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nnz-Forum: Hunderttausend in Berlin

Mittwoch, 20. Mai 2009, 07:02 Uhr
Es waren nur 100.000 Menschen, die am Wochenende nach Berlin gekommen waren, aber ihr Protest war weithin zu hören. Viele Sprechchöre hallten durch die Hauptstadt der deutschen Nation. Aus Nordhausen, war man mit zwei großen Bussen nach Berlin aufgebrochen...

În Berlin demonstriert (Foto: Buntfuß) În Berlin demonstriert (Foto: Buntfuß)

Eins musste ich hier leider wieder betonen: Es waren wie so oft nur ältere Personen an Bord der Busse. Haben die jungen Leute kein Interesse an ihrer Zukunft, die hier mutwillig von unseren regierenden Politikern zerstört wird?

In Berlin an der Gedächtniskirche angekommen, war ich dann erstaunt, wie viel junge Leute den Weg nach Berlin gefunden haben. Jugendliche aus anderen Regionen zeigen also mehr Interesse an den gegenwärtigen katastrophalen Zuständen in der Republik. Nachdem die verschiedenen Redner und Rednerinnen ihren Standpunkt zur Krise und der Politik dargelegt hatten, formierte sich der Demonstrationszug.

În Berlin demonstriert (Foto: Buntfuß) În Berlin demonstriert (Foto: Buntfuß)

Der Marsch führte über die Hardenbergstraße, über die Straße des 17. Juni und hier traf man sich am „Großen Stern“ in dessen Mitte die Siegessäule steht, mit den Demonstrationszug, der sich am Hauptbahnhof formiert hatte. Die Reden drehten sich um die derzeitige Krise, und das Missmanagement der jetzigen Regierung. Weiterhin thematisiert wurden die Streiks der KITA- Angestellten und die kommenden Arbeitsniederlegungen der Bauarbeiter. Der Chef der IG-BAU Herr Wiesehügel kündigte einen harten – und wenn es sein muss – langen Streik an.

Man kann nicht verstehen, dass Millionen dafür ausgegeben werden, um die Stadien mit Kunstrasen und Heizung auszustatten, während bei der Bildung die Gelder gekürzt werden. Die Schulen seien in maroden Zuständen, so Wiesehügel. Angeprangert wurde die Steuerpolitik der Regierung und das Versprechen der Kanzlerin die Steuern nach der Wahl zu senken. Es wurde als das entlarvt, was es ist, reiner Wahlkampf der CDU. Eins muss uns klar sein, wenn die CDU, SPD und FDP von Steuersenkung sprechen, haben sie nicht die Steuern der Arbeitnehmer im Sinn.

În Berlin demonstriert (Foto: Buntfuß) În Berlin demonstriert (Foto: Buntfuß)

Von der Gewerkschaft kommt die Forderung die Steuern dort zu senken, wo es nötig ist, nämlich beim normalen Arbeiter, so dass er wieder mehr Netto in der Tasche hat. Der Ruf nach Mindestlohn wird immer lauter. Der Bürger benötigt Geld, damit er etwas ausgeben kann und letztendlich die Wirtschaft wieder ankurbelt.

Wo es hinführt, wenn man die Löhne immer weiter kürzt und den Reichen enorme Steuergeschenke macht, zeigt wohl die gegenwärtige Situation am besten. Was macht unsere Regierung in so einer prekären Lage? Wieder einmal genau das Falsche, nämlich genau das, was ihnen die für die Krise Verantwortlichen vorflüstern.
Harald Buntfuß, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
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Autor: nnz

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