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Konjunkturpaket in Harzungen

Donnerstag, 28. Mai 2009, 11:15 Uhr
harzungen (Foto: harzungen) harzungen (Foto: harzungen)
Wenn es im Landkreis oder in der Stadt Nordhausen um Millionen Euro beim Konjunkturpaket II geht, dann werden in den kleinen Orten des Südharzes wesentlich kleinere „Brötchen gebacken“. Brigitte Rothgaenger, die Bürgermeisterin von Harzungen, ist trotzdem zufrieden: „Mit dem zusätzlichen Geld können wir unser Dorfgemeinschaftshaus energetisch weiter auf Vordermann bringen. Neue Türen soll das Gebäude erhalten und wenn was übrig bleibt, dann können wir vielleicht auch einige Fenster austauschen“.

Rund 6.700 Euro sind das insgesamt, 1.600 Euro beträgt der Eigenanteil der Gemeinde mit ihren 250 Einwohnern. Das Geld für die Bildung innerhalb des Konjunkturpaketes haben die Harzunger an den Kindergartenstandort Neustadt weitergereicht, damit dort investiert werden könne.

„Wir wohnen, wo andere Urlaub machen“, sagt Brigitte Rothgaenger und verweist auf die herrliche Umgebung, mitten im Südharz. Dieser Standortvorteil ist nicht nur ein subjektiver Eindruck schlechthin, er ist belegbar. Seit vielen Jahren ist die Einwohnerzahl konstant geblieben. „Es gibt in Harzungen kein leerstehendes Haus. Wenn ein Haus leer wird, dann dauert es nicht lange und die neuen Besitzer ziehen ein. Viele junge Leute konnte ich so in den zurückliegenden Jahren begrüßen“.

Auch die Infrastruktur stimmt. In etwa zwei Wochen wird die grundhafte Sanierung des „Neuen Weges“ abgeschlossen. Insgesamt kostet die Baumaßnahme rund 70.000 Euro, aus der Gemeindekasse sind 15.000 Euro zu zahlen. Dann sind alle Straßen im Ort saniert. Die Dorfstraße ist bitumiert, alle anderen Straßen sind gepflastert. Der Weg, der unmittelbar hinter dem Ortseingang (von Niedersachswerfen kommend) in ein kleines Gewerbegebiet führt, soll auch noch in diesem Jahr saniert werden, so die Hoffnung der Bürgermeisterin. Das ehemalige Gebäude der Feuerwehr könnte 2009 ebenfalls aufgepeppt werden, hierzu sind Fördergelder über das LEADER-Programm beantragt worden.

Und überhaupt die Freiwillige Feuerwehr. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt, wenn es um das gemeinsame Leben in einem so kleinen Dorf geht. Gemeinsam wird jährlich das Dorf- und Feuerwehrfest durchgeführt. An der Vorbereitung ist fast der gesamte Ort beteiligt. Ohne die ehrenamtliche Arbeit gäbe es nicht viel. „Aber gerade dieser Zusammenhalt der Menschen untereinander“, da ist sich Brigitte Rothgaener sicher, „macht das Leben in einem so kleinen Dorf erst lebenswert.“
Autor: nnz

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