Chance nur für "reiche Wessis?"
Dienstag, 27. August 2002, 19:36 Uhr
Nordhausen (nnz). Jeder Tag bringt mehr Klarheit in das Ausmaß der nationalen Hochwasserkatastrophe. Solidarität unter den Menschen und verantwortungsvolle Regierungspolitik haben sich als bisher verlässlichen Partner erwiesen. Trotzdem sind da erste Reaktionen von Populismus zu erleben, denen man sofort Einhalt gebieten muss, meint SPD-Mann Eckhard Ohl.
Es könne nicht angehen, dass jetzt jeder Bundestags- oder Landtagsabgeordnete versuche Handwerkergruppen zusammen zu schmieden unter dem Motto, wir müssen schnell helfen, ich kenne Biedenkopf gut oder ich kenne Platzek gut, auf geht es gegen die Fluten, so Bundestagsabgeordneter Eckhard Ohl gegenüber der nnz.
Am Donnerstag den 29.08.02 wird im Bundestag eine zuverlässige Finanzierung beschlossen, worauf schnellstens zwischen Bund und Ländern Handlungs- und Aktionspläne zum Wiederaufbau folgen müssen. Gut wäre, wenn dies so aussehen würde, dass hier ein Investitionsprogramm für das Handwerk- und Dienstleistungsgewerbe der neuen Bundesländer Vorrang hätte. Wenn dies nicht so geregelt wird, dann wird eventuell das Unglück des Ostens für die schon in den Startlöchern stehenden reichen und schlagfertigen Bau- und Handwerksbetriebe im Westen ein Investitionsprogramm, wo die Unternehmen der neuen Bundesländer und erst Recht die der Unglücksregion zu kurz kommen, warnt Ohl.
Landes- und Bundestagsabgeordnete der neuen Bundesländer sollten somit nicht in blinden Aktionismus verfallen, sondern parteiübergreifend zusammen stehen und diese Chance begreifen. Mit Weitsicht sind in diese Aufbauarbeiten die Fußballweltmeisterschaft 2006 oder Leipzig als eventueller Olympiaaustragungsort 2012 schon jetzt in die Investitionsbemühungen einzubeziehen. Solche Highlights des Ostens dürfen der Flutkatastrophe nicht zum Opfer fallen.
Auch die Politikergeneration der nächsten Legislaturperiode wird sich daran messen lassen müssen, ob endlich mit starkem politischen Willen eine Umverteilung zwischen West und Ost gewollt ist. Ich denke jetzt erst recht! Wir müssen gemeinsam die Katastrophe zur Chance machen, so Ohl abschließend.
Autor: nnzEs könne nicht angehen, dass jetzt jeder Bundestags- oder Landtagsabgeordnete versuche Handwerkergruppen zusammen zu schmieden unter dem Motto, wir müssen schnell helfen, ich kenne Biedenkopf gut oder ich kenne Platzek gut, auf geht es gegen die Fluten, so Bundestagsabgeordneter Eckhard Ohl gegenüber der nnz.
Am Donnerstag den 29.08.02 wird im Bundestag eine zuverlässige Finanzierung beschlossen, worauf schnellstens zwischen Bund und Ländern Handlungs- und Aktionspläne zum Wiederaufbau folgen müssen. Gut wäre, wenn dies so aussehen würde, dass hier ein Investitionsprogramm für das Handwerk- und Dienstleistungsgewerbe der neuen Bundesländer Vorrang hätte. Wenn dies nicht so geregelt wird, dann wird eventuell das Unglück des Ostens für die schon in den Startlöchern stehenden reichen und schlagfertigen Bau- und Handwerksbetriebe im Westen ein Investitionsprogramm, wo die Unternehmen der neuen Bundesländer und erst Recht die der Unglücksregion zu kurz kommen, warnt Ohl.
Landes- und Bundestagsabgeordnete der neuen Bundesländer sollten somit nicht in blinden Aktionismus verfallen, sondern parteiübergreifend zusammen stehen und diese Chance begreifen. Mit Weitsicht sind in diese Aufbauarbeiten die Fußballweltmeisterschaft 2006 oder Leipzig als eventueller Olympiaaustragungsort 2012 schon jetzt in die Investitionsbemühungen einzubeziehen. Solche Highlights des Ostens dürfen der Flutkatastrophe nicht zum Opfer fallen.
Auch die Politikergeneration der nächsten Legislaturperiode wird sich daran messen lassen müssen, ob endlich mit starkem politischen Willen eine Umverteilung zwischen West und Ost gewollt ist. Ich denke jetzt erst recht! Wir müssen gemeinsam die Katastrophe zur Chance machen, so Ohl abschließend.
