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Nicht um jeden Preis

Donnerstag, 30. Juli 2009, 19:20 Uhr
Uwe Barth und seine Thüringer FDP befinden sich eigenen Angaben zufolge in einer komfortablen Situation. Nach dem Motto: „Wir wollen regieren!“ teilte der Landesvorsitzende schon mal die künftige Ministerriege auf. Und das in Nordhausen...

Glückwunsch nachträglich (Foto: nnz) Glückwunsch nachträglich (Foto: nnz)
Scharfen Ingwer-Likör gab es nachträglich zum Geburtstag von Kreisvorsitzenden Roßberg

In der Rolandstadt wohnt Jürgen Reinholz. Der ist Mitglied der CDU und derzeit als Minister im Kabinett Althaus für die Wirtschaft im Freistaat zuständig. Auch für den Sport und für die Arbeit. Ginge es nach Uwe Barth, dann würde der Dienstwagen von Jürgen Reinholz ab September vielleicht den gleichen Fahrer, jedoch einen anderen Dauerfahrgast haben. Ihn nämlich, Uwe Barth.

Für Jürgen Althaus, der laut Barth nach dem Ministerjob nicht verarmen würde, könnte es doch eine weitere Verbleibe im Kabinett nach der Landtagswahl geben, schließlich dankt Volker Sklenar ab. Das aber sind Gerüchte, die in Erfurt kolportiert werden.

Erst einmal will die FDP im Freistaat zu den Gewinnern der Wahl gehören. Sie habe mehrere Optionen, obwohl die der Koalition mit der CDU zu den Vorzugsvarianten gehört. Schließlich gibt eine solche Richtung auch der Herr Westerwelle in Berlin vor. Doch, und hier ist Uwe Barth gern der künftige Landespolitiker mit Bundestagserfahrung, kann dann – mit der FDP an der Seite – die CDU nicht einfach so weiterregieren. Vor allem bei der Wirtschafts- und bei der Bildungspolitik könne es nicht weitergehen wie bisher, meinte Barth heute.

Gemütlichkeit unterm Zelt (Foto: nnz) Gemütlichkeit unterm Zelt (Foto: nnz)

Uwe Barth war heute jedoch nicht nur nach Nordhausen gekommen, um sich nachträglich zum Geburtstag gratulieren zu lassen und mit den anderen Liberalen im „Stepel“ ein Sommerfest zu feiern, sondern um sich in einem Vorzeigeunternehmen aus der Landwirtschaft zu informieren. Die Tierzucht von Asten hatte man ihm ausgesucht. Hier erlebte Barth, wie er der nnz sagte, das Spannungsfeld zwischen den Gegebenheiten von Zehntausenden von Schweinen mit allen Nebenerscheinungen und dem immer weiter wachsenden Anspruch der Menschen auf gesundes Fleisch aus der Region.

Mehrere Großaufzuchtanlagen (Kyffhäuserkreis und bei Arnstadt) sollen entstehen und ziehen seit Wochen die Kritiker auf den Plan. Nachzulesen in den Kyffhäuser Nachrichten. In diesen Fällen ist es für den FDP-Spitzenmann wichtig, einen Interessenausgleich zu finden. Beide Seiten müssten kompromissbereit sein. Seinen heutigen Erfahrungen nach, sei das bei van Asten gelungen.
Autor: nnz

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