+132
Freitag, 31. Juli 2009, 16:08 Uhr
Das ist der Saldo bei der Einwohnerschaft von Nordhausen. Vor der Zahl steht ein Plus-Zeichen und macht die ganz Angelegenheit noch schmackhafter für den politischen Verkauf. Hier die Einzelheiten...
Mit der Sanierung von Wohnungen in der Innenstadt - hier die SWG-Wohnhäuser am Kornmarkt - haben sich die großen Wohnungsunternehmen auf die erhöhte Nachfrage gut eingestellt.
Zum ersten Mal seit der Wende hat die Stadt Nordhausen einen natürlichen Einwohnerzugewinn. Das sagte jetzt Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) mit Blick auf die Zahlen des Statistischen Landesamtes. Von 2007 zu 2008 ist die Einwohnerzahl um 132 gewachsen. Damit hatten wir am 31. Dezember 2008 44.189 Einwohner, so Jendricke.
Nordhausen könne stolz auf den Zugewinn sein denn steigende Einwohnerzahlen sind die absolute Ausnahme in den neuen Bundesländern. Selbst in Thüringen liegt Nordhausen ganz vorn: Nur die ganz großen Städte Jena, Weimar und Erfurt haben ebenso Einwohner gewonnen. Die im Vergleich zu Nordhausen etwa gleich großen Städte wie Gotha (-319), Eisenach (-257) bzw. Suhl (-842) haben dagegen weiterhin Einwohner verloren.
Der Zuwachs sei nicht auf Sondereffekte – wie etwa Eingemeindungen – zurückzuführen. Die waren im Jahr 2007 bereits abgeschlossen. Den Einwohnergewinn sieht Jendricke in der Zuwanderung: Es ist klar erkennbar, dass Nordhausen als Stadt gerade auch für die Menschen aus dem Umland attraktiver geworden ist. Steht eine Veränderung der Wohnung an, geht der Trend eindeutig in Richtung Rolandstadt. Da spielt das Alter übrigens keine Rolle, so der Bürgermeister. Natürlich profitiere Nordhausen bei der Bevölkerungsbilanz zudem auch von seinen Studenten an der Fachhochschule, allerdings ist hier inzwischen auch ein Kommen und Gehen zu verzeichnen.
Dass Nordhausen eine Anziehungskraft habe, liege auch am attraktiven Wohnungsangebot. Mit den umfangreichen Wohnungs-Modernisierungen unserer großen Gesellschaften SWG und WBG hat man auf den Trend `Zurück in die Stadt´ schon früh reagiert. Das zahlt sich jetzt aus.
Mit einem Minus von 0,7 Prozent (-642 Einwohner) sei der Bevölkerungsrückgang für den gesamten Landkreis Nordhausen (91.120 EW) moderat ausgefallen. Allerdings sollte dies kein Signal dafür sein, dass man die Hände in den Schoß legen kann. Es bleibt dabei: Die Verwaltungsstrukturen müssen gestrafft- und die Zuschnitte der Gemeinden und Landkreise vergrößert werden, so der Bürgermeister.
Wie dramatisch die Situation insgesamt ist, zeige sich beispielsweise im Nachbarlandkreis. Der Kyffhäuserkreis hat im vergangenen Jahr allein 1.527 Leute verloren und hat somit jetzt nur noch 83.835 Einwohner. Auf ganz Thüringen betrachtet, verliert unser Bundesland im Schnitt pro Jahr rund 22.000 Einwohner – dies entspricht etwa der Größenordnung der ganzen Stadt Sondershausen.
Autor: nnzMit der Sanierung von Wohnungen in der Innenstadt - hier die SWG-Wohnhäuser am Kornmarkt - haben sich die großen Wohnungsunternehmen auf die erhöhte Nachfrage gut eingestellt.
Zum ersten Mal seit der Wende hat die Stadt Nordhausen einen natürlichen Einwohnerzugewinn. Das sagte jetzt Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) mit Blick auf die Zahlen des Statistischen Landesamtes. Von 2007 zu 2008 ist die Einwohnerzahl um 132 gewachsen. Damit hatten wir am 31. Dezember 2008 44.189 Einwohner, so Jendricke.
Nordhausen könne stolz auf den Zugewinn sein denn steigende Einwohnerzahlen sind die absolute Ausnahme in den neuen Bundesländern. Selbst in Thüringen liegt Nordhausen ganz vorn: Nur die ganz großen Städte Jena, Weimar und Erfurt haben ebenso Einwohner gewonnen. Die im Vergleich zu Nordhausen etwa gleich großen Städte wie Gotha (-319), Eisenach (-257) bzw. Suhl (-842) haben dagegen weiterhin Einwohner verloren.
Der Zuwachs sei nicht auf Sondereffekte – wie etwa Eingemeindungen – zurückzuführen. Die waren im Jahr 2007 bereits abgeschlossen. Den Einwohnergewinn sieht Jendricke in der Zuwanderung: Es ist klar erkennbar, dass Nordhausen als Stadt gerade auch für die Menschen aus dem Umland attraktiver geworden ist. Steht eine Veränderung der Wohnung an, geht der Trend eindeutig in Richtung Rolandstadt. Da spielt das Alter übrigens keine Rolle, so der Bürgermeister. Natürlich profitiere Nordhausen bei der Bevölkerungsbilanz zudem auch von seinen Studenten an der Fachhochschule, allerdings ist hier inzwischen auch ein Kommen und Gehen zu verzeichnen.
Dass Nordhausen eine Anziehungskraft habe, liege auch am attraktiven Wohnungsangebot. Mit den umfangreichen Wohnungs-Modernisierungen unserer großen Gesellschaften SWG und WBG hat man auf den Trend `Zurück in die Stadt´ schon früh reagiert. Das zahlt sich jetzt aus.
Mit einem Minus von 0,7 Prozent (-642 Einwohner) sei der Bevölkerungsrückgang für den gesamten Landkreis Nordhausen (91.120 EW) moderat ausgefallen. Allerdings sollte dies kein Signal dafür sein, dass man die Hände in den Schoß legen kann. Es bleibt dabei: Die Verwaltungsstrukturen müssen gestrafft- und die Zuschnitte der Gemeinden und Landkreise vergrößert werden, so der Bürgermeister.
Wie dramatisch die Situation insgesamt ist, zeige sich beispielsweise im Nachbarlandkreis. Der Kyffhäuserkreis hat im vergangenen Jahr allein 1.527 Leute verloren und hat somit jetzt nur noch 83.835 Einwohner. Auf ganz Thüringen betrachtet, verliert unser Bundesland im Schnitt pro Jahr rund 22.000 Einwohner – dies entspricht etwa der Größenordnung der ganzen Stadt Sondershausen.

