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Kurze Wege nutzen

Freitag, 19. Juni 2009, 11:24 Uhr
In der vergangenen Woche traf sich der Vorstand des Kreisjugendrings Nordhausen mit den Vertretern der CDU-Kreistagsfraktion zu einem Gespräch über die aktuelle Situation und mögliche Unterstützung durch die Politik. Wie das alles endete, das hat die nnz erfahren...


Seit 1990 erfüllt der Kreisjugendring als Dachverband von insgesamt 17 regionalen Vereinen die stetig wachsenden Aufgaben der Jugendarbeit im Landkreis, so die Geschäftsführerin Anita Kaltbach und erläuterte anschaulich, dass der Verein einen wichtigen Stützpfeiler der Jugendarbeit darstellt. Das bestätigte der Landtagsabgeordnete Egon Primas (CDU) und fügte hinzu, dass die vorbildliche Jugendarbeit der Vereine sowie die glänzend ausgebaute Schulstruktur im Landkreis bis hin zu den Gymnasien und der Fachhochschule ebenso einen großen Beitrag leisten.

Der Kreisjugendring biete vor allem Kinder und Jugendlichen Unterstützung durch Ferienfahrten, sportliche Events, Beratung, Feste, Kulturveranstaltungen und die Räumlichkeiten als Treffpunkt. Dafür sei eine frühzeitige Planung und die durch den Kreis zugesagten finanziellen Mitteln notwendig, erklärte Frau Kaltbach und kam damit gleich auf den Punkt. Das größte Problem sei, dass zwar die Mittel zugesichert sind und damit das Personal geplant und eingestellt werden kann, aber der Geldfluss sich manchmal bis zu sechs Monaten verzögere.

Die große Zeitdifferenz zwischen den politischen Beschlüsse und der eigentlichen Zuteilung der Gelder sei eine große Belastung des Vereins. Egon Primas als Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion sicherte zu, dem nachzugehen und Transparenz in evtl. verspätete Zahlungen zu bringen. Er bot auch zukünftig seine Hilfe und Unterstützung für den Kreisjugendring in solchen politischen Angelegenheiten an. Dies vor allem auf sprichwörtlich „kurzem Wege“, denn die Geschäftsstellen des Kreisjugendrings und der CDU-Nordhausen seien ja in der Käthe-Kollwitzstraße nur 150 Meter voneinander entfernt.

In der sich entwickelnden Diskussion wurden viele aktuelle Themen angesprochen. Problematisch, so die Vorständler des Kreisjugendrings, sei dass sich die „Rechten“ gezielt Jugendliche aus Problembereichen aussuchten. Das „Zurückholen“ und Einbeziehungen von diesen dann rechtsorientierter Jugendlicher in Veranstaltungen und Aktionen sei enorm schwierig. Dass man trotzdem mit gerade diesen Jugendlichen arbeiten müsse, darüber waren sich alle einig.

Eine weitere wichtige Aufgabe wird darin gesehen, die Integration von ausländischen Mitbürgern voranzutreiben. Bei der Diskussion darüber entstand die Idee, Räumlichkeiten im Jugendklubhaus für eine Begegnungsstätte zur Verfügung zu stellen.

Es zeigte sich, dass eine Menge im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit im Landkreis Nordhausen geschafft wurde. Aber trotzdem steht eine Vielzahl aktueller Themen an, die unbedingt in Angriff genommen werden müssen. Egon Primas hob noch einmal hervor, dass die Lösung der aktuellen Probleme eine Gesamtgesellschaftliche Aufgabe darstellt. Hierzu müssen alle mit einbezogen werden: Elternhaus, Schulen, Gemeinden, Städte und Landkreis.

Er bestätigte abschließend, dass die im Kreistag beschlossenen Mittel zur Verfügung stünden, so dass sich die Jugendarbeit darauf verlassen kann. Er wolle sich aber nochmals um eine eventuelle Verbesserung der vertraglichen Situation bemühen.

Zum Abschluss wiesen die Vertreter des Kreisjugendrings noch darauf hin, dass nicht nur Veranstaltungen für Kinder- und Jugendliche angeboten werden. So gäbe es auch ein Seniorentreffen in den Räumlichkeiten des Jugendklubhauses in der Käthe-Kollwitz-Straße.
Autor: nnz

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