nnz-Forum: Immer wieder Freitags
Dienstag, 31. März 2009, 11:31 Uhr
Immer wieder Freitags laufen "Wer wird Millionär" und andere Unterhaltungs-Shows bzw. diverse (Action-)Filme. Das ist Unterhaltung pur und Kurzweil. "Immer wieder Freitags" denken sich etliche Menschen und meiden bewusst die Gegend um das Nordhäuser Kino.
Während viele NordhäuserInnen sich vom TV berieseln lassen, gehen immer wieder Freitags von genannten Orten gewalttätige Angriffe von extrem Rechten und Hooligans aus. Mensch erkennt etliche von Ihnen an ihren Sweat-Shirts oder Jacken. Immer wieder Freitags treffen sie sich, um ihr Bier zu trinken und gewalttätige Angriffe zu verüben. So z. B. geschehen am 20.02.2009 oder am 27.03.2009. Der 27.03. stellt dabei allerdings eine neue Qualität von Angriffen, auf alles was nicht in deren (menschenverachtendes) Weltbild passende, dar:
Kurz vor 23:00 Uhr kracht es an der Wohnungstür - sie wird eingetreten, im selben Moment versprühen die Angreifer ca. 2-3 Liter Pfefferspray in der kleinen Wohnung. Ehe sich die Angegriffenen klar werden was passiert, stehen 8-10 vermummte, schwarz gekleidete Männer im Raum und schlagen einem Schlafenden auf den Hinterkopf, einem weiteren Opfer auf die rechte Kopfseite und ein weiteres Opfer mit der Faust in's Gesicht.
Das Pfefferspray hat sich in der ganzen Wohnung ausgebreitet und reizt die Opfer in Augen und Atemwegen, unter ihnen ein Asthmakranker. Ein Hund, der sich ebenfalls in der Wohnung befindet, jault vor Schmerzen und Überreizung. So schnell wie die Angreifer kamen, so schnell verschwanden sie wieder.
Zurück blieben zwei Verletzte, die in der Notaufnahme behandelt werden mussten, ein Asthmakranker kurz vor dem ersticken - er wurde ebenfalls im Krankenhaus behandelt - und weitere Opfer des Pfeffersprayangriffs. *(1)
Einer der Angreifer trug ein Sweat-Shirt/eine Jacke mit der Aufschrift "NDH-City", ein stadtbekannter Nazischläger rühmte sich am Samstag mit der Tat. Allein durch diese beiden Hinweise und das in der selben Nacht noch vor bzw. in der Gegend um das Kino drei weitere gewalttätige Angriffe verübt wurden und die Beschreibungen mehr als eindeutig auf das beschriebene Klientel passen, kann von politisch motivierten Taten ausgegangen werden.
Vor allem, wenn Mensch sich die Aussage vom 24.02. auf freies-nordhausen.de, zu dem Vorfall vom 20.02., durchliest. Da wird davon gesprochen, dass sich vor dem Kino Linksradikale und Ausländer treffen und die Sicherheit durch die Stadtverwaltung nicht gegeben sei. In Ihrer Deutungsweise heißt das, dass sie die "Vollstrecker" von Recht und Ordnung sind und sich somit selbst legitimieren, das "Heft" in die Hand zu nehmen. Wozu das bisher führte, darüber wurde berichtet und kann sich der oder die Nordhäuser Bürger/in selbst ein Bild machen. *(2)
"Immer wieder Freitags", so kann jetzt schon - mit Blick auf den 3.April - gedacht werden. Denn am Freitag gibt es gleich mehrere "Highlights". Morgens 10 Uhr findet die Kranzniederlegung zum Gedenken der Bombenopfer vom 3. und 4. April 1945 statt. Hier kann und muss davon ausgegangen werden, dass die NPD teilnehmen wird. Einige Stunden später findet das Pokalspiel zwischen Wacker 90 Nordhausen und Rot Weiß Erfurt statt. Erfurt ist für einen Teil seiner gewaltbereiten und extrem Rechten "Fanszene" bekannt.
Dort tummeln sich, wie in Nordhausen mittlerweile auch, extrem Rechte und gewaltbereite Hooligans. Die Schnittmenge beider Lager führt zu einem großen Gewalt- und Hasspotential, welches sich gerne nach Spielende (wenn nicht schon vorher) entlädt. Dem nicht genug, das "Freie-Nordhausen" ruft zu einer eigenen Kranzniederlegung, zum Gedenken der Bombenopfer, um 17 Uhr am Rathaus auf. *(3)
"Immer wieder Freitags", so wird es am Samstag den 4.April lauten, wenn bekannt wird, wie viele Angriffe es auf Anders -denkende, -aussehende oder einfach zufällig am falschen Ort seiende gegeben hat. Doch leider ist auch das eine Seite der Medaille - Es wird darüber wenig bis gar nicht berichtet. Der Polizei sind die Angriffe keinen (offiziellen) Bericht wert, die Presse erfährt es entweder nicht oder berichtet einfach nicht.
Eine Stadt, die den Titel "Stadt der bunten Vielfalt" trägt sollte endlich mal aufwachen und die Zeichen der letzten Wochen und Monate erkennen und deuten. Sie wird feststellen, das die Vielfalt und Mehrheit bei solchen Themen lieber schweigt und sich der Opfer nicht bewusst ist und sich derer demzufolge nicht annimmt.
"Immer wieder Freitags" - wir dürfen gespannt sein, wie oft dieser Satz in den nächsten Monaten fällt.
Torsten Platow, Nordhausen
*(1)-zusammengestellt durch Betroffenen-Berichte. Namen der Betroffenen werden aus Sicherheitsgründen nicht genannt. Namen der Angreifer sind teilweise schon bekannt.
