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Neue Attraktion auf dem Hohnstein

Mittwoch, 25. September 2002, 10:14 Uhr
Nordhausen (nnz). Rechtzeitig zur Herbstsaison wird die Burgruine Hohnstein um eine Attraktion reicher. Wer wissen will, was man oberhalb Neustadts erleben kann, der klickt einfach auf MEHR.


Am Freitag wird um 12.30 Uhr der rekonstruierte Bergfried zur Besteigung freigegeben. Landrat Joachim Claus wird den symbolischen Akt vornehmen und lädt Besucher aus nah und fern zu dieser ersten Wiederbesteigung ein. Denn der Bergfried, der höchste Punkt innerhalb der mittelalterlichen Ruine, war Ende des 19. Jahrhunderts schon einmal als Aussichtsturm zu ersteigen.

Wie uns der Historiker Karl Meyer 1897 in seiner Schrift "Die Burg Hohnstein. Nach urkundlichen Quellen" mitteilt , schuf der damalige Burgherr, Fürst Alfred von Stolberg-Stolberg, "auf dem höchsten Punkt vor einigen Jahren ... durch Anlage einer Treppe und eines Geländers einen Aussichtspunkt", von dem "man eine großartige Aussicht auf die zwischen Harz und Hainleite, Ohm- und Ellergebirge und den Kyffhäuser" gelegenen "gesegneten Gefilde" hat. Auch auf Fotografien des damals sehr bekannten Nordhäuser Fotografen Ludwig Belitzki, als Postkarte in den Umlauf gebracht, sieht man den Turm, der die grandiose Sicht ermöglicht.

Der Landkreis Nordhausen, zu dessen bekanntesten Denkmalen die Burgruine Hohnstein gehört, bemüht sich seit Mitte der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts darum, den Hohnstein als Ausflugsziel zu erhalten. Dafür wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Geldmittel zur Verfügung gestellt. Besonders die Sicherungs- und Mauerwerkssanierungen machen es möglich, dass die Burgruine wieder ein touristischer Anziehungspunkt wurde.

Der Bergfried, um den es seit 1999 insbesondere auch geht, wurde mit Fördermitteln des Landes und Landkreismitteln rekonstruiert. Angefangen von den Planungskosten, über die Sanierung der Betondecke, die Errichtung der Aussichtsplattform, die Teilsanierung der Westwand innen und außen, der Südwand innen und außen, der Ostwand innen und außen und des Eingangsbereiches innen und außen, betrug der Anteil an Fördermitteln 36.882,44 Euro, der des Landkreises plus dessen Eigenanteil an den Fördermitteln 28.890,19 Euro.
Autor: nnz

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