nnz-Forum: Von der anderen Seite
Sonntag, 12. April 2009, 18:25 Uhr
Auch auf der anderen Seite dieser Erdkugel wird die nnz gelesen. Und genau von dieser Seite, aus Australien, hat die nnz-Redaktion jetzt Post erhalten...
Ich lebe zurzeit in Australien und verfolge mit großem Interesse die Artikel und Kommentare, die hier in dieser Onlinezeitung veröffentlicht werden. Meine Wurzeln liegen allerdings in Nordhausen. Wie den meisten Lesern sicher bekannt sein dürfte, befindet sich Thüringen und damit auch mein Heimatort kurz vor den nächsten Kommunalwahlen. Wie man an einem Grossteil der Artikel bzw. der darauf erfolgten Kommentare feststellen kann, hat der Wahlkampf auch bereits begonnen.
Aufgrund der letzten Wahlumfragen, die die nnz durchgeführt hat, bin ich allerdings erschrocken darüber, dass man in diesem Teil Deutschlands offensichtlich nichts dazugelernt hat. Da bekommt die so genannte Linke doch tatsächlich die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Eine Partei, die die Misswirtschaft in den neuen Bundesländern mitzuverantworten hatte.
Gehen denn die Bürger allen Ernstes davon aus, nur weil der Name mehrfach gewechselt wird, dass die Mitglieder dieser Linke/PDS/SED tatsächlich geänderte Ansichten vertreten oder es mittlerweile besser können. Das soll nicht heißen, dass es die anderen großen Parteien besser machen werden. Das einzige was voraussichtlich besser sein wird, sind die neuerlichen Wahlversprechen, die man dann kurz nach der Wahl bereits vergessen haben wird.
Ebenfalls vermisse ich die Berichterstattung über die kleinen Parteien. Dass über die NPD nicht berichtet wird kann ich zwar nachvollziehen, empfinde es aus Sicht einer umfassenden medialen Berichterstattung, allerdings als falsch. Man mag von dieser Partei halten, was man will, aber immerhin ist auch sie eine zugelassene Partei, welcher es ermöglicht werden sollte, ihr Wahlprogramm und/oder ihre Kandidaten vorzustellen.
Aber womöglich ist diese Werbung von den Großen ja gar nicht erwünscht. Womöglich hat man auch Angst davor, dass sich die mündigen Bürger ihre eigene Meinung bilden. Allein die Tatsache, dass sämtliche Parteien, welche nicht in den Parlamenten vertreten sind, so genannte Unterstützerunterschriften benötigen um überhaupt zur Wahl zugelassen zu werden, macht dies doch mehr als deutlich.
Sollte es in einer Demokratie, welche in Deutschland herrscht, nicht jeder Partei oder Vereinigung ermöglicht werden, an anstehenden Wahlen teilzunehmen? Wozu eine solche Zwangshürde? Doch wohl eher, um von vornherein auszuschließen, dass zuviel Konkurrenz auf dem Wahlzettel zu finden sein wird.
Allein die Öffnungszeiten des Alten Rathauses, machen es einem arbeitenden Bürger fast unmöglich, seine Unterschrift zur Unterstützung dieser Parteien oder Vereinigungen zu leisten. Wer kann denn zwischen 8.30 Uhr und 15.30 Uhr dafür unterschreiben, dass er die NPD, Freie Wähler oder wer eventuell noch antreten möchte, unterstützen will. Selbst donnerstags, wenn dann mal bis 18.00 Uhr geöffnet ist, ist es vielen unmöglich, die Zeit dazu zu finden.
Ich bin zwar kein Nostradamus, aber ich prophezeie bereits jetzt, dass sich viele der zur Wahl gegangenen darüber ärgern werden, wieder mal ihr Kreuz an der falschen Stelle gesetzt zu haben und alle Politikverdrossenen und Nichtwähler werden sich wieder 5 Jahre darüber auslassen, dass die da Oben nur Politik für die eigene Tasche machen.
