Audi bei Knackern hoch im Kurs
Samstag, 14. September 2002, 13:01 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Moderator der Morgensendung eines Thüringer Radiosenders machte jüngst seine Hörer mit dem Umstand vertraut, dass sein Auto in der Nacht zuvor gestohlen wurde. Ein aktueller Anlass, sich mit der gerade veröffentlichten Diebstahls-Statistik von Kraftfahrzeugen zu befassen.
Der Moderator ließ seine Hörer gehörig mit leiden. Er vermittelte aber auch durch Interviews mit Polizei und Versicherung Vorstellungen über die notwendig werdenden Maßnahmen im Falle eines solchen Diebstahls. Der Mann hat auf jeden Fall großes Pech gehabt angesichts der Tatsache, dass die Autodiebstähle im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1990 gesunken sind. Und diese Tendenz offenbar anhält. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin gerade mitteilte, wurden im vergangenen Jahr 37 549 kaskoversicherte Personenwagen als gestohlen gemeldet. Das sind 11,8 Prozent weniger als im Jahr 2000. Als Hauptgrund für den stetigen Rückgang - 1993 registrierten die Versicherer noch 105 000 Pkw-Diebstähle - gilt die verbesserte Sicherheitstechnik. Trotzdem nicht immer ganz zuverlässig, wie der vorerwähnte Moderator einsehen musste.
Gebeutelt wurden 2001 vor allem Audi-Besitzer: Während die Diebstahlrate bei allen anderen Fabrikaten zurückging, wurden dem Verband zufolge 2,5 Prozent mehr Audis gestohlen (insgesamt 5810 Stück) - obwohl der Marktanteil deutlich sank. Die Diebesbanden hatten sich 2001 offenbar auf Audis spezialisiert, weil die damals leichter zu knacken waren erklärte ein Sprecher des Verbandes. Weiterhin im Trend lagen Geländewagen. Hier hätten die Diebe alles genommen, was sie kriegen konnten: neben Toyota auch Isuzu, BMW, Mercedes und Nissan, erklärte der GDV. Nur keine Subaru: Mit einer Diebesrate von 0,2 von 1000 versicherten Autos werde keine Marke seltener geklaut.
Beliebtestes Modell bei den Dieben war erneut der Toyota Landcruiser J10 (mit 31 gestohlenen pro 1000 versicherten Fahrzeugen.) Die Durchschnittsentschädigung habe 40 188 Euro betragen, erklärte die Versicherungswirtschaft. Unter den Ländern weise Berlin - mit einer Rate von 4,6 pro 1000 - immer noch die höchste Diebstahlrate auf, gefolgt von Hamburg (3,9). Das Risiko, in Berlin Opfer eines Autodiebstahls zu werden, sei elf Mal so hoch wie im Regierungsbezirk Schwaben, der bundesweit das geringste Risiko aufweise. Hamburg meldete mit einem Plus von 1,6 Prozent als einziges Bundesland steigende Zahlen.
Einen neuen Trend hat die Versicherungswirtschaft in den Großstädten an Rhein und Ruhr ausgemacht: das so genannte Home-Jacking, den Einbruch in Häuser, um an Schlüssel und Papiere hochwertiger Fahrzeuge zu kommen und diese dann zu stehlen. Seither seien allein in Köln und Düsseldorf über 400 Diebstähle dieser Art registriert worden, berichtete der Verband. Alles in allem könnte also dem MDR-Moderator - falls sein Auto nicht wiedergefunden wird - nur empfohlen werden, sich einen Subaru zuzulegen oder ins Land der Schwaben umzusiedeln. Oder aber beides zu tun.
Autor: nnzDer Moderator ließ seine Hörer gehörig mit leiden. Er vermittelte aber auch durch Interviews mit Polizei und Versicherung Vorstellungen über die notwendig werdenden Maßnahmen im Falle eines solchen Diebstahls. Der Mann hat auf jeden Fall großes Pech gehabt angesichts der Tatsache, dass die Autodiebstähle im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1990 gesunken sind. Und diese Tendenz offenbar anhält. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin gerade mitteilte, wurden im vergangenen Jahr 37 549 kaskoversicherte Personenwagen als gestohlen gemeldet. Das sind 11,8 Prozent weniger als im Jahr 2000. Als Hauptgrund für den stetigen Rückgang - 1993 registrierten die Versicherer noch 105 000 Pkw-Diebstähle - gilt die verbesserte Sicherheitstechnik. Trotzdem nicht immer ganz zuverlässig, wie der vorerwähnte Moderator einsehen musste.
Gebeutelt wurden 2001 vor allem Audi-Besitzer: Während die Diebstahlrate bei allen anderen Fabrikaten zurückging, wurden dem Verband zufolge 2,5 Prozent mehr Audis gestohlen (insgesamt 5810 Stück) - obwohl der Marktanteil deutlich sank. Die Diebesbanden hatten sich 2001 offenbar auf Audis spezialisiert, weil die damals leichter zu knacken waren erklärte ein Sprecher des Verbandes. Weiterhin im Trend lagen Geländewagen. Hier hätten die Diebe alles genommen, was sie kriegen konnten: neben Toyota auch Isuzu, BMW, Mercedes und Nissan, erklärte der GDV. Nur keine Subaru: Mit einer Diebesrate von 0,2 von 1000 versicherten Autos werde keine Marke seltener geklaut.
Beliebtestes Modell bei den Dieben war erneut der Toyota Landcruiser J10 (mit 31 gestohlenen pro 1000 versicherten Fahrzeugen.) Die Durchschnittsentschädigung habe 40 188 Euro betragen, erklärte die Versicherungswirtschaft. Unter den Ländern weise Berlin - mit einer Rate von 4,6 pro 1000 - immer noch die höchste Diebstahlrate auf, gefolgt von Hamburg (3,9). Das Risiko, in Berlin Opfer eines Autodiebstahls zu werden, sei elf Mal so hoch wie im Regierungsbezirk Schwaben, der bundesweit das geringste Risiko aufweise. Hamburg meldete mit einem Plus von 1,6 Prozent als einziges Bundesland steigende Zahlen.
Einen neuen Trend hat die Versicherungswirtschaft in den Großstädten an Rhein und Ruhr ausgemacht: das so genannte Home-Jacking, den Einbruch in Häuser, um an Schlüssel und Papiere hochwertiger Fahrzeuge zu kommen und diese dann zu stehlen. Seither seien allein in Köln und Düsseldorf über 400 Diebstähle dieser Art registriert worden, berichtete der Verband. Alles in allem könnte also dem MDR-Moderator - falls sein Auto nicht wiedergefunden wird - nur empfohlen werden, sich einen Subaru zuzulegen oder ins Land der Schwaben umzusiedeln. Oder aber beides zu tun.
