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Mitarbeiter der Parkhaus- und Bädergesellschaft müssen nicht auf Gehälter verzichten

Mittwoch, 13. Dezember 2000, 21:36 Uhr
Nordhausen (nnz). Die ÖTV hat heute die Stadtwerke kritisiert, weil man beabsichtige, eine neue Gesellschaft zur künftigen Betreibung des sanierten Hallenbades zu gründen. So befürchtet die Gewerkschaft, dass es zu Lohneinbußen der Mitarbeiter gegenüber der jetzigen Parkhaus- und Bädergesellschaft kommen werde. Bereits in der Bauphase hätten die Beschäftigten auf ein Viertel ihres Einkommens verzichtet, so die ÖTV. Das würde nicht den Tatsachen entsprechen, konterten die beide Geschäftsführer des kommunalen Unternehmens, Mathias Hartung und Dietrich Beyse, gegenüber nnz. Obwohl das Hallenbad in Nordhausen seit mehr als 18 Monaten geschlossen sei, wurde bislang kein Mitarbeiter entlassen, heißt es in einer heute veröffentlichten Presseerklärung. In Abstimmung mit dem Betriebsrat sei eine Arbeitszeitverkürzung auf 75 Prozent mit entsprechender Kürzung der Bezahlung vereinbart worden. "Die dauernde Beschäftigung wurde sichergestellt durch die Einrichtung von Arbeitszeitkonten, so dass verlängerte Arbeitszeiten in der Sommersaison durch bezahlte Freistellung in der Wintersaison ausgeglichen werden können."
Innerhalb der Parkhaus- und Bädergesellschaft werde gegenwärtig der künftige Betrieb des sanierten Hallenbades vorbereitet. Das bedeute neben den Bauarbeiten auch die Konzipierung eines effektiven Ablaufs, natürlich auch hinsichtlich der zu erwartenden Kosten. Hier müsse sich das Hallenbad bezüglich der Attraktivität, des Preises und der Leistung in die Bäderlandschaft Nordthüringen integrieren und dort auch behaupten. Die Unternehmensleitung führe mit dem Betriebsrat regelmäßig Gespräche über den Stand der Vorbereitungen. Einige unternehmerische Entscheidung stünden noch aus und seien auch Gegenstand von Beschlüssen der heutigen Stadtratssitzung und der morgigen Aufsichtsratssitzung der Gesellschaft.
Erst nach der eigenen Positionierung innerhalb des Unternehmens mache es Sinn, sich mit der Gewerkschaft an einen Tisch zu setzen. Bislang sei ein Treffen nicht zustande gekommen, es wurde mittlerweile aber terminlich fixiert.
Autor: nnz

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