Kultur- und Kirchenschatz kehrt zurück
Donnerstag, 14. Mai 2009, 11:35 Uhr
Schon lange wurde im Nordhäuser Rathaus auf diesen Tag gewartet. Der Hintergrund des heutigen Pressegespräches war denn auch außergewöhnlich und in einer sich anbahnenden Rückkehr begründet. Die nnz hörte genau zu...
Pfarrer Peter Lipski mit einer gut erhaltenen Bibel aus dem Bestand der Bibliothek
Die so genannte Himmelgarten-Bibliothek soll von Wittenberg nach Nordhausen zurückkommen. Bislang standen die schwierigen Räumlichkeiten und diverse Befindlichkeiten diesem Begehren im Weg. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) schilderte zu Beginn die Historie des Klosters Himmelgarten, das bereits im 14. Jahrhundert ein Hort der Künste und der Wissenschaft war.
1525 wurden die Bücher der Bibliothek dann an das Nordhäuser Töpfertor ausgelagert, hier beginnt quasi ihre Geschichte. Weitere Stationen waren zum Beispiel die Blasii-Kirche, wo der Bestand weiter aufgefüllt wurde, auch mit kirchenkritischen Schriften. Das war zum Teil auch zuvor der Fall geworden. Nach der Reformation wiederum wurden reformationskritische Schriften aufgenommen.
Jetzt quasi wird das Vermächtnis von Pfarrer Kindervater erfüllt – die 304 Exemplare werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der damalige Katalog ist erhalten geblieben. Die Bibliothek selbst wurden immer weiter ergänzt, verlor jedoch ihre kirchliche Bedeutung. Weitere Kataloge wurden erstellt, vielen sind verloren gegangen. Im zweiten Weltkrieg wurde die Bibliothek in einem Schacht bei Wolkramshausen eingelagert und wird seit 1989 in Wittenberg verwaltet.
Nun soll der Bibliotheksbestand, der Eigentum der Kirchgemeinde St. Blasii-Altendorf ist, in die neu zu bauende Nordhäuser Stadtbibliothek eingelagert und dort auch unter technisch optimalen Bedingungen eingelagert werden.
Autor: nnzPfarrer Peter Lipski mit einer gut erhaltenen Bibel aus dem Bestand der Bibliothek
Die so genannte Himmelgarten-Bibliothek soll von Wittenberg nach Nordhausen zurückkommen. Bislang standen die schwierigen Räumlichkeiten und diverse Befindlichkeiten diesem Begehren im Weg. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) schilderte zu Beginn die Historie des Klosters Himmelgarten, das bereits im 14. Jahrhundert ein Hort der Künste und der Wissenschaft war.
1525 wurden die Bücher der Bibliothek dann an das Nordhäuser Töpfertor ausgelagert, hier beginnt quasi ihre Geschichte. Weitere Stationen waren zum Beispiel die Blasii-Kirche, wo der Bestand weiter aufgefüllt wurde, auch mit kirchenkritischen Schriften. Das war zum Teil auch zuvor der Fall geworden. Nach der Reformation wiederum wurden reformationskritische Schriften aufgenommen.
Jetzt quasi wird das Vermächtnis von Pfarrer Kindervater erfüllt – die 304 Exemplare werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der damalige Katalog ist erhalten geblieben. Die Bibliothek selbst wurden immer weiter ergänzt, verlor jedoch ihre kirchliche Bedeutung. Weitere Kataloge wurden erstellt, vielen sind verloren gegangen. Im zweiten Weltkrieg wurde die Bibliothek in einem Schacht bei Wolkramshausen eingelagert und wird seit 1989 in Wittenberg verwaltet.
Nun soll der Bibliotheksbestand, der Eigentum der Kirchgemeinde St. Blasii-Altendorf ist, in die neu zu bauende Nordhäuser Stadtbibliothek eingelagert und dort auch unter technisch optimalen Bedingungen eingelagert werden.

