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Nordhäuser in Sachsen

Donnerstag, 19. September 2002, 19:43 Uhr
Nordhausen (nnz). Auch die Stadt Nordhausen hat den Menschen in den Hochwassergebieten geholfen. Anfang September waren Mitarbeiter der Verwaltung sowie eines kommunalen Unternehmens in Sachsen.


 Thomas Schinköth, Friedrich Facius und Gerd Jung bei der Beräumung des Schulkellers Vom 9. bis 13. September waren vier Kameraden der Berufsfeuerwehr, vier Mitarbeiter des städtischen Bauhofes sowie drei Mitarbeiter der Stadtwerke im sächsischen Städtchen Jeßnitz, um vor Ort bei den Aufräumungsarbeiten zu helfen. Dem Einsatz vorausgegangen waren die Anforderung zur konkreten Hilfe durch die Stadt Jeßnitz und die vorherige Absprache unter der Leitung von Bürgermeister Klaus Wahlbuhl bei einem Besuch in der Jeßnitzer Stadtverwaltung am 3. September.

„Bei der Beräumung der Objekte und Straßen waren wir mit insgesamt 5 Fahrzeugen und Spezialtechnik gut gerüstet“, erklärte jetzt Helmut Neblung von der Berufsfeuerwehr. Besonders die Beräumung des Kellers der Regelschule sei unter aller- schwierigsten Bedingungen erfolgt. „Schlamm und verschimmelte Möbel konnten wir nur mit Schutzanzügen und zum Teil nur mit Mundschutz entsorgen“, so Neblung.

Auch in der Turnhalle hatten sich bereits gesundheitsgefährdende Schimmelpilze am Parkett ausgebreitet. Mit Kreuzhacken entfernten die Nordhäuser hier einen Tag den Bodenbelag. „Darüber hinaus haben wir von den Straßen insgesamt 320 t Sperrmüll, das sind 18 Container zu je 7 Kubikmeter und 12 Kipper zu je 10 Kubikmeter, entsorgt und auf die Mülldeponie gefahren“, berichtet er.

Es wurden während des Aufenthaltes auch persönliche Kontakte geknüpft. Die Nordhäuser Helfer lernten die Familie Steurer mit ihren 13 Kindern kennen, die bei der Flut ihr gesamtes Hab und Gut verloren hatten. Man versprach auch hier mit neuem Mobiliar zu helfen, es anzuliefern und aufzustellen, wenn das Wohnhaus wieder bezugsfertig ist.

„So anstrengend wie die Woche auch war, aber die freundliche und dankbare Aufnahme der Einwohner hat uns dafür entschädigt. Wir freuten uns zum Beispiel sehr, als uns Ortsansässige, die bereits ihre Wohnungen wieder beziehen konnten, als Dankeschön zum Kaffee einluden“, sagte Neblung.
Autor: nnz

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