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Verdachtsfall bestätigt

Dienstag, 14. Juli 2009, 17:58 Uhr
Auch nach mehr als zwei Monaten ist die Neue Influenza A/H1N1 ein Dauerthema im Gesundheitsamt des Landratsamtes Nordhausen – gerade jetzt in der Reisezeit. In Nordhausen hat sich jetzt ein Verdacht bestätigt...


Inzwischen gibt es fast 40 Länder, in denen der neue Grippevirus fortlaufend von Mensch zu Mensch übertragen wird, darunter beispielsweise Dänemark, die Schweiz, Großbritannien, die USA, Griechenland und Spanien. Eine komplette Übersicht dieser Länder gibt es auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts bei den Hinweisen für Ärzte.

In den vergangenen Tagen gab es auch im Landkreis Reiserückkehrer aus diesen Ländern, bei denen der Verdacht bestand, sie hätten sich mit dem neuen Influenzavirus angesteckt. In einem Fall wurde der Verdacht heute labordiagnostisch bestätigt.

„Der Krankheitsverlauf ist milde, eine Besserung ist eingetreten“, sagt Amtsärztin Ingrid Francke, Leiterin des Gesundheitsamtes. Es sei wichtig, einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Wer aus dem Urlaub aus schon länger betroffenen Regionen nachhause kommt und Husten, Schnupfen, Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen und evt. Fieber bekommt, sollte nicht wie gewohnt direkt in die Praxis seines Hausarztes gehen.

„Der Patient sollte vielmehr zuerst seinen Arzt anrufen, ihm schildern, dass er gerade von einer Reise zurückgekehrt ist und dann das weitere Vorgehen abklären“, sagt Ingrid Francke. „Nach dem derzeitigen bundesweiten infektionshygienischen Management sollte jeder Verdachtsfall zeitnah diagnostiziert werden. Bis das Untersuchungsergebnis vorliegt, sollte der Patient vorsorgehalber häuslich isoliert werden.“

In Thüringen gibt es aktuell 20 bestätigte Krankheitsfälle der Neuen Influenza A/H1N1, bei denen es sich fast ausnahmslos um Reiserückkehrer handelt. In der gesamten Bundesrepublik sind fast 750 Fälle bestätigt. Davon haben sich gut 400 in Deutschland bei anderen Erkrankten angesteckt. „Angesichts der Tatsache, dass etwas mehr als 50 Prozent der Infektionen in Deutschland erworben wurden, steigt die Bedeutung der eigenen Hygienemaßnahmen“, sagt Ingrid Francke.

Dazu gehört regelmäßiges Händewaschen, besonders nach Kontakt zu anderen Menschen. Man sollte zudem nicht in die Hände niesen oder husten, sondern in ein Papiertaschentuch oder in den Ärmel sowie die Hände vom Gesicht fernzuhalten, damit mögliche Viren nicht auf die Schleimhäute von Mund, Nase und Augen gelangen.
Autor: nnz

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