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Von klein auf in besten Händen

Dienstag, 16. Juni 2009, 13:10 Uhr
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Das gilt insbesondere bei der Einnahme von Arzneimitteln. Der Tag der Apotheke findet deshalb in diesem Jahr unter dem Motto "Von klein auf in besten Händen" statt. In den 574 Thüringer Apotheken steht am 18. Juni die Gesundheit von Kindern ganz besonders im Fokus.


"Die Apotheke ist eine wichtige Anlaufstelle für Eltern. Gerade wenn der Arzt dem Kind ein Medikament zum ersten Mal verordnet hat, gibt es häufig Fragen zur richtigen Anwendung, die dann direkt bei der Abgabe in der Apotheke geklärt werden können", sagt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Region Nordhausen.

Da Kinder in der Regel Tabletten und Kapseln noch nicht so gut schlucken können, werden zum Beispiel Antibiotika häufig als Saft verordnet. "Die Dosierung richtet sich dann nach dem Körpergewicht. Es ist deshalb wichtig, dass der Saft nicht mit einem beliebigen Löffel, sondern mit der dafür vorgesehenen Dosierhilfe gegeben wird", sagt Garke. Zudem ist es bei vielen Arzneisäften nötig, das Produkt vor der Anwendung zu schütteln, da es sonst nicht richtig wirken kann.

Viele Arzneimittel, die die Eltern problemlos vertragen, sind für Kinder nicht geeignet. "Eltern sollten deshalb niemals Arzneimittel, die sie selbst einnehmen, ihren Kindern geben - auch in geringerer Dosis können sie bei den kleinen Patienten Schäden anrichten", warnt Garke. Eltern sollten deshalb stets den Rat eines Apothekers oder Arztes einholen.

In jeder Apotheke lösen Eltern pro Jahr durchschnittlich 1.350 Rezepte von Kinderärzten ein. "Der schnelle Service aus der Apotheke vor Ort ist für Kinder besonders wichtig", sagt Garke. Allein im Jahr 2008 verordneten Kinderärzte bundesweit rund 900.000 individuell in der Apotheke anzufertigende Rezepturen.
Autor: nnz

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