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Was war teuer, was billiger?

Freitag, 01. Mai 2009, 08:55 Uhr
Der April ist Geschichte. Aus meteorologischer Sicht war er zu warm. Was jedoch haben die „Erforscher der Preise“ konstatiert. Wir haben wie immer die „Tops“ und die „Flops“...


Im April 2009 änderte sich der Verbraucherpreisindex für Thüringen im Vergleich zum Vormonat nicht. Die Jahresteuerungsrate betrug nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 0,6 Prozent (Indexstand: 106,3 - Basis 2005=100).

Zum Vormonat März veränderten sich die Preise in den Hauptgruppen nur unwesentlich. Bedeutendere Preisrückgänge gab es lediglich im Bekleidungs- und Schuhbereich (- 1,0 Prozent) sowie im Nahrungsmittelbereich (- 0,6 Prozent). Preisanstiege zum Vormonat waren vor allem im Bereich Verkehr (0,7 Prozent), in der Gesundheitspflege (0,4 Prozent) und im Bereich andere Waren und Dienstleistungen (0,3 Prozent) zu beobachten.

Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke insgesamt fielen sowohl zum Vormonat (- 0,6 Prozent) als auch im Vergleich zum Vorjahresmonat (- 0,3 Prozent). Am deutlichsten sanken die Preise für Gemüse (- 2,8 Prozent) sowie für Obst und Kaffee, Tee und Kakao (jeweils - 1,2 Prozent) zum Vormonat. Der Trend fallender Preise für Molkereiprodukte hielt mit - 0,4 Prozent ebenfalls an.
Auch binnen Jahresfrist gaben die Preise, mit Ausnahme der Gemüsepreise, nach.

Kraft- und Schmierstoffe wurden im April 2009 wieder teurer (2,8 Prozent). Das betraf alle erfassten Kraftstoffsorten. Zum April 2008 waren es jedoch 12,9 Prozent weniger. Die Preise für Strom stiegen im April 2009 zum Vormonat um 1,2 Prozent. Die Teuerungsrate bleibt mit 7,6 Prozent weiter recht hoch.

Feste Brennstoffe wurden zum Vormonat März preiswerter, dagegen verteuerten sich flüssige Brennstoffe um 5,5 Prozent im Monatsvergleich. Die Preise für Gas sanken um - 5,6 Prozent zum Monat März, lagen jedoch mit 5,7 Prozent über dem Vorjahreswert.

Die Erhöhung im Gesundheitspflegebereich ließ sich auf Preiserhöhungen für Medikamente mit und ohne Zuzahlungen sowie frei verkäufliche Arzneimittel zurückführen. Hier beliefen sich die Erhöhungen zwischen 0,2 und 1,7 Prozent zum Vormonat. Auch binnen Jahresfrist waren hier Preiserhöhungen zu beobachten.

Die für die Gruppe 'andere Waren und Dienstleistungen' festgestellte Preisentwicklung ergab sich u.a. aus Preiserhöhungen für Pflegedienstleistungen (zwischen 0,3 und 0,7 Prozent), Ambulante Pflege (zwischen 0,1 und 2,0 Prozent) sowie Essen auf Rädern (2,8 Prozent).
Autor: nnz/kn

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