nnz-Rückspiegel: 18. September 2001
Mittwoch, 18. September 2002, 07:09 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden. Heute:
US-Besuch, Reemtsma und Deusa
US Generalkonsul in Nordthüringen
Der US-amerikanische Generalkonsul Timothy Savage hat heute Nordthüringen besucht. Eine Station war auch Nordhausen. Am Vormittag hatte Savage den Kyffhäuserkreis besucht. Dies war nach nnz-Informationen lange vorbereitet. Geändert wurde aus aktuellem Anlaß allerdings das Besuchsprogramm. So wurden dem Generalkonsul am Vormittag im Sondershäuser Landratsamt die Kondolenzlisten mit über 900 Unterschriften der Menschen im Kyffhäuserkreis übergeben. Er zeigte sich sichtlich bewegt über die Anteilnahme der Bürger zu den terroristischen Anschlägen in seinem Heimatland. Weitere Stationen seines Besuches waren eine Grubenfahrt im Sondershäuser Erlebnisbergwerk, weitere Stippvisiten gab es in Rossleben sowie in Wiehe. Am Nachmittag weilte Timothy Savage in Nordhausen. Unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattete er dem Unternehmen EATON Automotive in der Rolandstadt einen Besuch ab. Hier ließ er sich über die Produktion sowie die weitere Entwicklung des Unternehmens informieren.
NGG: Geplante Schließung ist pervers!
Die geplante Schließung der Zigarettenfabrik in Nordhausen ist pervers, so Anke Siedentop, Geschäftsführerin der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten, gegenüber der nnz. Wie die nnz bereits gestern berichtete, wollen sich die Beschäftigten gegen die Schließung zur Wehr setzen. Wer eine Zigarettenfabrik mit 300 Beschäftigten schließt, obwohl schwarze Zahlen geschrieben werden, ist nicht nur pervers, sondern auch ein Sozialschmarotzer! Dies, so Siedentop weiter, vor allem dann, wenn er von der Kommune und der Landesregierung Förderungen für den angeblichen Erhalt von Arbeitsplätzen abgestaubt habe. Die Zigarettenfabrik in Nordhausen gehört seit September 1990 zum Tabakmulti Reemtsma, (Zigarettenmarken Duett, Juno, Cabinett u.a.) im Produktionsverbund mit den Werken in Langenhagen und Berlin. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Hamburg. Nach der Wende investierte der Konzern in die traditionsreiche Fabrik, in der zu DDR-Zeiten schon die erwähnten Marken sowie Juwel produziert wurden. Noch vor wenigen Wochen wurde seitens des Vorstandes und des Aufsichtsrats eine Standortgarantie für das Nordhäuser Werk abgegeben. Die Belegschaft wurde als besonders flexibel, einsatzfreudig, preiswert und zuverlässig, so der Vorstand gepriesen...ausführlich im nnz-Archiv
Falko Kauf: Sind auf einem guten Weg
Morgen sollen die Beschäftigten der Deusa-International über die weitere Entwicklung im Unternehmen informiert werden. In den zurückliegenden Wochen und Monaten sei in der Bleicheröder Deusa eine vernünftige Aufarbeitung vorgenommen worden. Ziel war es zu wissen, wo das Unternehmen derzeit stehe, erläuterte Betriebsratvorsitzender Falko Kauf der nnz. Die Geschäftsleitung habe einen Businessplan vorgelegt, der den 96 Mitarbeitern morgen erläutert werden soll. Der Plan wurde zuvor durch die Gesellschafter abgesegnet. Kernstück des Planes sind die bevorstehenden Investitionen in Millionenhöhe. Sie sollen künftig garantieren, dass die Deusa-International so schnell wie möglich aus den roten Zahlen herauskommt. Der Weg zu diesem Ziel ist bereits jetzt erkennbar, so Kauf, trotzdem befinden wir uns immer noch in der Phase, in der die Arbeitnehmervertretung großen Wert auf die Sicherung der vorhandenen Arbeitsplätze legen wird. Sollte es in der Realisierung des sogenannten Businessplanes zu einer Ausweitung der Produktionsstrecken in Bleicherode kommen, dann könne auch über eine Aufstockung der Zahl der Arbeitsplätze nachgedacht werden. In den vergangenen Tagen seien einige wichtige Lieferverträge zu neuen Konditionen abgeschlossen worden, die Zahlen, welche die Geschäftsleitung vorgelegt habe, seien sehr vielversprechend gewesen...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnzUS-Besuch, Reemtsma und Deusa
US Generalkonsul in Nordthüringen
Der US-amerikanische Generalkonsul Timothy Savage hat heute Nordthüringen besucht. Eine Station war auch Nordhausen. Am Vormittag hatte Savage den Kyffhäuserkreis besucht. Dies war nach nnz-Informationen lange vorbereitet. Geändert wurde aus aktuellem Anlaß allerdings das Besuchsprogramm. So wurden dem Generalkonsul am Vormittag im Sondershäuser Landratsamt die Kondolenzlisten mit über 900 Unterschriften der Menschen im Kyffhäuserkreis übergeben. Er zeigte sich sichtlich bewegt über die Anteilnahme der Bürger zu den terroristischen Anschlägen in seinem Heimatland. Weitere Stationen seines Besuches waren eine Grubenfahrt im Sondershäuser Erlebnisbergwerk, weitere Stippvisiten gab es in Rossleben sowie in Wiehe. Am Nachmittag weilte Timothy Savage in Nordhausen. Unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattete er dem Unternehmen EATON Automotive in der Rolandstadt einen Besuch ab. Hier ließ er sich über die Produktion sowie die weitere Entwicklung des Unternehmens informieren.
