nnz-Doku: "Nordhäuser Erklärung"
Freitag, 06. September 2002, 16:34 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Fachtagung der Thüringer Regionalplaner ging heute in Nordhausen zu Ende. Innerhalb ihrer doku-Reihe veröffentlicht die nnz die verabschiedete Nordhäuser Erklärung.
Nordhäuser Erklärung
der Teilnehmer der 8. Thüringer Regionalplanertagung
am 5. und 6. September 2002 in Nordhausen
Die 8. Thüringer Regionalplanertagung hat unter dem Motto Flächen nutzen - Flächennutzen Impulse für eine nachhaltige Flächennutzung vermittelt. Die Teilnehmer dieser Tagung fordern alle Planungspartner im Land, in den Regionen und Kommunen, bei den Verbänden und Kammern, in Politik und Wirtschaft, in Wissenschaft und Praxis auf, das Prinzip der Nachhaltigkeit mit Leben zu erfüllen und auf einen ressourcenschonenden Umgang mit Flächen hinzuwirken.
Die Tagungsteilnehmer stimmen darin überein, dass
- die Flächeninanspruchnahme für neue Siedlungs-, Gewerbe-, und Infrastrukturentwicklung insgesamt verringert werden soll,
- Konversionsflächen und Gewerbe-, Industrie- und Siedlungsbrachen für eine sinnvolle Nachnutzung aufbereitet und dafür entsprechende Instrumentarien bzw. Fördermittel bereitgestellt werden müssen,
- der fachrechtlich erforderliche Ausgleich für Flächennutzungen als zusätzliche Flächeninanspruchnahme bei der Planung und Beurteilung von Vorhaben berücksichtigt werden muss,
- bei der Nutzung von Flächen Aspekte der Kulturlandschaft und des Bodenschutzes stärker berücksichtigt werden müssen,
- die Flächennutzung durch ein fachübergreifendes, ganzheitliches und nachhaltiges Flächenmanagement optimiert werden muss,
- die Innenbereichsentwicklung Vorrang vor der Außenbereichsentwicklung hat.
In ihrem jeweiligen Tätigkeitsfeld werden sich die Tagungsteilnehmer dafür einsetzen, dass Ziele für eine ressourcenschonende Siedlungsentwicklung und Flächennutzung festgelegt und verwirklicht werden.
Die Ansätze zur Verringerung der Flächeninanspruchnahme durch
- interkommunale Kooperation auch unter Einbeziehung Privater bei der Entwicklung von Gewerbe-, Handels-, Wohn-, Freizeit- und Gemeinbedarfsflächen (Einführung eines regionalen Flächenmanagements),
- regionale Ausgleichsflächenpools aus zu renaturierenden oder ökologisch sinnvoll aufzuwertenden oder zu sanierenden Flächenpotenzialen (Aufbau eines Katasters mit potenziellen Ausgleichsflächen),
- Minimierung des Flächenbedarfs, Optimierung von Flächennutzungen sowie Nutzungsüberlagerungen (Erarbeitung und Umsetzung integrierter Flächennutzungskonzepte),
- konsequente Nachnutzung bzw. Wiederaufbereitung von Flächen, die für andere Zwecke entbehrlich geworden sind (Verwirklichung eines konsequenten Brachflächenrecyclings) sollen unterstützt, fortentwickelt und verbreitert werden.
Autor: nnzNordhäuser Erklärung
der Teilnehmer der 8. Thüringer Regionalplanertagung
am 5. und 6. September 2002 in Nordhausen
Die 8. Thüringer Regionalplanertagung hat unter dem Motto Flächen nutzen - Flächennutzen Impulse für eine nachhaltige Flächennutzung vermittelt. Die Teilnehmer dieser Tagung fordern alle Planungspartner im Land, in den Regionen und Kommunen, bei den Verbänden und Kammern, in Politik und Wirtschaft, in Wissenschaft und Praxis auf, das Prinzip der Nachhaltigkeit mit Leben zu erfüllen und auf einen ressourcenschonenden Umgang mit Flächen hinzuwirken.
Die Tagungsteilnehmer stimmen darin überein, dass
- die Flächeninanspruchnahme für neue Siedlungs-, Gewerbe-, und Infrastrukturentwicklung insgesamt verringert werden soll,
- Konversionsflächen und Gewerbe-, Industrie- und Siedlungsbrachen für eine sinnvolle Nachnutzung aufbereitet und dafür entsprechende Instrumentarien bzw. Fördermittel bereitgestellt werden müssen,
- der fachrechtlich erforderliche Ausgleich für Flächennutzungen als zusätzliche Flächeninanspruchnahme bei der Planung und Beurteilung von Vorhaben berücksichtigt werden muss,
- bei der Nutzung von Flächen Aspekte der Kulturlandschaft und des Bodenschutzes stärker berücksichtigt werden müssen,
- die Flächennutzung durch ein fachübergreifendes, ganzheitliches und nachhaltiges Flächenmanagement optimiert werden muss,
- die Innenbereichsentwicklung Vorrang vor der Außenbereichsentwicklung hat.
In ihrem jeweiligen Tätigkeitsfeld werden sich die Tagungsteilnehmer dafür einsetzen, dass Ziele für eine ressourcenschonende Siedlungsentwicklung und Flächennutzung festgelegt und verwirklicht werden.
Die Ansätze zur Verringerung der Flächeninanspruchnahme durch
- interkommunale Kooperation auch unter Einbeziehung Privater bei der Entwicklung von Gewerbe-, Handels-, Wohn-, Freizeit- und Gemeinbedarfsflächen (Einführung eines regionalen Flächenmanagements),
- regionale Ausgleichsflächenpools aus zu renaturierenden oder ökologisch sinnvoll aufzuwertenden oder zu sanierenden Flächenpotenzialen (Aufbau eines Katasters mit potenziellen Ausgleichsflächen),
- Minimierung des Flächenbedarfs, Optimierung von Flächennutzungen sowie Nutzungsüberlagerungen (Erarbeitung und Umsetzung integrierter Flächennutzungskonzepte),
- konsequente Nachnutzung bzw. Wiederaufbereitung von Flächen, die für andere Zwecke entbehrlich geworden sind (Verwirklichung eines konsequenten Brachflächenrecyclings) sollen unterstützt, fortentwickelt und verbreitert werden.