*(2)-zitiert aus dem Artikel "Nationalisten rebellieren auf"
*(3)-Quelle ist die Internetseite - Screenshot liegt vor
Während viele NordhäuserInnen sich vom TV berieseln lassen, gehen immer wieder Freitags von genannten Orten gewalttätige Angriffe von extrem Rechten und Hooligans aus. Mensch erkennt etliche von Ihnen an ihren Sweat-Shirts oder Jacken. Immer wieder Freitags treffen sie sich, um ihr Bier zu trinken und gewalttätige Angriffe zu verüben. So z. B. geschehen am 20.02.2009 oder am 27.03.2009. Der 27.03. stellt dabei allerdings eine neue Qualität von Angriffen, auf alles was nicht in deren (menschenverachtendes) Weltbild passende, dar:
Kurz vor 23:00 Uhr kracht es an der Wohnungstür - sie wird eingetreten, im selben Moment versprühen die Angreifer ca. 2-3 Liter Pfefferspray in der kleinen Wohnung. Ehe sich die Angegriffenen klar werden was passiert, stehen 8-10 vermummte, schwarz gekleidete Männer im Raum und schlagen einem Schlafenden auf den Hinterkopf, einem weiteren Opfer auf die rechte Kopfseite und ein weiteres Opfer mit der Faust in's Gesicht.
Das Pfefferspray hat sich in der ganzen Wohnung ausgebreitet und reizt die Opfer in Augen und Atemwegen, unter ihnen ein Asthmakranker. Ein Hund, der sich ebenfalls in der Wohnung befindet, jault vor Schmerzen und Überreizung. So schnell wie die Angreifer kamen, so schnell verschwanden sie wieder.
Zurück blieben zwei Verletzte, die in der Notaufnahme behandelt werden mussten, ein Asthmakranker kurz vor dem ersticken - er wurde ebenfalls im Krankenhaus behandelt - und weitere Opfer des Pfeffersprayangriffs. *(1)
Einer der Angreifer trug ein Sweat-Shirt/eine Jacke mit der Aufschrift "NDH-City", ein stadtbekannter Nazischläger rühmte sich am Samstag mit der Tat. Allein durch diese beiden Hinweise und das in der selben Nacht noch vor bzw. in der Gegend um das Kino drei weitere gewalttätige Angriffe verübt wurden und die Beschreibungen mehr als eindeutig auf das beschriebene Klientel passen, kann von politisch motivierten Taten ausgegangen werden.
Vor allem, wenn Mensch sich die Aussage vom 24.02. auf freies-nordhausen.de, zu dem Vorfall vom 20.02., durchliest. Da wird davon gesprochen, dass sich vor dem Kino Linksradikale und Ausländer treffen und die Sicherheit durch die Stadtverwaltung nicht gegeben sei. In Ihrer Deutungsweise heißt das, dass sie die "Vollstrecker" von Recht und Ordnung sind und sich somit selbst legitimieren, das "Heft" in die Hand zu nehmen. Wozu das bisher führte, darüber wurde berichtet und kann sich der oder die Nordhäuser Bürger/in selbst ein Bild machen. *(2)
"Immer wieder Freitags", so kann jetzt schon - mit Blick auf den 3.April - gedacht werden. Denn am Freitag gibt es gleich mehrere "Highlights". Morgens 10 Uhr findet die Kranzniederlegung zum Gedenken der Bombenopfer vom 3. und 4. April 1945 statt. Hier kann und muss davon ausgegangen werden, dass die NPD teilnehmen wird. Einige Stunden später findet das Pokalspiel zwischen Wacker 90 Nordhausen und Rot Weiß Erfurt statt. Erfurt ist für einen Teil seiner gewaltbereiten und extrem Rechten "Fanszene" bekannt.
Dort tummeln sich, wie in Nordhausen mittlerweile auch, extrem Rechte und gewaltbereite Hooligans. Die Schnittmenge beider Lager führt zu einem großen Gewalt- und Hasspotential, welches sich gerne nach Spielende (wenn nicht schon vorher) entlädt. Dem nicht genug, das "Freie-Nordhausen" ruft zu einer eigenen Kranzniederlegung, zum Gedenken der Bombenopfer, um 17 Uhr am Rathaus auf. *(3)
"Immer wieder Freitags", so wird es am Samstag den 4.April lauten, wenn bekannt wird, wie viele Angriffe es auf Anders -denkende, -aussehende oder einfach zufällig am falschen Ort seiende gegeben hat. Doch leider ist auch das eine Seite der Medaille - Es wird darüber wenig bis gar nicht berichtet. Der Polizei sind die Angriffe keinen (offiziellen) Bericht wert, die Presse erfährt es entweder nicht oder berichtet einfach nicht.
Eine Stadt, die den Titel "Stadt der bunten Vielfalt" trägt sollte endlich mal aufwachen und die Zeichen der letzten Wochen und Monate erkennen und deuten. Sie wird feststellen, das die Vielfalt und Mehrheit bei solchen Themen lieber schweigt und sich der Opfer nicht bewusst ist und sich derer demzufolge nicht annimmt.
"Immer wieder Freitags" - wir dürfen gespannt sein, wie oft dieser Satz in den nächsten Monaten fällt.
Torsten Platow, Nordhausen
*(1)-zusammengestellt durch Betroffenen-Berichte. Namen der Betroffenen werden aus Sicherheitsgründen nicht genannt. Namen der Angreifer sind teilweise schon bekannt.
*(2)-zitiert aus dem Artikel "Nationalisten rebellieren auf"
*(3)-Quelle ist die Internetseite - Screenshot liegt vor
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
