Dank an viele Helfer
Sonntag, 19. Juli 2009, 18:42 Uhr
An diesem Wochenende gingen für die 18 Kinder und zwei Betreuerinnen aus dem weißrussischen Pokoljubitchi die zwei Ferienlagerwochen im Schullandheim Harzrigi” zu Ende. Nun sind sie für eine Woche zu Gasteltern gezogen, bevor sie am kommenden Samstag die Heimreise per Bus antreten. Arne Legat zieht für die nnz zieht eine Zwischenbilanz.
Als 1991 in Nordhausen die Idee zu einer Hilfsaktion für Kinder aus Weißrussland geboren wurde, lag die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl noch nicht so unendlich weit zurück. Bereits im darauf folgenden Sommer konnte diese Idee umgesetzt und unter der Regie des Vereins Dritte Welt Initiative” Nordhausen e.V. die ersten Kinder aus der Region Gomel in den Südharz geholt werden. 2009 gibt es diese Aktion noch immer und ohne Unterbrechung konnte sich in jedem Jahr, seitdem eine Kindergruppe in unserer Region erholen.
In diesen wirtschaftlich turbulenten Zeiten eigentlich ein kleines Wunder. Und nur möglich, weil viele Menschen und die Stadt Nordhausen selbst, diese Aktion von Anfang an mittragen. Ob die Gästekarten für die Strassenbahn, der Besuch im Badehaus, die Mittagessen in Fachhochschule und Krankenhaus, ohne diese Unterstützung wäre diese Aktion schon lange nicht mehr finanzierbar.
Ebenso beteiligen sich die Gemeinden Neustadt, Niedersachswerfen, Ilfeld, Hainrode und Ellrich und laden die Kinder in ihre Freiäder und Freizeiteinrichtungen ein. Hinzu kommen viele private Firmen und Einrichtungen, die diese Aktion seit Jahren unterstützen. Gaststätten, wie die Rolandstuben, der Landgasthof in Bielen, die Pension Karin” oder Mc Donalds luden die Kinder zum wiederholten Male zum Essen ein. Auf dem Reiterhof in Ellrich standen Pferde zum Reiten und für eine Kutschfahrt bereit. Die Augenoptiker Werner und Ebert prüfen kostenlos die Augen der weißrussischen Kinder und spendieren gegebenenfalls auch die nötigen Brillen. Nebenher organisiert die Stadtführergilde seit Jahren eine Kennenlerntour” durch Nordhausen und wäscht die Lebenshilfe” e.V. die Wäsche der Kinder.
Von der Lehrerin Nadja, die zum wiederholten Male eine Kindergruppe nach Nordhausen begleitet, erhalten die Organisatoren, Helfer, Gasteltern und Sponsoren viel Lob. Sie spricht über den unschätzbaren Erholungswert dieses Aufenthalts, über die Armut, in vielen Familien ihres Dorfes und über die Freude der Kinder, die für diesen Aufenthalt ausgewählt werden. Nebenher erwähnt sie kurz die häufig auftretenden Schilddrüsenerkrankungen bei vielen Kindern und spricht von den Menschen in der Nachbarschaft, die plötzlich erkranken und sterben. Schließlich fällt dann doch noch das Wort Tschernobyl”…
So ist auch die Ablenkung und Unterhaltung der weißrussischen Gäste ein wichtiger Punkt im Betreuerteam des Ferienlagers. Einer von ihnen ist der Musiker und Lebenskünstler Michael Knopp. Stets gut gelaunt, sorgt er für die beliebten Diskos und ist mit den Kindern im privaten Kleinbus als Fahrer unterwegs.
Zum Ende des Ferienlagers bleiben unendlich viele Fotos und noch mehr Erinnerungen bei Gästen und Gastgebern. Und die Hoffnung, dass auch im Sommer 2010 die Menschen im Südharz wieder ihre Herzen und Taschen für die Kinder aus Weißrussland öffnen und eine, zur guten Tradition gewordene Aktion, weiterleben kann.
Arne Legat
Autor: nnzAls 1991 in Nordhausen die Idee zu einer Hilfsaktion für Kinder aus Weißrussland geboren wurde, lag die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl noch nicht so unendlich weit zurück. Bereits im darauf folgenden Sommer konnte diese Idee umgesetzt und unter der Regie des Vereins Dritte Welt Initiative” Nordhausen e.V. die ersten Kinder aus der Region Gomel in den Südharz geholt werden. 2009 gibt es diese Aktion noch immer und ohne Unterbrechung konnte sich in jedem Jahr, seitdem eine Kindergruppe in unserer Region erholen.
In diesen wirtschaftlich turbulenten Zeiten eigentlich ein kleines Wunder. Und nur möglich, weil viele Menschen und die Stadt Nordhausen selbst, diese Aktion von Anfang an mittragen. Ob die Gästekarten für die Strassenbahn, der Besuch im Badehaus, die Mittagessen in Fachhochschule und Krankenhaus, ohne diese Unterstützung wäre diese Aktion schon lange nicht mehr finanzierbar.
Ebenso beteiligen sich die Gemeinden Neustadt, Niedersachswerfen, Ilfeld, Hainrode und Ellrich und laden die Kinder in ihre Freiäder und Freizeiteinrichtungen ein. Hinzu kommen viele private Firmen und Einrichtungen, die diese Aktion seit Jahren unterstützen. Gaststätten, wie die Rolandstuben, der Landgasthof in Bielen, die Pension Karin” oder Mc Donalds luden die Kinder zum wiederholten Male zum Essen ein. Auf dem Reiterhof in Ellrich standen Pferde zum Reiten und für eine Kutschfahrt bereit. Die Augenoptiker Werner und Ebert prüfen kostenlos die Augen der weißrussischen Kinder und spendieren gegebenenfalls auch die nötigen Brillen. Nebenher organisiert die Stadtführergilde seit Jahren eine Kennenlerntour” durch Nordhausen und wäscht die Lebenshilfe” e.V. die Wäsche der Kinder.
Von der Lehrerin Nadja, die zum wiederholten Male eine Kindergruppe nach Nordhausen begleitet, erhalten die Organisatoren, Helfer, Gasteltern und Sponsoren viel Lob. Sie spricht über den unschätzbaren Erholungswert dieses Aufenthalts, über die Armut, in vielen Familien ihres Dorfes und über die Freude der Kinder, die für diesen Aufenthalt ausgewählt werden. Nebenher erwähnt sie kurz die häufig auftretenden Schilddrüsenerkrankungen bei vielen Kindern und spricht von den Menschen in der Nachbarschaft, die plötzlich erkranken und sterben. Schließlich fällt dann doch noch das Wort Tschernobyl”…
So ist auch die Ablenkung und Unterhaltung der weißrussischen Gäste ein wichtiger Punkt im Betreuerteam des Ferienlagers. Einer von ihnen ist der Musiker und Lebenskünstler Michael Knopp. Stets gut gelaunt, sorgt er für die beliebten Diskos und ist mit den Kindern im privaten Kleinbus als Fahrer unterwegs.
Zum Ende des Ferienlagers bleiben unendlich viele Fotos und noch mehr Erinnerungen bei Gästen und Gastgebern. Und die Hoffnung, dass auch im Sommer 2010 die Menschen im Südharz wieder ihre Herzen und Taschen für die Kinder aus Weißrussland öffnen und eine, zur guten Tradition gewordene Aktion, weiterleben kann.
Arne Legat






