NGG: Geplante Schließung ist pervers!
Die geplante Schließung der Zigarettenfabrik in Nordhausen ist pervers, so Anke Siedentop, Geschäftsführerin der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten, gegenüber der nnz. Wie die nnz bereits gestern berichtete, wollen sich die Beschäftigten gegen die Schließung zur Wehr setzen. Wer eine Zigarettenfabrik mit 300 Beschäftigten schließt, obwohl schwarze Zahlen geschrieben werden, ist nicht nur pervers, sondern auch ein Sozialschmarotzer! Dies, so Siedentop weiter, vor allem dann, wenn er von der Kommune und der Landesregierung Förderungen für den angeblichen Erhalt von Arbeitsplätzen abgestaubt habe. Die Zigarettenfabrik in Nordhausen gehört seit September 1990 zum Tabakmulti Reemtsma, (Zigarettenmarken Duett, Juno, Cabinett u.a.) im Produktionsverbund mit den Werken in Langenhagen und Berlin. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Hamburg. Nach der Wende investierte der Konzern in die traditionsreiche Fabrik, in der zu DDR-Zeiten schon die erwähnten Marken sowie Juwel produziert wurden. Noch vor wenigen Wochen wurde seitens des Vorstandes und des Aufsichtsrats eine Standortgarantie für das Nordhäuser Werk abgegeben. Die Belegschaft wurde als besonders flexibel, einsatzfreudig, preiswert und zuverlässig, so der Vorstand gepriesen...ausführlich im nnz-Archiv
Falko Kauf: Sind auf einem guten Weg
Morgen sollen die Beschäftigten der Deusa-International über die weitere Entwicklung im Unternehmen informiert werden. In den zurückliegenden Wochen und Monaten sei in der Bleicheröder Deusa eine vernünftige Aufarbeitung vorgenommen worden. Ziel war es zu wissen, wo das Unternehmen derzeit stehe, erläuterte Betriebsratvorsitzender Falko Kauf der nnz. Die Geschäftsleitung habe einen Businessplan vorgelegt, der den 96 Mitarbeitern morgen erläutert werden soll. Der Plan wurde zuvor durch die Gesellschafter abgesegnet. Kernstück des Planes sind die bevorstehenden Investitionen in Millionenhöhe. Sie sollen künftig garantieren, dass die Deusa-International so schnell wie möglich aus den roten Zahlen herauskommt. Der Weg zu diesem Ziel ist bereits jetzt erkennbar, so Kauf, trotzdem befinden wir uns immer noch in der Phase, in der die Arbeitnehmervertretung großen Wert auf die Sicherung der vorhandenen Arbeitsplätze legen wird. Sollte es in der Realisierung des sogenannten Businessplanes zu einer Ausweitung der Produktionsstrecken in Bleicherode kommen, dann könne auch über eine Aufstockung der Zahl der Arbeitsplätze nachgedacht werden. In den vergangenen Tagen seien einige wichtige Lieferverträge zu neuen Konditionen abgeschlossen worden, die Zahlen, welche die Geschäftsleitung vorgelegt habe, seien sehr vielversprechend gewesen...ausführlich im nnz-Archiv
