Entgegen deutschem Trend
Donnerstag, 19. März 2009, 14:13 Uhr
Die aktuelle Krise trifft jetzt auch den Ausbildungsmarkt. Eine veröffentlichte Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 14.000 Unternehmen prognostiziert einen Rückgang der betrieblichen Lehrstellen um bis zu zehn Prozent. Nicht so Thüringen...
Auch in einer schwierigen Situation wie dieser halten 64 Prozent der befragten Thüringer Unternehmer ihr Ausbildungsengagement aufrecht, weitere 12 Prozent steigern es sogar, zitiert Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der IHK Erfurt, die regionalen Ergebnisse der Studie. In der Krise sei für 78 Prozent der Betriebe die Sicherung des Fachkräftebedarfs maßgeblich für ihr Angebot an Ausbildungsplätzen. Aber auch aufgrund der demografischen Situation ist dies der richtige Weg. Weniger Schulabgänger und die drohende Überalterung der Belegschaften müssen die Ausbildung zum Topthema in Personalabteilungen machen, empfiehlt Grusser.
Dem im Bereich der Erfurter Kammer unveränderten Angebot an betrieblichen Lehrstellen stehe ein Rückgang der Schulabgängerzahlen von 14 Prozent gegenüber. Dies bekämen vor allem die Unternehmen zu spüren, bei denen sich auf offene Lehrstellen immer weniger Bewerber melden würden. Viele Personalchefs haben die neue Situation jedoch bereits erkannt und werben gezielter und vor allem früher um die besten Nachwuchskräfte, so der IHK-Chef. Das sei die logische Antwort darauf, dass im vergangenen Jahr fast die Hälfte der befragten Unternehmen einen Rückgang der Bewerberzahlen beobachten konnte.
In Nord- und Mittelthüringen bilden derzeit 3.303 Unternehmen insgesamt 14.977 Lehrlinge aus. Das größte Einstellungshemmnis stelle für 70 Prozent der Befragten die nach wie vor mangelnde Ausbildungsreife dar. Auch deshalb hätte jedes 4. Unternehmen Probleme bei der Besetzung der angebotenen Lehrstellen gehabt.
Deutlich spürbar werde der zunehmende Bedarf der Betriebe auch in der Online-Lehrstellenbörse der IHK Erfurt. Derzeit seien allein dort über 1.500 offene Ausbildungsplätze registriert.
Mittelfristig wollten die Betriebe nun auch durch Weiterbildungen auf den veränderten Lehrstellenmarkt reagieren, lautete ein weiteres IHK-Umfrageergebnis.
Autor: nnzAuch in einer schwierigen Situation wie dieser halten 64 Prozent der befragten Thüringer Unternehmer ihr Ausbildungsengagement aufrecht, weitere 12 Prozent steigern es sogar, zitiert Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der IHK Erfurt, die regionalen Ergebnisse der Studie. In der Krise sei für 78 Prozent der Betriebe die Sicherung des Fachkräftebedarfs maßgeblich für ihr Angebot an Ausbildungsplätzen. Aber auch aufgrund der demografischen Situation ist dies der richtige Weg. Weniger Schulabgänger und die drohende Überalterung der Belegschaften müssen die Ausbildung zum Topthema in Personalabteilungen machen, empfiehlt Grusser.
Dem im Bereich der Erfurter Kammer unveränderten Angebot an betrieblichen Lehrstellen stehe ein Rückgang der Schulabgängerzahlen von 14 Prozent gegenüber. Dies bekämen vor allem die Unternehmen zu spüren, bei denen sich auf offene Lehrstellen immer weniger Bewerber melden würden. Viele Personalchefs haben die neue Situation jedoch bereits erkannt und werben gezielter und vor allem früher um die besten Nachwuchskräfte, so der IHK-Chef. Das sei die logische Antwort darauf, dass im vergangenen Jahr fast die Hälfte der befragten Unternehmen einen Rückgang der Bewerberzahlen beobachten konnte.
In Nord- und Mittelthüringen bilden derzeit 3.303 Unternehmen insgesamt 14.977 Lehrlinge aus. Das größte Einstellungshemmnis stelle für 70 Prozent der Befragten die nach wie vor mangelnde Ausbildungsreife dar. Auch deshalb hätte jedes 4. Unternehmen Probleme bei der Besetzung der angebotenen Lehrstellen gehabt.
Deutlich spürbar werde der zunehmende Bedarf der Betriebe auch in der Online-Lehrstellenbörse der IHK Erfurt. Derzeit seien allein dort über 1.500 offene Ausbildungsplätze registriert.
Mittelfristig wollten die Betriebe nun auch durch Weiterbildungen auf den veränderten Lehrstellenmarkt reagieren, lautete ein weiteres IHK-Umfrageergebnis.
