Jetzt in Thüringen zu sehen
Montag, 04. Mai 2009, 12:00 Uhr
Die Ausstellung Erzwungene Wege. Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts des Bundes der Vertriebenen in Zusammenarbeit mit der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen macht derzeit in der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt Station. Bei der Eröffnung war auch Egon Primas (CDU) dabei...
Erika Steinbach, Dagmar Schipanski und Egon Primas beim Rundgang durch die Ausstellung
Zur Eröffnung im Thüringer Landtag begrüßte die Hausherrin, Landtagspräsidentin Prof. Dr. Dagmar Schipanski die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen und Vorsitzende der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen, Erika Steinbach, den BdV-Landesvorsitzenden von Thüringen, Egon Primas, den Schatzmeister der Stiftung, Hilmar Kopper sowie die über 150 erschienen Gäste, vor allem aus den Reihen der Heimatvertriebenen in Thüringen.
Mehr als 30 Völker Europas haben im 20. Jahrhundert als Ganzes oder in Teilen ihre Heimat verloren, so Schipanski anlässlich der Eröffnung. In dieser Ausstellung werden sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede hinsichtlich der Ursachen, Wirkungen und Folgen von Zwangsmigrationen dokumentiert. Dabei werden die Leiden der Betroffenen nicht gewichtet. Vielmehr folgt die Ausstellung dem Postulat der unteilbaren Humanitas. Sie macht deutlich, dass das Recht auf Heimat ein wichtiges Menschenrecht darstellt.
Erika Steinbach freute sich, dass die Wanderausstellung nach Berlin, Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg und München nun auch erstmals in den neuen Bundesländern zu sehen ist und dankte Landtagspräsidentin Schipanski dafür. Steinbach sprach sich für eine Kultur des Erinnerns aus. Alle Opfer von Vertreibung und Genozid brauchen einen Platz im historischen Gedächtnis Europas, betonte sie.
BdV-Landesvorsitzender Egon Primas sagte: Ich hoffe sehr, dass viele Besucher – vor allem unsere Thüringer Jugend - den Weg hier in den Landtag finden, um ihnen vor Augen zu halten, was im 20. Jahrhundert passierte, welches Leid Krieg, Rassismus, Antisemitismus und Vertreibung über die Menschen gebracht haben.
Die im August 2006 ins Leben gerufene Ausstellung liefert anhand von 13 Beispielen einen chronologischen Überblick über Flucht, Vertreibung und Völkermord im Europa des 20. Jahrhunderts. Sie beginnt mit der Darstellung der Vertreibung der Armenier 1915/16 und endet mit dem Jugoslawien-Krieg in den 90er Jahren. Aber auch weniger bekannte Vertreibungen der europäischen Geschichte sind erfasst, so die der West-Karelier in Finnland durch sowjetische Truppen in den Jahren 1939/40 bis 1947.
Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung hatte Landesvorsitzender Egon Primas zur Präsentation der neuen Landesgeschäftsstelle in die Erfurter Puschkinstraße eingeladen. Landtagspräsidentin Dagmar Schipanski, Landtagsvizepräsidentin Birgit Pelke, Justizministerin Marion Walsmann, Erfurts Bürgermeister Dietrich Hagemann informierten sich ebenso wie BdV-Präsidentin Erika Steinbach und BdV-Generalsekretärin Michaela Hriberski vor Ort über die Arbeit des Thüringer Landesverbandes.
Autor: nnz/knErika Steinbach, Dagmar Schipanski und Egon Primas beim Rundgang durch die Ausstellung
Zur Eröffnung im Thüringer Landtag begrüßte die Hausherrin, Landtagspräsidentin Prof. Dr. Dagmar Schipanski die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen und Vorsitzende der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen, Erika Steinbach, den BdV-Landesvorsitzenden von Thüringen, Egon Primas, den Schatzmeister der Stiftung, Hilmar Kopper sowie die über 150 erschienen Gäste, vor allem aus den Reihen der Heimatvertriebenen in Thüringen.
Mehr als 30 Völker Europas haben im 20. Jahrhundert als Ganzes oder in Teilen ihre Heimat verloren, so Schipanski anlässlich der Eröffnung. In dieser Ausstellung werden sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede hinsichtlich der Ursachen, Wirkungen und Folgen von Zwangsmigrationen dokumentiert. Dabei werden die Leiden der Betroffenen nicht gewichtet. Vielmehr folgt die Ausstellung dem Postulat der unteilbaren Humanitas. Sie macht deutlich, dass das Recht auf Heimat ein wichtiges Menschenrecht darstellt.
Erika Steinbach freute sich, dass die Wanderausstellung nach Berlin, Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg und München nun auch erstmals in den neuen Bundesländern zu sehen ist und dankte Landtagspräsidentin Schipanski dafür. Steinbach sprach sich für eine Kultur des Erinnerns aus. Alle Opfer von Vertreibung und Genozid brauchen einen Platz im historischen Gedächtnis Europas, betonte sie.
BdV-Landesvorsitzender Egon Primas sagte: Ich hoffe sehr, dass viele Besucher – vor allem unsere Thüringer Jugend - den Weg hier in den Landtag finden, um ihnen vor Augen zu halten, was im 20. Jahrhundert passierte, welches Leid Krieg, Rassismus, Antisemitismus und Vertreibung über die Menschen gebracht haben.
Die im August 2006 ins Leben gerufene Ausstellung liefert anhand von 13 Beispielen einen chronologischen Überblick über Flucht, Vertreibung und Völkermord im Europa des 20. Jahrhunderts. Sie beginnt mit der Darstellung der Vertreibung der Armenier 1915/16 und endet mit dem Jugoslawien-Krieg in den 90er Jahren. Aber auch weniger bekannte Vertreibungen der europäischen Geschichte sind erfasst, so die der West-Karelier in Finnland durch sowjetische Truppen in den Jahren 1939/40 bis 1947.
Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung hatte Landesvorsitzender Egon Primas zur Präsentation der neuen Landesgeschäftsstelle in die Erfurter Puschkinstraße eingeladen. Landtagspräsidentin Dagmar Schipanski, Landtagsvizepräsidentin Birgit Pelke, Justizministerin Marion Walsmann, Erfurts Bürgermeister Dietrich Hagemann informierten sich ebenso wie BdV-Präsidentin Erika Steinbach und BdV-Generalsekretärin Michaela Hriberski vor Ort über die Arbeit des Thüringer Landesverbandes.

