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Buddeln in der Historie

Dienstag, 28. Juli 2009, 15:26 Uhr
Als Vorbereitung auf die im nächsten Jahr geplante Sanierung des Altstadt-Museums „Flohburg“ zum stadthistorischen Museum laufen zurzeit die archäologischen Grabungen durch das Landesamt für Archäologie Weimar auf dem Gelände der „Flohburg“. Was sich die Archäologen zu finden erhoffen, das hat die nnz erfahren...

Historischer Schutt (Foto: psv) Historischer Schutt (Foto: psv)

Bis Ende August sollen diese abgeschlossen sein“, sagte Grabungsleiter Peter Sokalla. „Bisher haben wir hier mehrere sogenannte Grubenhäuser aus dem 11. bis 13. Jahrhundert entdeckt“, sagte er. Diese eingetieften Häuser, die ohne Mauerwerk aus Holz gebaut wurden, könnten eventuell auch älter sein. Das sei noch nicht abschließend geprüft. In diesem Bereich habe man auch Keramikscherben und Tierknochen gefunden, die man dieser Zeit zuordnen könne. Im hinteren Bereich der Ausgrabungsstelle in Richtung Pferdemarkt sei man auf eine Abfallgrube gestoßen, in der sich noch eine Münze von 1760 befand, so Sokalla.

Die Flohburg ist eines der ältesten Fachwerkhäuser der Stadt und beherbergte in den letzten Jahren stadthistorische Sonderausstellungen. Bedingt durch die vielschichtige Nutzung und die zahlreichen Umbauten wies das 600 Jahre alte Gebäude ernsthafte Bauschäden, insbesondere aus statischer Sicht, auf. Durch den Anbau eines Stabilitätskerns, der mit dem Altbau verbunden sein wird, kann eine weitere Neigung des Gebäudes unterbunden werden. Dieser Anbau soll zukünftig der Eingang zum Museum sein. Ein Erweiterungsbau soll die Ausstellungsfläche des Museums wesentlich erweitern.

Die Gesamtkosten für Sanierung, Neubau und Planung betragen 2,26 Millionen Euro. Davon beträgt der maximale Anteil der Stadt Nordhausen 452.360 Euro.
Autor: nnz

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