ja nichts erworben und auch nichts getan, sondern was eingebüßt. Wenigstens zeitweise. Ihr Chef hat ja auch sofort reagiert und hat nun einen Schatten weniger....... in seinem gleichnamigen Kabinett.

Was wird denn jetzt aus Ihrem Chauffeur? Der hat doch die Terrassentür offen und sich die Möhre klauen lassen. Also ich wüsste da einen prima Chauffeur für Sie. Wahnsinnig schnell, mit 40 Jahren noch topfit und daher wieder im Dienst und hat noch nie einen Sohn mit auf Dienstfahrt genommen. Haben Sie seine Telefonnummer? Unter S, wie Schumacher, und dann bei Michael suchen.

Montag
„In rund drei Wochen werden in Bad Salzungen im Wartburgkreis die ersten Stolpersteine verlegt.“ Hätte sich da nicht ein „Export“ aus dem Einzugsbereich von nnz und kn angeboten?

Dienstag
„Das Geraer Summer-Meeting hat seine Premiere erfolgreich bestanden. Reiter aus 40 Nationen haben sich in den vergangenen drei Wochen spannende Wettkämpfe geliefert.“ Summen und reiten in Kombination? Also Sportarten gibt’s jetzt. Konnten die denn nicht singen?

Mittwoch
„Konzept im Weg gestanden“ haben acht Garagen und eine ehemalige Verkaufsstelle an der Wiedigsburg. Dazu bemerkte ein Kommentator: „Rasende Autos und LKW´s in der Altstadt sowie fehlende Gehwege sorgen dafür, das tagtäglich Kinder und Jugendliche unter Lebensgefahr den Weg in den Kindergarten bzw. zur Schule bewältigen müssen !“

„Rasende“ Autos habe ich in der Altstadt noch nie gesehen. Wer da nämlich rast, gibt das Autofahren in kürzester Zeit von selbst auf. Mangels Auto oder Gesundheit oder Beidem. Ansonsten ist das, wenn die Kinderzeit jetzt so mit 10-11 Jahren endet, leider richtig. Die älteren brauchen aber auch dringend mehr Schutzraum, damit sie dem wenigen fließenden Verkehr an dieser Stelle nicht mehr mit ihren Zigaretten vor dem Unterricht oder während der Pausen im Weg stehen.

Donnerstag
Eine Rinne ist´s, die heute die nnz-Leser optimal beschäftigte. Wenn man den Kommentaren nachgeht, führt sie irgendwie quer durch Leimbach. Oder doch wenigstens durch Leimbachs Verkehrsteilnehmer. Aber es ist auch Licht am Ende des Tunnels.

Ab Anfang Oktober muss diese Umleitungsstrecke nicht mehr genutzt werden, da die Straßenbauarbeiten in der Ortsmitte vorerst abgeschlossen sind. Im kommenden Jahr werden sie allerdings für den 2. Bauabschnitt wieder aufgenommen. So teilte es jedenfalls das Nordhäuser Rathaus mit.

2. Bauabschnitt? Nach einer gefühlten Ewigkeit für den 1. Abschnitt? Bis Oktober sind´s auch noch 3 Monate. Tempo 20 befohlen, Schrittgeschwindigkeit gewünscht, bedeutet für alle Fahrzeuge 1. Gang, mehr und längerer Schadstoffausstoß, mehr Feinstaub, mehr Spritverbrauch. Tut mir leid, aber ich erkenne nur mehr Belastung für Umwelt und Anwohner. Was städt. Bauamt, Polizei und Anwohner also für Vorteile erkennen, sollten sie der staunenden Leserschaft doch noch mal mit einfachen Worten erklären. Vielleicht auch erklären, wie man erkennen kann, dass die Tempo 20-Schilder nur zur Zierde da stehen, weil ja vor den Querrinnen die Geschwindigkeit drastisch- und quasi bis auf Schritt-Tempo reduziert werden muss. Ich glaube, das Licht am Ende des Tunnels ist doch die Kopflampe des entgegenkommenden Zuges.

Freitag
ES GEHT WEITER NACH UNTE(R)N, lautete eine Überschrift in der nnz. Kenne ich nicht. Fahre ich auch nicht hin. Egal wie niedrig da die Preise sind.
Jürgen Wiethoff
Autor: nnz/kn

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de