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Erschöpft aber doch zufrieden

Samstag, 24. August 2002, 14:41 Uhr
Nordhausen (nnz). Fünf Tage waren 21 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Heringen und Bleicherode in der Krisenregion um Dessau im Einsatz. Heute kehrten sie zurück und nnz war dabei.


Erschöpft und glücklich

Kurz nach 14 Uhr kamen das Einsatzfahrzeug und zwei Mannschaftswagen der Feuerwehren auf dem Gelände des Brand- und Katastrophenschutzes an. Die wichtigste Nachricht: Niemand hatte sich bei dem Einsatz verletzt. Die 20 Männer und eine Frau waren zwar erschöpft, sie waren aber auch glücklich. Endlich wieder zu Hause, endlich eine Dusche. Und sie hatten das Gefühl, vielen Menschen in einer Notsituation geholfen zu haben. Das zählt vor allem für die Kameraden.

Viel hatten sie in den zurückliegenden Tagen erlebt, vor allem das Gefühl der Solidarität. „Man konnte sich einfach auf den Leute am Deich verlassen, alle hatten ihr Bestes gegeben, trotz der schrecklichen Situation war die Stimmung bei den Hilfsarbeiten gut“, sagte Susanne Wolff aus Heringen der nnz. Sie war die einzigste Frau unter den Helfern aus dem Landkreis Nordhausen. Für sie hatte Kreisbrandinspektor Erich Etzrodt einen Blumenstrauß zum Empfang mitgebracht. Den zweiten Strauß erhielt der 60jährige Helmut Lutze, der die Truppe aus unserem Landkreis im Einsatzgebiet führte.

Wenn er nach Petersdorf zurückkehrt, dann kann er seiner Frau noch nachträglich und persönlich zum Geburtstag gratulieren. Am Donnerstag hatte Frau Lutze Geburtstag. Einen Gruß gab es an diesem Tag nur per Handy. Helmut Lutze stand fast bis zur Knie im Schlamm.

Die nächste Truppe steht für einen Einsatz bereit, bislang liegt noch keine Marschbefehl aus dem Innenministerium vor. „Wir sind jedoch auf alles vorbereitet“, ist sich Erich Etzrodt sicher.
Autor: nnz

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