Wacker spielt auf dem Göldner
Donnerstag, 04. Juni 2009, 07:01 Uhr
Der letzte Sieg des FSV Wacker 90 Nordhausen über den BSV Eintracht Sondershausen auf dem Göldner liegt mittlerweile drei Jahre zurück. Im Mai 2006 siegten die Nordhäuser dort mit 4:2. Nun kommt es zur achten Begegnung um Punkte in der Thüringenliga und auf die blickt in der nnz Klaus Verkouter...
Drei Nordhäuser Erfolgen stehen in der Landesliga je zwei Niederlagen und Unentschieden gegenüber. Im Hinspiel im Albert-Kuntz-Sportpark trennten sich beide Vertretungen 1:1. Erschreckend ruhig geht es in beider Umfeld vor dem Spiel am Sonnabend um 15 Uhr zu. Liegt es etwa daran, dass der Zug nach vorn ohne die Nordthüringer abgefahren ist? Noch im November ging es zumindest in den Vereinsforen und der Presse heiß her.
Seit der Saison 2000/2001 lagen die Sondershäuser in den Abschlusstabellen stets vor Wacker. In diesem Spieljahr konnten die Blau-Weißen erstmals wieder den Spieß umdrehen, unabhängig vom Ausgang der kommenden Partie. Während die Nordhäuser in den letzten Wochen aus bekannten Gründen oft nicht mehr den erfolgreichen Fußball der ersten Halbserie abrufen konnten, befindet sich Eintracht nach einer unverständlichen Flaute, gemessen am Potenzial, wieder im Aufwind.
Sondershausen gewann die letzten drei Spiele – in Schmölln 1:0 und in Steinach 2:1 sowie gegen Heiligenstadt 3:0. Wackers Bilanz sieht bescheidener aus: in Schlotheim 3:3, gegen Borsch 2:1, in Heiligenstadt 0:1. Aus diesen Ergebnissen und aus dem Heimvorteil unbedingt Schlüsse zu ziehen, ist beim Derbycharakter mit äußerster Vorsicht zu genießen. Eins steht aber fest, Eintracht will trotz einiger Turbulenzen im Umfeld des Vereins zeigen, dass der Abstand zu Wacker nur im aktuellen Punktestand deutlich ist.
Der FSV Wacker 90 dagegen möchte im wohl schwersten Auswärtsspiel der Saison beweisen, dass der dritte Platz in der Endabrechnung verdient ist und in diesem Spieljahr Fortschritte erzielt wurden. Seit dem damaligen 4:2-Auswärtserfolg hat sich das Gesicht der Mannschaft verändert. Sieben Wackerspieler von 2006 werden nicht mehr auflaufen. Wie sieht die Elf am Sonnabend aus? Viele Alternativen wird es nicht geben.
Für die Offensivabteilung gab es trotz des Auslassens vieler Chancen in letzter Zeit auch Lichtblicke: Lars Pohl hatte nach seiner langen Krankheit schon im ersten Spiel, das er von Beginn an bestritt, sein Torerfolgserlebnis, das ein Stürmer braucht, um zu Sicherheit zu gelangen. Torsten Klaus kann noch Elfmeter und Freistöße verwandeln und Hauke Lattmann traf nicht nur die Querbalken, sondern auch ins gegnerische Netz.
Das läuferisch und spielerisch starke Mittelfeld um Alexander Töpfer, Steven Ebert und Sven Pistorius war in der Lage, für den Angriff viele Torchancen vorzubereiten, aber auch defensiv gut zu arbeiten. Leider fehlen noch die Steinberg-Zwillinge und Stefan Hoffmann. Die Abwehr sollte mit der Rückkehr von Daniel Wiegleb ebenfalls an Sicherheit gewinnen. Mit Marcus Vopel haben die erfahrenen René Taute und Sebastian Elle gute Verstärkung erhalten. Und Lars Greschke dürften die Fernschusstore der letzten Wochen eher motivieren als verunsichern.
Trainer Burkhard Venth ist froh, dass sein geheimes Ziel, die 50-Punkte-Marke, in Schlotheim geknackt wurde. Etwas wehmütiger stellt er fest: Mehr als der dritte Tabellenplatz ging in den letzten Wochen einfach nicht. Leider war zum Saisonende durch Verletzungen und Krankheiten nicht mehr möglich. Für einige Spieler ist die Saison schon erledigt, da nichts mehr nach unten bzw. nach oben geht. Da ist es recht schwierig, sich noch mal zu motivieren und das Letzte aus sich rauszukitzeln. Lassen wir uns überraschen, hoffentlich positiv.
Das erhoffen wir auch von der zweiten Wacker-Vertretung. Nach acht sieglosen Spielen wurde die Mannschaft bis auf den achten Platz durchgereicht. Am Sonntag geht es erneut im Albert-Kuntz-Sportpark um 14.30 Uhr um Punkte, dieses Mal gegen Glückauf Bleicherode. Die Elf muss nun beweisen, dass das Argument Platz nicht mehr zählen kann.