Ich kann nur hoffen, dass ich im Unrecht bin!!! In diesem Sinne, die besten Wünsche für Deutschland / Thüringen / Nordhausen.
Robert Eckbert, Melbourne
Ich lebe zurzeit in Australien und verfolge mit großem Interesse die Artikel und Kommentare, die hier in dieser Onlinezeitung veröffentlicht werden. Meine Wurzeln liegen allerdings in Nordhausen. Wie den meisten Lesern sicher bekannt sein dürfte, befindet sich Thüringen und damit auch mein Heimatort kurz vor den nächsten Kommunalwahlen. Wie man an einem Grossteil der Artikel bzw. der darauf erfolgten Kommentare feststellen kann, hat der Wahlkampf auch bereits begonnen.
Aufgrund der letzten Wahlumfragen, die die nnz durchgeführt hat, bin ich allerdings erschrocken darüber, dass man in diesem Teil Deutschlands offensichtlich nichts dazugelernt hat. Da bekommt die so genannte Linke doch tatsächlich die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Eine Partei, die die Misswirtschaft in den neuen Bundesländern mitzuverantworten hatte.
Gehen denn die Bürger allen Ernstes davon aus, nur weil der Name mehrfach gewechselt wird, dass die Mitglieder dieser Linke/PDS/SED tatsächlich geänderte Ansichten vertreten oder es mittlerweile besser können. Das soll nicht heißen, dass es die anderen großen Parteien besser machen werden. Das einzige was voraussichtlich besser sein wird, sind die neuerlichen Wahlversprechen, die man dann kurz nach der Wahl bereits vergessen haben wird.
Ebenfalls vermisse ich die Berichterstattung über die kleinen Parteien. Dass über die NPD nicht berichtet wird kann ich zwar nachvollziehen, empfinde es aus Sicht einer umfassenden medialen Berichterstattung, allerdings als falsch. Man mag von dieser Partei halten, was man will, aber immerhin ist auch sie eine zugelassene Partei, welcher es ermöglicht werden sollte, ihr Wahlprogramm und/oder ihre Kandidaten vorzustellen.
Aber womöglich ist diese Werbung von den Großen ja gar nicht erwünscht. Womöglich hat man auch Angst davor, dass sich die mündigen Bürger ihre eigene Meinung bilden. Allein die Tatsache, dass sämtliche Parteien, welche nicht in den Parlamenten vertreten sind, so genannte Unterstützerunterschriften benötigen um überhaupt zur Wahl zugelassen zu werden, macht dies doch mehr als deutlich.
Sollte es in einer Demokratie, welche in Deutschland herrscht, nicht jeder Partei oder Vereinigung ermöglicht werden, an anstehenden Wahlen teilzunehmen? Wozu eine solche Zwangshürde? Doch wohl eher, um von vornherein auszuschließen, dass zuviel Konkurrenz auf dem Wahlzettel zu finden sein wird.
Allein die Öffnungszeiten des Alten Rathauses, machen es einem arbeitenden Bürger fast unmöglich, seine Unterschrift zur Unterstützung dieser Parteien oder Vereinigungen zu leisten. Wer kann denn zwischen 8.30 Uhr und 15.30 Uhr dafür unterschreiben, dass er die NPD, Freie Wähler oder wer eventuell noch antreten möchte, unterstützen will. Selbst donnerstags, wenn dann mal bis 18.00 Uhr geöffnet ist, ist es vielen unmöglich, die Zeit dazu zu finden.
Ich bin zwar kein Nostradamus, aber ich prophezeie bereits jetzt, dass sich viele der zur Wahl gegangenen darüber ärgern werden, wieder mal ihr Kreuz an der falschen Stelle gesetzt zu haben und alle Politikverdrossenen und Nichtwähler werden sich wieder 5 Jahre darüber auslassen, dass die da Oben nur Politik für die eigene Tasche machen.
Ich kann nur hoffen, dass ich im Unrecht bin!!! In diesem Sinne, die besten Wünsche für Deutschland / Thüringen / Nordhausen.
Robert Eckbert, Melbourne
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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