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Gemeinde- und Städtebund auch weiterhin an Zusammenarbeit mit Landrat interessiert

Montag, 11. Dezember 2000, 13:12 Uhr
Nordhausen/Sollstedt (nnz). Eigentlich war Landrat Joachim Claus (CDU) vom Kreisvorstand des Gemeinde- und Städtebundes eingeladen worden. In einem Gespräch am Mittwoch sollten die Standpunkte, zum Beispiel zum künftigen Haushalt der Kreisverwaltung zwischen Kommunen und Landrat abgeklopft werden.
Landrat Claus sei an diesem Tag terminlich verhindert, so Jürgen Hohberg, doch sein Stellvertreter Winfried Theuerkauf (SPD) werde am Gespräch teilnehmen. Gegenüber nnz machte der Kreischef des kommunalen Spitzenverbandes deutlich, daß die Städte und Gemeinden auch weiterhin an einer sachlichen Zusammenarbeit interessiert seien. Mit Sorge betrachte man allerdings die schleppende Art und Weise der Aufstellung des Kreishaushaltes. Hinsichtlich der Kreisumlage gehen die Kommunen vom gleichen Niveau wie in diesem Jahr aus. Der Landrat werde in den kommenden Tagen nachdrücklich aufgefordert, eine intensive Prüfung vorzunehmen, wo Ausgaben in seinem Zuständigkeitsbereich gestrichen werden können. Möglichkeiten gebe es vor allem bei den Personalkosten der Kreisverwaltung. "Wo letztlich gestrichen wird, das ist uns ziemlich egal, wichtig ist, daß diese Kosten nach unten gefahren werden", so Hohberg. Bei den Kommunen sei dies nicht mehr machbar. In den Gemeinden gebe es zum Beispiel bereits viele Teilzeitstellen.
Wichtig für viele Gemeinden wäre auch eine zügige Entscheidung zur Genehmigung von Kaufverträgen seitens des Landratsamtes. Damit können benötigte Flächen für Gewerbegebiete endlich erschlossen werden. Auch müsse der Landrat Interessenten und Investoren, die bei ihm vorsprechen würden, unbürokratisch zu den Verantwortlichen in den Kommunen schicken. Das werde jetzt mit Nachdruck eingefordert, weil der Behördenchef schließlich die "Wirtschaftsförderung zur Chefsache erklärt hat", konstatiert Jürgen Hohberg abschließend.
Autor: nnz

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