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Zwei Nachholer für Wackerteams

Donnerstag, 28. Mai 2009, 07:03 Uhr
Endlich – kurz vor Saisonende – kann die erste Begegnung der Rückrunde, SSV 07 Schlotheim gegen FSV Wacker 90 Nordhausen, als Nachholspiel über die Bühne gehen und allmählich die Tabelle der Thüringenliga weiter begradigt werden.

Bild aus dem Hinspiel in Nordhausen (Foto: Archiv Verkouter) Bild aus dem Hinspiel in Nordhausen (Foto: Archiv Verkouter)

Schlotheims Saison-Zielstellung lautete schlicht und einfach wie im Jahr zuvor: Klassenerhalt. "Es wird so sein, wie in der letzten Saison. Alle zählen Schlotheim zu den ersten Abstiegskandidaten. Das kann uns nur recht sein und motiviert genug", sah Trainer Harald Fritz im August der neuen Spielserie relativ gelassen entgegen.

Diese Prognose erwies sich als richtig, obwohl die Mannschaft beim Saisonauftakt in Nordhausen nicht wie ein potenzieller Abstiegskandidat wirkte. Beim 1:1 im Albert-Kuntz-Sportpark holte sie sich einen Punkt und Wacker nach einer guten Vorbereitungsphase auf den Boden der Realität zurück, obwohl die Einheimischen genügend Chancen auf einen deutlichen Sieg hatten.

Damit ging der FSV Wacker erstmals in einem Pflichtspiel gegen die Seilerstädter nicht als Sieger vom Platz und muss nun am Sonnabend ab 15 Uhr im Auswärtsspiel alles daransetzen, dass die positive Bilanz Bestand hat. Der SSV 07 konnte seine letzten drei Spiele gewinnen (6:0 in Weida, 1:0 gegen Ilmenau, 3:1 in Gera Süd). Auch Spitzenreiter SCHOTT Jena hatte Anfang Mai Schwerstarbeit zu leisten, um mit einem knappen 1:0-Erfolg in die Zeiss-Stadt zurückzukehren.

Wie unbequem die Schlotheimer sein können, hat nicht nur Wacker am 1. Spieltag zu spüren bekommen, sondern unlängst auch Sondershausen, das klar mit 0:3 unterlag. Der Kampf gegen den noch möglichen Abstieg, falls der FC Rot-Weiß Erfurt II die Oberliga nicht halten sollte, kann Berge versetzen. Wacker muss vor allem konzentriert spielen und die erarbeiteten Chancen verwerten, also anders auftreten als in Heiligenstadt.

Torhüter Lars Greschke sieht das Spiel in Schlotheim so: „Wir haben noch eine Rechnung offen. Wenn man nach drückender Überlegenheit im Heimspiel nur ein 1:1 erreicht, gibt das Motivation für das Rückspiel. Außerdem sollte jeder in der Mannschaft die Chance wahrnehmen, sich für das Spiel in Sondershausen eine Woche später zu empfehlen. Im Training herrscht eine Top-Stimmung und die nötige Spannung ist noch da, obwohl der dritte Platz schon sicher ist.“

Kapitän Sven Pistorius ergänzte im Gespräch: „Vielleicht rückt Lars Pohl nach langer Pause als zweiter Stürmer neben Torsten Klaus wieder in die Anfangsformation. Auch Marcus Vopel, der sich gut entwickelte, dürfte von Beginn an spielen. Unser neues internes Ziel lautet jetzt, dass wir unseren bisher besten Thüringenliga-Punktestand von 2005/2006 überbieten wollen. Damals erreichten wir 51 Punkte. Jetzt sind es drei Spieltage vor dem Saisonfinale schon 49. Das wollen wir auf alle Fälle überbieten, vielleicht schon bei den kampfstarken Schlotheimern.“

Auch die zweite Wackervertretung bestreitet ein Nachholspiel und empfängt bereits am Freitag um 18.30 Uhr die LSG Blau-Weiß Großwechsungen, eventuell auf dem neuen Kunstrasenplatz im Albert-Kuntz-Sportpark.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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