nnz-online

Schlankheitspillen mit Todesfolge

Montag, 16. September 2002, 18:53 Uhr
Nordhausen (nnz). In Deutschland wird vor Schlankheitspillen gewarnt. Eine entsprechende Meldung übermittelte Apotheker Christian Worbes aus Heringen der nnz.


Das hessische Sozialministerium hat vor chinesischen Schlankheitspillen aus dem Internet gewarnt. In Japan seien nach der Einnahme Todesfälle und schwerwiegende Leberschäden aufgetreten, berichtete das Ministerium am Montag in Wiesbaden unter Berufung auf eine Mitteilung der Europäischen Kommission. Trotz eines Rückrufes in Japan seien die Präparate weiterhin über das Internet zu haben. Die deutschen Behörden hätten auf den im Ausland sitzenden Anbieter keinen Zugriff, erklärte das Ministerium.

In den vermeintlich schlank machenden Pillen wurden
Schilddrüsenhormone und das in Deutschland wegen schwerer Nebenwirkungen nicht zugelassene Fenfluramin entdeckt, erklärte Hessens Sozialministerin Silke Lautenschläger (CDU). Sie
warnte in diesem Zusammenhang vor einem unkontrollierten Verkauf von Arzneimitteln über das Internet: "Der Kunde erfährt häufig weder, welche Inhaltsstoffe die Produkte enthalten und ob sie in Deutschland
zugelassen sind, noch etwas über deren Wirksamkeit und etwaige Nebenwirkungen." Viele Produkte würden zudem als scheinbar harmlose pflanzliche Arznei- oder Nahrungsergänzungsmittel vermarktet, seien es aber nicht.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de