Grausame Fotos auf Computer des Sülzhayner Arztes gefunden
Montag, 11. Dezember 2000, 17:00 Uhr
Mühlhausen/Sülzhayn (nnz). Der Missbrauchs-Prozess gegen einen 37 Jahre alten Arzt ist am Montag vor dem Landgericht Mühlhausen mit den Aussagen eines Gutachters fortgesetzt worden. Der Mann habe in seiner Wohnung in Ellrich Tausende kinderpornografische Videodateien heruntergeladen und bearbeitet, sagte Thomas Richter vom Landeskriminalamt. Der Mediziner ist wegen sexuellen Missbrauchs eines stummen achtjährigen Jungen aus der Region Leipzig angeklagt.
Einige der Dateien, die bei einer Hausdurchsuchung im Juni von Polizeibeamten gefunden wurden, zeigten Hinrichtungsszenen mit Kindern und andere grausame Kinderfotos, schilderte Richter. Viele Bilddateien habe der Arzt am Computer bearbeitet und retuschiert. Auf den Videodateien sei der Angeklagte auch bei sexuellen Missbrauchshandlungen mit einem Kind zu sehen. Während des heutigen Verhandlungstages entschuldigte sich der Angeklagte aus dem niedersächsischen Ebergötzen (Landkreis Göttingen) mit weinerlicher Stimme bei seinem damaligen Chefarzt. "Das kommt zu spät, die Klinik hat darunter gelitten", erwiderte der 58 Jahre alte Klinikchef. Der Junge mit einem schwierigen Leiden sei immer noch Patient in Sülzhayn und wisse nichts von den Vorfällen. Auf seine Fragen nach dem 37jährigen, zu dem das ahnungslose Kind ein besonderes Vertrauensverhältnis hatte, habe man ihm gesagt, dass der Arzt eine andere Stelle bekommen habe.
Die Verhandlung soll am kommenden Montag mit dem psychiatrischen Gutachten und den Plädoyers fortgesetzt werden. Zu Prozessbeginn am vergangenen Mittwoch hatte der Angeklagte den mehrfachen schweren sexuellen Missbrauch seines achtjährigen Patienten gestanden.
Autor: nnzEinige der Dateien, die bei einer Hausdurchsuchung im Juni von Polizeibeamten gefunden wurden, zeigten Hinrichtungsszenen mit Kindern und andere grausame Kinderfotos, schilderte Richter. Viele Bilddateien habe der Arzt am Computer bearbeitet und retuschiert. Auf den Videodateien sei der Angeklagte auch bei sexuellen Missbrauchshandlungen mit einem Kind zu sehen. Während des heutigen Verhandlungstages entschuldigte sich der Angeklagte aus dem niedersächsischen Ebergötzen (Landkreis Göttingen) mit weinerlicher Stimme bei seinem damaligen Chefarzt. "Das kommt zu spät, die Klinik hat darunter gelitten", erwiderte der 58 Jahre alte Klinikchef. Der Junge mit einem schwierigen Leiden sei immer noch Patient in Sülzhayn und wisse nichts von den Vorfällen. Auf seine Fragen nach dem 37jährigen, zu dem das ahnungslose Kind ein besonderes Vertrauensverhältnis hatte, habe man ihm gesagt, dass der Arzt eine andere Stelle bekommen habe.
Die Verhandlung soll am kommenden Montag mit dem psychiatrischen Gutachten und den Plädoyers fortgesetzt werden. Zu Prozessbeginn am vergangenen Mittwoch hatte der Angeklagte den mehrfachen schweren sexuellen Missbrauch seines achtjährigen Patienten gestanden.
