Mutmachen für den Wahlkampf
Mittwoch, 06. Mai 2009, 19:49 Uhr
Die Sozialdemokratie dieses Landkreises hatte heute – etwas verspätet – zum Neujahrsempfang eingeladen. Die Sozis ließen das Neu weg und titulierten Jahresempfang, so richtig passend zur bevorstehenden Kommunalwahl.
Eigentlich sollte mal, so die Vorstellungen von Dagmar Becker Klaus Wowereit nach Nordhausen kommen und den Genossen Mut zu sprechen. Statt dessen erschien Andreas Bausewein, der Oberbürgermeister der Thüringer Landeshauptstadt.
Kreisvorsitzende Dagmar Becker konnte dann auch die Politprominenz der Südharzer Provinz begrüßen. Ob CDU, FDP oder LINKE, sie alle wollten sich das Sektchen und die Häppchen im Tabakspeicher nicht entgehen lassen. Und weil die anwesenden Gäste bei der Begrüßung der Extragäste nicht immer gleich klatschen wollten, ließ Dagmar Becker denn auch eine peinliche Pause – bis geklatscht wurde.
Dann das Thema des Jahres: Superwahljahr. Und die NPD. Jetzt müsse alles getan werden, dass die Radikalen nicht in die kommunalen Gremien gewählt werden. Von der einen Krise – der mit der NDP, ging es dann munter weiter zur nächsten Krise – der Finanz- und Wirtschaftskrise, die sich in den kommenden Monaten auch auf den Landkreis Nordhausen niederschlagen werde. Und wenn die gierigen Manager endlich in eine persönliche Haftung genommen würden, dann gehen auch mehr Menschen zur Wahl, so Beckers Kurz-Schluß.
Weitere Themen von Becker waren die kostenfreie Bildung, die Kindererziehung ohne finanzielle Beteiligung der Eltern, der auszuweisende Naturpark Südharz und die Kommunalisierung der TVN.
Jahresempfang der SPD (Foto: nnz)
Dann kam Andreas Bausewein, der einstige Schwarm aller sozialdemokratischen Schwiegermütter, an die Reihe. Und auch Bausewein hatte die Themen, die jeder kannte. Mindestlohn, Chancengleichheit bei Bildung, längeres gemeinsames Lernen, kostenfreies Essen in Kitas und in Schulen. Und nun wissen die Nordhäuser Sozialdemokraten denn auch, was das Essen in Erfurt kostet oder welche Kindergärten und Schulen in der Landeshauptstadt saniert werden. Dann kamen noch die Krise, die Demokratie, der Umgang mit Nazis und all die anderen Themen, die schon gesagt wurden an die Reihe – von Dagmar Becker. Und das Fazit: Mehr Gespräche führen, Bürgernähe suchen, mehr Mitbestimmung und aufzeigen, was die Rechten für Unsinn reden.
Jahresempfang der SPD (Foto: nnz)
Dann war natürlich auch noch Andreas Wieninger dran. Was hatte er noch zu sagen? Die Erfolge der SPD in Nordhausen, frei nach dem Motto, dass die SPD die bestimmende Kraft in der Rolandstadt sei. Das haben wir geschafft! Nicht zufrieden zeigte sich Wieninger, dass die Entwicklung der Kiesseen, die Ansiedlung eines Autohofes bei Nordhausen nicht realisiert werden konnten. Auch zur Gestaltungssatzung in der Altstadt oder zum Lindenhof gab es Kritik. Das alles hätten die anderen Parteien im Stadtrat verhindert.
Wer nun dachte, die Schlacht am kalten Bufet sei eröffnet, der irrte. Der Bundestagsdirektkandidat Joachim Schwiderke redete auch und erzählte, wofür er antrat. Das alles dauert sage und schreibe 90 Sekunden. Letztlich erhielt der Ehrengast aus der Landeshauptstadt einen Doppelkorn und was Süßes – Andreas Bausewein hatte gestern Geburtstag.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzEigentlich sollte mal, so die Vorstellungen von Dagmar Becker Klaus Wowereit nach Nordhausen kommen und den Genossen Mut zu sprechen. Statt dessen erschien Andreas Bausewein, der Oberbürgermeister der Thüringer Landeshauptstadt.
Kreisvorsitzende Dagmar Becker konnte dann auch die Politprominenz der Südharzer Provinz begrüßen. Ob CDU, FDP oder LINKE, sie alle wollten sich das Sektchen und die Häppchen im Tabakspeicher nicht entgehen lassen. Und weil die anwesenden Gäste bei der Begrüßung der Extragäste nicht immer gleich klatschen wollten, ließ Dagmar Becker denn auch eine peinliche Pause – bis geklatscht wurde.
Dann das Thema des Jahres: Superwahljahr. Und die NPD. Jetzt müsse alles getan werden, dass die Radikalen nicht in die kommunalen Gremien gewählt werden. Von der einen Krise – der mit der NDP, ging es dann munter weiter zur nächsten Krise – der Finanz- und Wirtschaftskrise, die sich in den kommenden Monaten auch auf den Landkreis Nordhausen niederschlagen werde. Und wenn die gierigen Manager endlich in eine persönliche Haftung genommen würden, dann gehen auch mehr Menschen zur Wahl, so Beckers Kurz-Schluß.
Weitere Themen von Becker waren die kostenfreie Bildung, die Kindererziehung ohne finanzielle Beteiligung der Eltern, der auszuweisende Naturpark Südharz und die Kommunalisierung der TVN.
Jahresempfang der SPD (Foto: nnz)
Dann kam Andreas Bausewein, der einstige Schwarm aller sozialdemokratischen Schwiegermütter, an die Reihe. Und auch Bausewein hatte die Themen, die jeder kannte. Mindestlohn, Chancengleichheit bei Bildung, längeres gemeinsames Lernen, kostenfreies Essen in Kitas und in Schulen. Und nun wissen die Nordhäuser Sozialdemokraten denn auch, was das Essen in Erfurt kostet oder welche Kindergärten und Schulen in der Landeshauptstadt saniert werden. Dann kamen noch die Krise, die Demokratie, der Umgang mit Nazis und all die anderen Themen, die schon gesagt wurden an die Reihe – von Dagmar Becker. Und das Fazit: Mehr Gespräche führen, Bürgernähe suchen, mehr Mitbestimmung und aufzeigen, was die Rechten für Unsinn reden.
Jahresempfang der SPD (Foto: nnz)
Dann war natürlich auch noch Andreas Wieninger dran. Was hatte er noch zu sagen? Die Erfolge der SPD in Nordhausen, frei nach dem Motto, dass die SPD die bestimmende Kraft in der Rolandstadt sei. Das haben wir geschafft! Nicht zufrieden zeigte sich Wieninger, dass die Entwicklung der Kiesseen, die Ansiedlung eines Autohofes bei Nordhausen nicht realisiert werden konnten. Auch zur Gestaltungssatzung in der Altstadt oder zum Lindenhof gab es Kritik. Das alles hätten die anderen Parteien im Stadtrat verhindert.Wer nun dachte, die Schlacht am kalten Bufet sei eröffnet, der irrte. Der Bundestagsdirektkandidat Joachim Schwiderke redete auch und erzählte, wofür er antrat. Das alles dauert sage und schreibe 90 Sekunden. Letztlich erhielt der Ehrengast aus der Landeshauptstadt einen Doppelkorn und was Süßes – Andreas Bausewein hatte gestern Geburtstag.
Peter-Stefan Greiner

