nnz-Forum: Zerriss
Montag, 25. Mai 2009, 14:51 Uhr
Die nnz und die Kommentarfunktion. Sie gibt immer wieder Anlass für Gedanken und Meinungen. Die Kommentatoren bewegen auch einen nnz-Leser...
Wer sich mit Klarnamen als Autor in der Öffentlichkeit dieser Zeitung präsentiert, muss sich auch im Klaren darüber sein, dass er sich unter Umständen für andere zur Zielscheibe macht. Das ist soweit in Ordnung. Wer hierfür zu zimperlich ist und das nicht verträgt, muss es ja nicht tun.
Mittlerweile hat sich allerdings über die Kommentarfunktion der nnz eine Art Schattenzeitung etabliert. Die ist zwar basisdemokratisch und manchmal amüsant zu lesen. Auch hat die Redaktion nach anfänglichen Problemen mit der rechtsradikalen Szene die Sache rechtlich im Griff.
Aber das Niveau scheint mir zunehmend mehr als bedenklich. Damit meine ich nicht einmal den teilweise abenteuerlichen Gebrauch von Rechtschreibung oder Grammatik. Die diesbezüglichen Experten wissen schon, wer gemeint ist. Wenn ich der deutschen Sprache nicht besonders gut mächtig sein sollte, ist das keine Schande. Meistens jedenfalls nicht.
Wenn ich diese eindeutige Schwäche allerdings als vermeintliche Größe ausgebe (Gefundene Fehler dürfen großzügig behalten werden.), zeugt das von schnoddriger Missachtung meines Nächsten und fehlender Bereitschaft, an mir selbst etwas zu verändern. Oder, was halten Sie beispielsweise von Kollegen, die ständig penetrant nach Schweiß riechend am Arbeitsplatz auftauchen und, wenn sie darauf diskret hingewiesen werden, antworten, dass das niemanden etwas anginge und der gerochenen Gestank gerne behalten werden könnte? Von Politikern, die solcherart auftreten, sollte man besser die Finger und das Wahlkreuzchen lassen.
Es gibt bei den nnz-Kommentaren viele inhaltlich durchdachte Beiträge. Ich erwähne nach meinem Geschmack hier mal Blogger wie Hubertus oder Dubtschekisto. Ich muss mit denen nicht einverstanden sein, bin es auch selten. Aber ich kann mich, ohne gleich die Galle über ein RTL-DSDS-Niveau zu bekommen, an ihren Meinungen reiben. Und das weiter tragen.
Das macht Dialog aus. Man spricht miteinander und übereinander, kritisch und durchaus von gegnerischen Positionen aus. Aber man spricht, sein Gegenüber achtend, in seiner Person und seinen Ansichten. Das kann durchaus scharf, auch polemisch, ja vernichtend sein. Aber es sollte immer um die Auseinandersetzung von Meinungen gehen. Ich schließe mich der Ansicht des Bloggers Burning_Moped an, dass in den nnz-Kommentaren zunehmend ... ein ungesundes Klima (herrscht), kann es sein das langsam Front gegen jeden gemacht wird und nur einige wenige noch sich erlauben dürfen ihre Meinung zu veröffentlichen. Einem offenen und offensiven Dialog von Meinungskontrahenten in dieser Zeitung ist ein solcher Zustand abträglich.
Nun, ich schiebe mal all das auf den Wahlkampf und hoffe, es handelt sich um eine vorübergehende Erscheinung.
Klaus-Uwe Koch, ein Liberaler aus Nordhausen
Wer sich mit Klarnamen als Autor in der Öffentlichkeit dieser Zeitung präsentiert, muss sich auch im Klaren darüber sein, dass er sich unter Umständen für andere zur Zielscheibe macht. Das ist soweit in Ordnung. Wer hierfür zu zimperlich ist und das nicht verträgt, muss es ja nicht tun.
Mittlerweile hat sich allerdings über die Kommentarfunktion der nnz eine Art Schattenzeitung etabliert. Die ist zwar basisdemokratisch und manchmal amüsant zu lesen. Auch hat die Redaktion nach anfänglichen Problemen mit der rechtsradikalen Szene die Sache rechtlich im Griff.
Aber das Niveau scheint mir zunehmend mehr als bedenklich. Damit meine ich nicht einmal den teilweise abenteuerlichen Gebrauch von Rechtschreibung oder Grammatik. Die diesbezüglichen Experten wissen schon, wer gemeint ist. Wenn ich der deutschen Sprache nicht besonders gut mächtig sein sollte, ist das keine Schande. Meistens jedenfalls nicht.
Wenn ich diese eindeutige Schwäche allerdings als vermeintliche Größe ausgebe (Gefundene Fehler dürfen großzügig behalten werden.), zeugt das von schnoddriger Missachtung meines Nächsten und fehlender Bereitschaft, an mir selbst etwas zu verändern. Oder, was halten Sie beispielsweise von Kollegen, die ständig penetrant nach Schweiß riechend am Arbeitsplatz auftauchen und, wenn sie darauf diskret hingewiesen werden, antworten, dass das niemanden etwas anginge und der gerochenen Gestank gerne behalten werden könnte? Von Politikern, die solcherart auftreten, sollte man besser die Finger und das Wahlkreuzchen lassen.
Es gibt bei den nnz-Kommentaren viele inhaltlich durchdachte Beiträge. Ich erwähne nach meinem Geschmack hier mal Blogger wie Hubertus oder Dubtschekisto. Ich muss mit denen nicht einverstanden sein, bin es auch selten. Aber ich kann mich, ohne gleich die Galle über ein RTL-DSDS-Niveau zu bekommen, an ihren Meinungen reiben. Und das weiter tragen.
Das macht Dialog aus. Man spricht miteinander und übereinander, kritisch und durchaus von gegnerischen Positionen aus. Aber man spricht, sein Gegenüber achtend, in seiner Person und seinen Ansichten. Das kann durchaus scharf, auch polemisch, ja vernichtend sein. Aber es sollte immer um die Auseinandersetzung von Meinungen gehen. Ich schließe mich der Ansicht des Bloggers Burning_Moped an, dass in den nnz-Kommentaren zunehmend ... ein ungesundes Klima (herrscht), kann es sein das langsam Front gegen jeden gemacht wird und nur einige wenige noch sich erlauben dürfen ihre Meinung zu veröffentlichen. Einem offenen und offensiven Dialog von Meinungskontrahenten in dieser Zeitung ist ein solcher Zustand abträglich.
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Klaus-Uwe Koch, ein Liberaler aus Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
