"Schützenfest" bei Wacker Nordhausen
Sonntag, 25. August 2002, 09:30 Uhr
Nordhausen (nnz). Wacker Nordhausen empfing gestern Nachmittag die Mannschaft aus Ruhla zum ersten Heimspiel der Saison. nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg hat sich das Spiel angesehen.
Hier sein Bericht.
Mit einem Sieg wollte Wacker Nordhausen die desolate Auswärtsschlappe in Hildburghausen am vergangenen Wochenende vergessen machen. Aber entweder waren die Männer um Kapitän Jens Ludwig übermotiviert oder fühlten sie sich vor dem Spiel bereits als sichere Sieger, darüber lässt sich nur spekulieren. Denn das was die Elf von Trainer Jörg Weißhaupt den 230 zahlenden Zuschauern in den 90 Minuten geboten haben, war schlichtweg eine Zumutung.
Von Beginn an dominierten die Gäste aus Ruhla. Mit ihrem schnellen Direktspiel und den präzisen Steilpässen war die Wacker-Elf scheinbar überfordert. Bereits bei den ersten gegnerischen Möglichkeiten offenbarte die Abwehr um Ludwig eklatante Schwächen. In der 4. Minute schlug es dann auch folgerichtig zum ersten Mal ein im Nordhäuser Kasten. Bergmann kam im Strafraum völlig frei zum Schuss und bedankte sich für dieses Geschenk mit dem Führungstreffer. Hoffnung keimte auf, als Kulbacki fünf Minuten später per Kopf den Ausgleich erzielte. Verkouter hatte kurz darauf noch eine gute Möglichkeit, aber er vergab in aussichtsreicher Position überhastet. Besser machten es die Gäste. Nach einem katastrophalen Abspielfehler von Schmidt im Strafraum war Hörschelmann zur Stelle und brachte seine Mannschaft erneut in Führung (24.). Auf der Gegenseite ließ Kulbacki die gesamte Ruhlaer Abwehr stehen und prüfte Brünning, der das Leder gerade noch über die Latte fausten konnte (30.).
Nach dem Seitenwechsel tat sich zunächst nichts Nennenswertes. Wer auf ein Aufbegehren der Wacker-Elf gehofft hatte, sah sich getäuscht. Die Weißhaupt-Schützlinge agierten ohne Ideen, kraftlos und ohne Biss. Fehlpässe über Fehlpässe, das Spiel ohne Ball wurde total vernachlässigt. Bei Wacker lief immer nur der, der im Ballbesitz war. Mit dieser Leistung kann man auch in der Landesklasse nicht bestehen. Es fehlt in der Elf eine Spielerpersönlichkeit, die in der Lage ist, auch in scheinbar aussichtslosen Situationen die Mannschaft zu motivieren.
Und so kam es wie es kommen musste. Malsch baute in der 55. Minute die Ruhlaer Führung weiter aus. Mit einem Heber aus gut 25 m auf überwandt er völlig unbedrängt den zu weit vor dem Kasten stehenden Lenczewski. Und die gesamte Nordhäuser Abwehr sah zu. Zwar brachte Weißhaupt mit Schröter für Kühne, H.-P. Nebelung für Wenzel sowie Jochmann für Heise, aber diese Wechsel gaben dem Wacker-Spiel auch keine Impulse. Mit dem Schlusspfiff des nicht überzeugenden Schiedsrichters Rodler gelang den Ruhlaern sogar noch der vierte Treffer. Nach Spielende lagen sich die Gäste in den Armen, überglücklich über die Nordhäuser Geschenke, die letztlich zum, auch in dieser Höhe, verdienten Sieg geführt hatten. Die Wacker-Elf, deren inakzeptable Leistung sich nicht mit dem Fehlen von Dadunashvili und Mook entschuldigen lässt, geht schweren Zeiten entgegen. Viele fragen sich, was mit der Mannschaft, die fast in gleicher Besetzung vor zwei Wochen begeisterten Fußball geboten und Landesligist Schlotheim mit 5:0 deklassiert hatte, eigentlich los ist.
