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Höhere Verschuldung droht

Montag, 25. Mai 2009, 13:13 Uhr
Die Schuldnerberatungsstelle der Arbeiterwohlfahrt befürchtet wegen der Abwrackprämie einen weiteren Anstieg der Überschuldung im Landkreis Nordhausen. Hier die Hintergründe dieser Befürchtung...


Das Angebot ist für viele so verlockend, dass oft nicht richtig nachgerechnet wird. Manche Autokäufer finanzieren den Fahrzeugkauf über Kreditangebote von Banken und Autohäusern. Dabei werden oft Raten vereinbart, die über viele Jahre hinweg laufen und gerade noch so finanzierbar sind. Passiert dann aber etwas, wie z. B. Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, Krankheit oder eine unvorhersehbare Ausgabe, fällt der ganze Plan wie ein Kartenhaus zusammen. Die Überschuldung droht.

Auch die Folgekosten eines Autos geraten oft völlig aus dem Blick. Schließlich müssen für finanzierte Neuwagen oft teure Vollkaskoversicherungen abgeschlossen werden.

Spätestens mit dem prognostizierten Anstieg der Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten wird wohl deshalb noch mehr Arbeit auf die AWO-Schuldnerberatung zukommen.

Es wird deshalb dringend geraten, trotz aller Euphorie über die Abwrackprämie und Rabattaktionen einen kühlen Kopf zu bewahren und genau nachzurechnen, ob man sich das neue Auto wirklich leisten kann. Wer einen Wagen auf Kredit finanziert, sollte die monatliche Belastung so wählen, dass zumindest kurzfristig immer noch ein Sicherheitspolster existiert.

Kredite bei Banken oder Autohäusern sollten hinsichtlich des Zinssatzes und der Flexibilität genau verglichen werden. Hilfestellung kann dazu auch bei der Verbraucherberatung in Anspruch genommen werden, ebenso beim Vergleich der Beiträge für die Kfz-Haftpflichtversicherung.

Die AWO-Schuldnerberatung bietet kurzfristig Hilfe bei der Berechnung von Haushaltsplänen an. Kontakte sind während der Telefonberatung immer dienstags von 9.00 bis 12.00 Uhr unter 036338-30024 und mittwochs von 13.00 bis 15.00 Uhr unter 03631-623916 möglich.
Autor: nnz

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