Beschluß mit Fragezeichen
Montag, 16. September 2002, 15:51 Uhr
Nordhausen (nnz). Am Mittwoch werden sich die Nordhäuser Stadträte erneut mit dem Theater beschäftigen. Beschlossen werden soll ein Vertrag...
Dieser Vertrag sieht die weitere Unterstützung des Nordhäuser Musentempels durch das Land Thüringen bis zum Jahr 2008 vor. Es ist davon auszugehen, dass die Zuschüsse der Stadt Nordhausen gleich bleiben. Dabei sollen aber auch die Beschlüsse des Stadtrates vom 12. Juni dieses Jahres berücksichtigt werden. Das neue Konzept sieht nun folgendermaßen aus:
Das bisherige Drei-Sparten-Angebot soll erhalten werden, ein Kooperationsvertrag mit Rudolstadt/Saalfeld soll abgeschlossen werden. Hierbei geht es nach nnz-Informationen um den Austausch von Musiktheater- und Schauspielproduktionen. Das Kinder- und Jugendtheater soll gemeinsam mit einer kleinen Schauspielgruppe erhalten werden.
Nun zu den vorgesehenen Einsparungen: Das Loh-Orchester soll den C-Status erhalten, weil dadurch keine Gehaltssteigerungen für Orchester und Chor in den nächsten zwei Jahren vorgenommen werden müssen, gleichzeitig sollen Vorruhestandsregelungen durchgesetzt werden. Das Orchester soll auf eine Musikerzahl von 53, höchstens 54 zurückgefahren werden. Zehn bis zwölf Stellen werden im hilfskünstlerischen und technischen Bereich gestrichen, sieben Stellen im Schauspiel.
Neben der Kooperation mit Rudolstadt sollen weitere Möglichkeiten einer Zusammenarbeit ausgelotet werden, der Abschluß eines Haustarifvertrages wird abgelehnt. Das wiederum verstehen Theater-Kenner nicht. Sie gehen davon aus, dass ein Haustarifvertrag die Voraussetzung für ein Überleben des Hauses bis zum Jahr 2008 gewähren wird. Ohne Haustarif würden vielleicht schon im Jahr 2006 die Lichter ausgehen. Wie die nnz erfuhr, solle jedoch eine Reserve für weitere Verhandlungen geschaffen werden. Gleichzeitig soll nach einem Intendantenwechsel die Möglichkeit eines neuen Profils für das Theater eingeräumt werden.
Ob während der Stadtratssitzung am Mittwoch auch die Arbeit des jetzigen Beraters Thomas Bayer zur Sprache kommen wird, sei dahingestellt. In einem Beschluß des Nordhäuser Stadtrates ist unter Punkt 8 die kurzfristige Erhöhung der Finanzmittel zur Erarbeitung eines Konzeptes... festgeschrieben. Ob sich die Stadträte daran noch erinnern können, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden. Aber in diesem Beschluß wird unter Punkt 10 auch die sofortige Beurlaubung von Intendantin und Verwaltungsdirektor gefordert.
Autor: nnzDieser Vertrag sieht die weitere Unterstützung des Nordhäuser Musentempels durch das Land Thüringen bis zum Jahr 2008 vor. Es ist davon auszugehen, dass die Zuschüsse der Stadt Nordhausen gleich bleiben. Dabei sollen aber auch die Beschlüsse des Stadtrates vom 12. Juni dieses Jahres berücksichtigt werden. Das neue Konzept sieht nun folgendermaßen aus:
Das bisherige Drei-Sparten-Angebot soll erhalten werden, ein Kooperationsvertrag mit Rudolstadt/Saalfeld soll abgeschlossen werden. Hierbei geht es nach nnz-Informationen um den Austausch von Musiktheater- und Schauspielproduktionen. Das Kinder- und Jugendtheater soll gemeinsam mit einer kleinen Schauspielgruppe erhalten werden.
Nun zu den vorgesehenen Einsparungen: Das Loh-Orchester soll den C-Status erhalten, weil dadurch keine Gehaltssteigerungen für Orchester und Chor in den nächsten zwei Jahren vorgenommen werden müssen, gleichzeitig sollen Vorruhestandsregelungen durchgesetzt werden. Das Orchester soll auf eine Musikerzahl von 53, höchstens 54 zurückgefahren werden. Zehn bis zwölf Stellen werden im hilfskünstlerischen und technischen Bereich gestrichen, sieben Stellen im Schauspiel.
Neben der Kooperation mit Rudolstadt sollen weitere Möglichkeiten einer Zusammenarbeit ausgelotet werden, der Abschluß eines Haustarifvertrages wird abgelehnt. Das wiederum verstehen Theater-Kenner nicht. Sie gehen davon aus, dass ein Haustarifvertrag die Voraussetzung für ein Überleben des Hauses bis zum Jahr 2008 gewähren wird. Ohne Haustarif würden vielleicht schon im Jahr 2006 die Lichter ausgehen. Wie die nnz erfuhr, solle jedoch eine Reserve für weitere Verhandlungen geschaffen werden. Gleichzeitig soll nach einem Intendantenwechsel die Möglichkeit eines neuen Profils für das Theater eingeräumt werden.
Ob während der Stadtratssitzung am Mittwoch auch die Arbeit des jetzigen Beraters Thomas Bayer zur Sprache kommen wird, sei dahingestellt. In einem Beschluß des Nordhäuser Stadtrates ist unter Punkt 8 die kurzfristige Erhöhung der Finanzmittel zur Erarbeitung eines Konzeptes... festgeschrieben. Ob sich die Stadträte daran noch erinnern können, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden. Aber in diesem Beschluß wird unter Punkt 10 auch die sofortige Beurlaubung von Intendantin und Verwaltungsdirektor gefordert.
