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Wer hat die Verantwortung?

Mittwoch, 21. August 2002, 14:25 Uhr
Nordhausen/Steigerthal (nnz). Das Gebühren-Spiel um die Steigerthaler Abwasser soll Anfang September erledigt sein. Doch es bleibt ein bitterer Nachgeschmack.


Als Farce bezeichnet der stellvertretende Verbandsrat für die Stadt Nordhausen im Abwasserzweckverband "Goldene Aue", Volker Theuerkauf, den Vorgang um die Abwasserbühren in Steigerthal. Mit der letzten Presseveröffentlichung soll der Öffentlichkeit offenbar ein Bild vermittelt werden, dass eine Behörde nicht untätig war. Dennoch verbleibt eine zweijährige Bearbeitungszeit.

Theuerkauf teilte mit, dass es aus der Sicht des Bürgers wie auch des neuen Rechtsträgers für die Abwasserentsorgung entscheidend sein müßte, wann die Beschlußlage im Stadtrat bzw. im Ortschaftsrat zum Austritt aus dem AZV hergestellt wurde. Während der behördlichen Bearbeitungszeit von zwei Jahren, hatten die Bürger in Steigerthal eine Mehrbelastung in Höhe von durchschnittlich 100 Mark pro Haushalt und Jahr zu tragen.

Die Hochrechnung auf nur 100 Haushalte führt somit über einen Zeitraum von zwei Jahren zu einer Mehrbelastung der Steigerthaler Bürger in Höhe von 20.000 Mark. Selbst bei Betrachtung von nur einem Jahr verbleibt eine durchschnittliche Summe von 10.000 Mark. Angesichts einer jährlichen Kulturförderung für die Ortschaft in Höhe von nur 2400 Mark in der gleichen Abrechnungsperiode, immer noch ein stolzes Sümmchen.

Hier werde zwar ein formeller Akt erledigt, doch sind noch klar die Verantwortlichkeiten für den Schaden zu klären. Insbesondere dann, wenn die Stadt Nordhausen bereits Investitionen in die Modernisierung des Kanalnetzes der Ortschaft tätigen mußte und damit zu rechen ist, dass die Bürger hier schon wieder zur Kasse gebeten werden.
Autor: nnz

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