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INSTANT ACTS 2002

Freitag, 23. August 2002, 08:41 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Projekttag „Gegen Gewalt und Rassismus“ in Nordhausen hat schon eine gute Tradition. Am 12. September 2002 erlebt er im Jugendklubhaus in der Käthe-Kollwitz-Straße eine Neuauflage. Auch diesmal wieder mit dabei das Internationale Jugendtheater INSTANT ACTS. nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg mit Einzelheiten.

Seit 1999 wird diese Tagesveranstaltung mit dem Internationalem Jugendtheater „INSTANT ACTS“ zu diesem Thema mit den Schülerinnen und Schülern des Landkreises erfolgreich durchgeführt. Die Mädchen und Jungen im Alter von 13 bis 18 Jahren setzen sich gemeinsam mit Künstlern aus aller Welt kreativ mit Themen der „Gewalt“ und „Rassismus“ auseinander. Im Vorfeld des Projekttages bereiten Lehrer und Jugendarbeiter von verschiedenen Trägern und Schulen die Schüler intensiv darauf vor.
Gegenwärtig laufen im Haus der Kinder des HORIZONT e.V. die Vorbereitungen auf den diesjährigen Projekttag am 12. September 2002 im Jugendklubhaus in der Käthe-Kollwitz-Straße auf Hochtouren. Unterstützung erhalten die Mitarbeiter vom Verein Schrankenlos.
Für den diesjährigen Projekttag hat sich das Internationale Jugendtheater mit jungen Schauspieler, Tänzer und Musiker aus Jordanien, Bosnien Herzegowina, Litauen, Brasilien, Argentinien, Frankreich, Kenia und eine Band, deren Mitglieder aus Polen. Deutschland, der Schweiz und aus Spanien, angesagt.
Das Ensemble hat eine Spielform entwickelt, sich künstlerisch durch unmittelbare Begegnung mit Fremden auseinander zu setzen. In den Begegnungsgruppen Tanz (Capoeira, Modern Dance, Breakdance, Afrikanischen Tanz, Brasilianischen Kampftanz und Tango), Musik (Percussion und Lebendige Musik/ Body Percussion) sowie Tanztheater können die Jugendlichen die eigenen und fremden Schwächen erkennen und akzeptieren lernen. Auf der Grundlage von Vertrauen und gegenseitigem Respekt erfahren sie Disziplin und Motivation auf einer sinnlichen Ebene. Kunst wird so zur Kommunikation, zum Freiraum für Jugendliche, in dem sie sich selbst darstellen und ausdrücken können.
„Die im Alltag zu erlebende Ausländerfeindlichkeit, die Berührungsängste unter Kindern und Jugendlichen und deren aus der Hilflosigkeit geborenen Aggressionen waren Anlass, uns diesem Thema anzunehmen“, so Sigrid Dathe, Leiterin des Hauses der Kinder.
Das Konzept gründet sich auf dem Gedanken, die Kunst zu nutzen, um die Angst vor dem Fremden, in Neugier für das Fremde umzuwandeln. Theater, Tanz, Musik und Malerei wird als Werkzeug genutzt, um gegenseitige Achtung zu erlernen, Frust spielerisch abzubauen, die Angst vor sich selbst und vor dem anderen überwinden zu helfen.
Zum Projekttag „Gegen Gewalt und Rassismus“ sind alle Jugendlichen herzlich eingeladen (Beginn 13 Uhr). Der Eintritt ist kostenfrei.
Autor: rh

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