Mehr oder weniger Personal in der zweiten Leitungsebene des Landratsamtes?
Mittwoch, 13. Dezember 2000, 14:31 Uhr
Nordhausen (nnz). "Wir sind zu einem Kompromiß bereit", sagte gestern CDU-Fraktionsvorsitzender Egon Primas der nnz am Rande der Kreistagssitzung. Das bedeutet doch im Klartext, daß die CDU als zahlenmäßig stärkste Fraktion auch ein wenig an der zweiten Machtebene teilhaben will. Doch bislang sind in der höchsten Satzung des Landkreises ja lediglich zwei hauptamtliche Beigeordnete vorgesehen. Vielleicht besteht bei einem Kompromiß ja auch noch die Möglichkeit, einen Dezernentenposten "abzustauben". Dann hätten wir ja wohl eine paritätische Verteilung zwischen SPD, PSD und schließlich auch CDU. Voraussetzung wäre die Aufhebung der SPD-Klage und eine "erfüllbare" Neuausschreibung der Beigeordneten. Wie das allerdings Landrat Joachim Claus (CDU) verkraften wird, steht in den kommunalpolitischen Sternen, denn er beteuerte gestern erneut, daß er nur einen hauptamtlichen Beigeordneten brauche - Kosteneinsparung sei angesagt.
Nun munkelt man, daß im Landratsamt bereits eifrig an neuen Strukturen gebastelt werde. Diese sehen bislang keinen Dezernenten vor, dafür wird der/die Fachbereichsleiter/-in installiert. Inwieweit diese konspirativen Strukturen wirklich durchgesetzt werden können, hängt unter anderem von der Geschlossenheit der CDU-Fraktion im Kreistag und ihrem nicht mehr ganz untadeligen Verhältnis zum Landrat ab. Hier könnte vielleicht ein weiterer Nebenkriegsschauplatz entstehen, über den sich andere politische Kräfte im Landkreis durchaus die Hände reiben würden.
Autor: psgNun munkelt man, daß im Landratsamt bereits eifrig an neuen Strukturen gebastelt werde. Diese sehen bislang keinen Dezernenten vor, dafür wird der/die Fachbereichsleiter/-in installiert. Inwieweit diese konspirativen Strukturen wirklich durchgesetzt werden können, hängt unter anderem von der Geschlossenheit der CDU-Fraktion im Kreistag und ihrem nicht mehr ganz untadeligen Verhältnis zum Landrat ab. Hier könnte vielleicht ein weiterer Nebenkriegsschauplatz entstehen, über den sich andere politische Kräfte im Landkreis durchaus die Hände reiben würden.