Auch die Mannschaft der FSG Salza verlor ihr zweite Spiel. In Veilsdorf zogen die Böhm-Schützlinge knapp mit 1:2 den Kürzeren.
Autor: rhHier sein Bericht.
Mit einem Sieg wollte Wacker Nordhausen die desolate Auswärtsschlappe in Hildburghausen am vergangenen Wochenende vergessen machen. Aber entweder waren die Männer um Kapitän Jens Ludwig übermotiviert oder fühlten sie sich vor dem Spiel bereits als sichere Sieger, darüber lässt sich nur spekulieren. Denn das was die Elf von Trainer Jörg Weißhaupt den 230 zahlenden Zuschauern in den 90 Minuten geboten haben, war schlichtweg eine Zumutung.
Von Beginn an dominierten die Gäste aus Ruhla. Mit ihrem schnellen Direktspiel und den präzisen Steilpässen war die Wacker-Elf scheinbar überfordert. Bereits bei den ersten gegnerischen Möglichkeiten offenbarte die Abwehr um Ludwig eklatante Schwächen. In der 4. Minute schlug es dann auch folgerichtig zum ersten Mal ein im Nordhäuser Kasten. Bergmann kam im Strafraum völlig frei zum Schuss und bedankte sich für dieses Geschenk mit dem Führungstreffer. Hoffnung keimte auf, als Kulbacki fünf Minuten später per Kopf den Ausgleich erzielte. Verkouter hatte kurz darauf noch eine gute Möglichkeit, aber er vergab in aussichtsreicher Position überhastet. Besser machten es die Gäste. Nach einem katastrophalen Abspielfehler von Schmidt im Strafraum war Hörschelmann zur Stelle und brachte seine Mannschaft erneut in Führung (24.). Auf der Gegenseite ließ Kulbacki die gesamte Ruhlaer Abwehr stehen und prüfte Brünning, der das Leder gerade noch über die Latte fausten konnte (30.).
Nach dem Seitenwechsel tat sich zunächst nichts Nennenswertes. Wer auf ein Aufbegehren der Wacker-Elf gehofft hatte, sah sich getäuscht. Die Weißhaupt-Schützlinge agierten ohne Ideen, kraftlos und ohne Biss. Fehlpässe über Fehlpässe, das Spiel ohne Ball wurde total vernachlässigt. Bei Wacker lief immer nur der, der im Ballbesitz war. Mit dieser Leistung kann man auch in der Landesklasse nicht bestehen. Es fehlt in der Elf eine Spielerpersönlichkeit, die in der Lage ist, auch in scheinbar aussichtslosen Situationen die Mannschaft zu motivieren.
Und so kam es wie es kommen musste. Malsch baute in der 55. Minute die Ruhlaer Führung weiter aus. Mit einem Heber aus gut 25 m auf überwandt er völlig unbedrängt den zu weit vor dem Kasten stehenden Lenczewski. Und die gesamte Nordhäuser Abwehr sah zu. Zwar brachte Weißhaupt mit Schröter für Kühne, H.-P. Nebelung für Wenzel sowie Jochmann für Heise, aber diese Wechsel gaben dem Wacker-Spiel auch keine Impulse. Mit dem Schlusspfiff des nicht überzeugenden Schiedsrichters Rodler gelang den Ruhlaern sogar noch der vierte Treffer. Nach Spielende lagen sich die Gäste in den Armen, überglücklich über die Nordhäuser Geschenke, die letztlich zum, auch in dieser Höhe, verdienten Sieg geführt hatten. Die Wacker-Elf, deren inakzeptable Leistung sich nicht mit dem Fehlen von Dadunashvili und Mook entschuldigen lässt, geht schweren Zeiten entgegen. Viele fragen sich, was mit der Mannschaft, die fast in gleicher Besetzung vor zwei Wochen begeisterten Fußball geboten und Landesligist Schlotheim mit 5:0 deklassiert hatte, eigentlich los ist.
Auch die Mannschaft der FSG Salza verlor ihr zweite Spiel. In Veilsdorf zogen die Böhm-Schützlinge knapp mit 1:2 den Kürzeren.
