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Nach Wahlerfolg auf Mitgliedersuche

Mittwoch, 25. September 2002, 14:51 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Sozialdemokraten in Nordhausen sind in Siegerlaune. Trotzdem haben sie Probleme, wie in der jüngsten Sitzung des Kreisvorstandes sichtbar wurde. Mehr dazu mit einem Klick auf MEHR.


Mit 44 Prozent der Stimmen haben die Sozialdemokraten im Landkreis Nordhausen ihr bestes Ergebnis in einem Landkreis von ganz Thüringen erreicht. Das dieser Erfolg dennoch nicht für den ganzen Bundestagswahlkreis 190 zum Sieg reichte, führte die SPD-Kreisvorsitzende Dagmar Becker auf die besondere "Eichsfeldproblematik" zurück. "Wir haben Eckhard Ohl für sein Engagement viel zu verdanken - er hat einen super Wahlkampf geführt und mit interessanten Leuten viel Aufmerksamkeit für die Region erreicht", meinte Dagmar Becker.

Becker sieht das gute Ergebnis für die SPD in ganz Thüringen aber auch als gute Ausgangslage für die in zwei Jahren anstehende Kommunal- und Landtagswahl an. "Wir wissen aber auch, dass nur eine gute Arbeit der neuen Bundesregierung den Erfolg sichern kann", erklärte Becker in Richtung Berlin. Bei den Sozialdemokraten ist man sich durchaus bewusst, wie schwer die Probleme in der ganzen Republik sind und im Osten sowieso. "Es werden Reformen kommen und mache werden auch Einschnitte mit sich bringen", ist sich Dagmar Becker sicher. Als bedenklich sieht man bei der SPD die Drohung der Christdemokraten, den Bundesrat als Blockadeinstrument einzusetzen, nur weil man die Wahl verloren hat.

Thema bei der gestrigen Kreisvorstandssitzung war aber auch die doch schwache Mitgliederzahl bei der SPD im Landkreis. "Das Signal ist klar - wir suchen neue Mitglieder und auch Bewerber für die künftigen Kommunalmandate", erklärte Dagmar Becker. Wer Interesse hat kann sich bei der SPD-Geschäftsstelle in Nordhausen melden oder eine Email an spd-nordhausen@web.de senden. "Bei den geringen Mitgliederzahlen in allen neuen Bundesländern muss keiner die parteiinterne Ochsentur durchlaufen, vielmehr ist man schnell mitten drin, wenn man sich selbst engagiert", erklärte Becker.
Autor: nnz

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