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Gedenken an Wilhelm und Muras

Dienstag, 03. September 2002, 16:07 Uhr
Obergebra (nnz). Am Freitag jährt sich der Tag der Ermordung der Obergebraer Bergleute und CDU-Mitglieder Johann Muras und Ernst Wilhelm zum 50. Mal. Die Christdemokraten des Landkreises wollen mahnen und erinnern...


Beide Männer wurden 1952 aus politischen Motiven zu Unrecht zum Tode verurteilt und schließlich hingerichtet. Mit fingierten Zeugenaussagen wurde ein Musterprozess initiiert, in dem den Bergleuten die Schuld am Tode des SED-Funktionärs Alfred Sobik untergeschoben wurde. Muras und Wilhelm waren, wie man später recherchierte, sofort vorverurteilt worden. Man statuierte ein Exempel.

Erst nach der Wende wurden beide rehabilitiert. In dieser Zeit konnte man auch erstmals über solche Fälle sprechen. So wurde im Mai 1990 in einem Gedenkgottesdienst auf dem Obergebraer Friedhof eine Grabstätte für die beiden Systemopfer eingeweiht.

Am Freitag werden der CDU-Bundestagsabgeordnete Manfred Grund und Thüringens Justizminister Dr. Andreas Birkmann gemeinsam mit Angehörigen der Ermordeten den Opfern in einer Feierstunde gedenken. Ab 14:00 Uhr erfolgt auf dem Obergebraer Friedhof eine Kranzniederlegung, zu der auch die Witwe von Ernst Wilhelm, seine Tochter sowie die Kinder von Johann Muras erwartet werden.
Außerdem werden Mitglieder der Kirchgemeinde, die Landtagsabgeordneten Egon Primas und Dr. Klaus Zeh, sowie Mitglieder des CDU Kreisverbandes zu dieser Gedenkveranstaltung erwartet.
Autor: nnz

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