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Fragebogen-Aktion wurde verlängert

Dienstag, 03. September 2002, 16:17 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Abgabefrist für die Fragebogen-Aktion der Stadtverwaltung und der Fachhochschule wurde verlängert. Das Ergebnis ist bislang eher frustrierend, stellt die nnz fest...


„Über Tausend ausgefüllte Fragebögen zur Umfrage ‚Leben in Nordhausen’ gingen in den letzten Tagen bei der Stadtverwaltung ein. Sehr erfreut über die rege Beteiligung zeigten sich jetzt Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) und Prof. Dr. Hartmut Bargfrede von der Fachhochschule Nordhausen“, heißt es in einer offiziellen Mitteilung der Stadtverwaltung. Nimmt man jedoch einfach mal Zahlen zur Hand, dann relativiert sich die offizielle Freude vermutlich. Verteilt wurden insgesamt 22.000 Fragebögen. Pro Haushalt einer. Rechnerisch sind bislang nicht einmal fünf Prozent der ausgereichten Mega-Bögen zurückgekommen. Wie aber sollen denn überhaupt alle „Über-18-Jährigen“ die Möglichkeit bekommen, ihre Kreuze auf den Fragebögen zu hinterlassen - theoretisch gesehen. Denn praktisch wohnen in Nordhhausen 37.273 Frauen und Männer, die mindestens 18 Jahre alt sind.

In der Annahme, dass das Bürgeramt der Stadt unserer Redaktion die richtigen Zahlen geliefert hat, wird der Prozentsatz noch geringer, es sind nicht einmal drei Prozent. Kaum jemand glaubt, dass in den nächsten Tagen noch viele Fragebögen ins Rathaus flattern werden. „Wir sind dankbar für jeden, der mitmacht“, so die Oberbürgermeisterin. „Denn je mehr Nordhäuser sich beteiligen, um so repräsentativer ist auch unsere Umfrage.“

„Auch Fragebögen, die in den nächsten Tagen und Wochen noch eingehen, werden wir in die Auswertung einbeziehen“, versichert Prof. Bargfrede von der FHN. Eigentlich sollte wohl schon am zurückliegenden Wochenende Einsendeschluß sein. Bargfrede weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass jede Meinung wichtig ist, da Hinweise zu den jeweiligen Lebensumständen im einzelnen Wohnumfeld oder in den Ortsteilen in die zukünftigen Planungen zur Entwicklung der Stadt einfließen werden. Wissenschaftler und Studenten der Fachhochschule werten die Fragebögen aus und fassen die Ergebnisse für die Verantwortlichen der Stadt zusammen.

Ob dieses Ergebnis jedoch irgendwann einen repräsentativen Charakter erhält, das darf zumindest aufgrund der bis jetzt vorherrschenden Beantwortungswut der Nordhäuser bezweifelt werden.
Autor: nnz

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