Leichen im Keller des Landratsamtes?
Mittwoch, 21. August 2002, 10:09 Uhr
Nordhausen (nnz). Rückzahlungen in Millionenhöhe an das Bundesvermögensamt wurden zwar gestern vom Kreistag beschlossen. Doch sie machen die Kreistagsmitglieder auch hellhörig. Plötzlich!
Andreas Weigel aus der SPD-Fraktion sprach gestern von möglichen anderen Leichen, die im Keller der Kreisverwaltung schlummern könnten. Seit Jahren versuche die Verwaltung den Kreistag an der Nase herumzuführen. Jetzt müsse Schluß damit sein, meinte Weigel und forderte mehr Transparenz. Nur so könne das gegenwärtige Misstrauen abgebaut werden.
Auch würden sich viele Kreistagsmitglieder, die erst in dieser Legislaturperiode ihre Arbeit in diesem Gremium machen, mit Beschlüssen auseinandersetzen, die bereits vor vielen Jahren getroffen wurden. Das konnte Landrat Joachim Claus (CDU) so nicht stehen lassen. Alle Kreistagsmitglieder könnten sich über die Beschlüsse aus der Vergangenheit informieren, das erwarte er auch.
Hier hat er Recht, der Verwaltungschef. Geht man die Reihen in den Fraktionen des Kreistages durch, so finden sich dort nicht nur Frischlinge, sondern auch alte Hasen. Die müssen sich eingestehen, schon lange die Spielchen mitzuspielen. Können sie sich nicht erinnern? Oder war in einer Zeit der nicht allzu leeren Kassen die Arbeit im Kreistag vielleicht angenehmer?
Warum wurde nicht schon vor Jahren nachgefragt, was zum Beispiel aus der ehemaligen Kaserne in Rothesütte (siehe nnz von gestern) geworden ist. Wo bleibt der Kreistag als Kontrollinstanz? Als Beispiel seien hier nur die Vorgänge um Pro Innovatio oder die Abwicklung der EGN genannt. Fragen, die in den Medien immer wieder gestellt wurden. Nur beantwortet hat sie niemand.
Autor: nnzAndreas Weigel aus der SPD-Fraktion sprach gestern von möglichen anderen Leichen, die im Keller der Kreisverwaltung schlummern könnten. Seit Jahren versuche die Verwaltung den Kreistag an der Nase herumzuführen. Jetzt müsse Schluß damit sein, meinte Weigel und forderte mehr Transparenz. Nur so könne das gegenwärtige Misstrauen abgebaut werden.
Auch würden sich viele Kreistagsmitglieder, die erst in dieser Legislaturperiode ihre Arbeit in diesem Gremium machen, mit Beschlüssen auseinandersetzen, die bereits vor vielen Jahren getroffen wurden. Das konnte Landrat Joachim Claus (CDU) so nicht stehen lassen. Alle Kreistagsmitglieder könnten sich über die Beschlüsse aus der Vergangenheit informieren, das erwarte er auch.
Hier hat er Recht, der Verwaltungschef. Geht man die Reihen in den Fraktionen des Kreistages durch, so finden sich dort nicht nur Frischlinge, sondern auch alte Hasen. Die müssen sich eingestehen, schon lange die Spielchen mitzuspielen. Können sie sich nicht erinnern? Oder war in einer Zeit der nicht allzu leeren Kassen die Arbeit im Kreistag vielleicht angenehmer?
Warum wurde nicht schon vor Jahren nachgefragt, was zum Beispiel aus der ehemaligen Kaserne in Rothesütte (siehe nnz von gestern) geworden ist. Wo bleibt der Kreistag als Kontrollinstanz? Als Beispiel seien hier nur die Vorgänge um Pro Innovatio oder die Abwicklung der EGN genannt. Fragen, die in den Medien immer wieder gestellt wurden. Nur beantwortet hat sie niemand.