Klaus Verkouter
Autor: nnzDrei Nordhäuser Erfolgen stehen in der Landesliga je zwei Niederlagen und Unentschieden gegenüber. Im Hinspiel im Albert-Kuntz-Sportpark trennten sich beide Vertretungen 1:1. Erschreckend ruhig geht es in beider Umfeld vor dem Spiel am Sonnabend um 15 Uhr zu. Liegt es etwa daran, dass der Zug nach vorn ohne die Nordthüringer abgefahren ist? Noch im November ging es zumindest in den Vereinsforen und der Presse heiß her.
Seit der Saison 2000/2001 lagen die Sondershäuser in den Abschlusstabellen stets vor Wacker. In diesem Spieljahr konnten die Blau-Weißen erstmals wieder den Spieß umdrehen, unabhängig vom Ausgang der kommenden Partie. Während die Nordhäuser in den letzten Wochen aus bekannten Gründen oft nicht mehr den erfolgreichen Fußball der ersten Halbserie abrufen konnten, befindet sich Eintracht nach einer unverständlichen Flaute, gemessen am Potenzial, wieder im Aufwind.
Sondershausen gewann die letzten drei Spiele – in Schmölln 1:0 und in Steinach 2:1 sowie gegen Heiligenstadt 3:0. Wackers Bilanz sieht bescheidener aus: in Schlotheim 3:3, gegen Borsch 2:1, in Heiligenstadt 0:1. Aus diesen Ergebnissen und aus dem Heimvorteil unbedingt Schlüsse zu ziehen, ist beim Derbycharakter mit äußerster Vorsicht zu genießen. Eins steht aber fest, Eintracht will trotz einiger Turbulenzen im Umfeld des Vereins zeigen, dass der Abstand zu Wacker nur im aktuellen Punktestand deutlich ist.
Der FSV Wacker 90 dagegen möchte im wohl schwersten Auswärtsspiel der Saison beweisen, dass der dritte Platz in der Endabrechnung verdient ist und in diesem Spieljahr Fortschritte erzielt wurden. Seit dem damaligen 4:2-Auswärtserfolg hat sich das Gesicht der Mannschaft verändert. Sieben Wackerspieler von 2006 werden nicht mehr auflaufen. Wie sieht die Elf am Sonnabend aus? Viele Alternativen wird es nicht geben.
Für die Offensivabteilung gab es trotz des Auslassens vieler Chancen in letzter Zeit auch Lichtblicke: Lars Pohl hatte nach seiner langen Krankheit schon im ersten Spiel, das er von Beginn an bestritt, sein Torerfolgserlebnis, das ein Stürmer braucht, um zu Sicherheit zu gelangen. Torsten Klaus kann noch Elfmeter und Freistöße verwandeln und Hauke Lattmann traf nicht nur die Querbalken, sondern auch ins gegnerische Netz.
Das läuferisch und spielerisch starke Mittelfeld um Alexander Töpfer, Steven Ebert und Sven Pistorius war in der Lage, für den Angriff viele Torchancen vorzubereiten, aber auch defensiv gut zu arbeiten. Leider fehlen noch die Steinberg-Zwillinge und Stefan Hoffmann. Die Abwehr sollte mit der Rückkehr von Daniel Wiegleb ebenfalls an Sicherheit gewinnen. Mit Marcus Vopel haben die erfahrenen René Taute und Sebastian Elle gute Verstärkung erhalten. Und Lars Greschke dürften die Fernschusstore der letzten Wochen eher motivieren als verunsichern.
Trainer Burkhard Venth ist froh, dass sein geheimes Ziel, die 50-Punkte-Marke, in Schlotheim geknackt wurde. Etwas wehmütiger stellt er fest: Mehr als der dritte Tabellenplatz ging in den letzten Wochen einfach nicht. Leider war zum Saisonende durch Verletzungen und Krankheiten nicht mehr möglich. Für einige Spieler ist die Saison schon erledigt, da nichts mehr nach unten bzw. nach oben geht. Da ist es recht schwierig, sich noch mal zu motivieren und das Letzte aus sich rauszukitzeln. Lassen wir uns überraschen, hoffentlich positiv.
Das erhoffen wir auch von der zweiten Wacker-Vertretung. Nach acht sieglosen Spielen wurde die Mannschaft bis auf den achten Platz durchgereicht. Am Sonntag geht es erneut im Albert-Kuntz-Sportpark um 14.30 Uhr um Punkte, dieses Mal gegen Glückauf Bleicherode. Die Elf muss nun beweisen, dass das Argument Platz nicht mehr zählen kann.
Klaus Verkouter

