Paukenschlag im Wahlausschuss
Dienstag, 09. Juni 2009, 18:48 Uhr
Alles hat ein Ende, selbst die Europa- und Kommunalwahlen im Landkreis Nordhausen. Das letzte politische Wort hatte heute der Kreiswahlausschuss, der zugleich auch als Europawahlausschuss fungierte. Aber: War es tatsächlich das letzte Wort?
Da war die Welt noch in Ordnung. Die Unterlagen zur Europawahl wurden unterschrieben
Nach dem Absegnen des Ergebnisses der Europawahlen war dann das Prozedere für den kommunalen Part an der Reihe. Zuerst einmal aber wurden einige der Ausschussmitglieder per Handschlag durch Wahlleiterin Jutta Krauth verpflichtet.
Und dann wurde es richtig dramatisch. Es fängt mit den so genannten Schnellmeldungen an, die korrekterweise in der Wahlnacht Richtung Landeswahlleiter weitergegeben wurden. Das Resultat ist das vorläufige Endergebnis. Dort jedoch hatte sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Das Wahlergebnis ist falsch, es gibt eine Differenz zwischen dem vorläufigen und dem endgültigen Ergebnis. Fazit: Die LINKE verliert einen Sitz, die NPD gewinnt einen hinzu.
Hinzu kamen viele Fehler in den einzelnen Stimmbezirken. Jutta Krauth: Es gab kein Wahlbüro ohne Fehler. Allerdings waren es kleine Fehler, die zu beheben sind. Vor allem im Bereich der Goldenen Aue gab es Probleme, hier seien die Unzulänglichkeiten am stärksten gewesen. In Görsbach wurden schlicht und ergreifend die 64 NPD-Stimmen nicht erfasst.
Die VG Goldene Aue hat am schlampigsten gearbeitet, resümiert Krauth. So seien teilweise nur Kopien abgegeben worden. Selbst bei den Nordhäusern wurden Unterschriften auf Zähllisten in sechs Stimmbezirken vergessen,
Ob da in der Goldenen Aue, konkret in Görsbach, höhere Welten mit im Spiel waren, kann nicht belegt werden. Jedenfalls soll ein Blitzschlag die Eingabe und Übermittlung der Daten verhindert haben. Ein Vertreter der LINKE stellte den Antrag auf Nachzählung aller Stimmzettel, vor allem, weil jetzt die NPD profitiert. Er machte darüber hinaus aufmerksam, dass es Fehler gegeben habe, die heute in der nnz schon diskutiert wurden. Weiterhin sei einem Bürger das Wählen verwehrt worden.
Hier die Übersicht der Stimmen für die Parteien
Und so begann nun eine lange Prozedur der Überprüfung der einzelnen Reviere, sprich Einheitsgemeinden und Verwaltungsgemeinschaften. Die Sitzung dauert zur Zeit noch an, die nnz wird Sie, liebe Leser, noch heute über das Ergebnis informieren.
Autor: nnzDa war die Welt noch in Ordnung. Die Unterlagen zur Europawahl wurden unterschrieben
Nach dem Absegnen des Ergebnisses der Europawahlen war dann das Prozedere für den kommunalen Part an der Reihe. Zuerst einmal aber wurden einige der Ausschussmitglieder per Handschlag durch Wahlleiterin Jutta Krauth verpflichtet.
Und dann wurde es richtig dramatisch. Es fängt mit den so genannten Schnellmeldungen an, die korrekterweise in der Wahlnacht Richtung Landeswahlleiter weitergegeben wurden. Das Resultat ist das vorläufige Endergebnis. Dort jedoch hatte sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Das Wahlergebnis ist falsch, es gibt eine Differenz zwischen dem vorläufigen und dem endgültigen Ergebnis. Fazit: Die LINKE verliert einen Sitz, die NPD gewinnt einen hinzu.
Hinzu kamen viele Fehler in den einzelnen Stimmbezirken. Jutta Krauth: Es gab kein Wahlbüro ohne Fehler. Allerdings waren es kleine Fehler, die zu beheben sind. Vor allem im Bereich der Goldenen Aue gab es Probleme, hier seien die Unzulänglichkeiten am stärksten gewesen. In Görsbach wurden schlicht und ergreifend die 64 NPD-Stimmen nicht erfasst.
Die VG Goldene Aue hat am schlampigsten gearbeitet, resümiert Krauth. So seien teilweise nur Kopien abgegeben worden. Selbst bei den Nordhäusern wurden Unterschriften auf Zähllisten in sechs Stimmbezirken vergessen,
Ob da in der Goldenen Aue, konkret in Görsbach, höhere Welten mit im Spiel waren, kann nicht belegt werden. Jedenfalls soll ein Blitzschlag die Eingabe und Übermittlung der Daten verhindert haben. Ein Vertreter der LINKE stellte den Antrag auf Nachzählung aller Stimmzettel, vor allem, weil jetzt die NPD profitiert. Er machte darüber hinaus aufmerksam, dass es Fehler gegeben habe, die heute in der nnz schon diskutiert wurden. Weiterhin sei einem Bürger das Wählen verwehrt worden.
Hier die Übersicht der Stimmen für die Parteien
| Partei | Endgültig | Vorläufig |
| CDU | 32465 | 32476 |
| LINKE | 28455 | 28455 |
| SPD | 31845 | 31836 |
| FDP | 10808 | 10730 |
| B90/Grüne | 7016 | 6920 |
| NPD | 3640 | 3566 |
Und so begann nun eine lange Prozedur der Überprüfung der einzelnen Reviere, sprich Einheitsgemeinden und Verwaltungsgemeinschaften. Die Sitzung dauert zur Zeit noch an, die nnz wird Sie, liebe Leser, noch heute über das Ergebnis informieren.

