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Serie ausgebaut

Dienstag, 10. März 2009, 07:12 Uhr
Auch im sechsten Spiel in Folge blieben die Handball-Männer des Nordhäuser Sportvereins in der Landesliga ungeschlagen. Sie gewannen am Samstag beim Schlusslicht ESV Lok Meiningen klar mit 37:23. Hier der Bericht von Frank Ollech...


Die Rollenverteilung bestimmte am 16. Spieltag der Landesliga die Tabelle. Während die Südharzer den zweiten Platz sichern wollten, geht beim ESV Lok das Abstiegsgespenst um. Nur ein Sieg konnte die Hoffnungen auf einen eventuellen Klassenerhalt noch am Leben halten. Keine leichte Aufgabe für die Gastgeber, denn pro Spiel kassierten sie durchschnittlich 31 Treffer. Der NSV hingegen wirft in jeder Begegnung rund 33 Tore. Die Rollenverteilung deshalb vor dem Spiel eindeutig.

Nach dem Führungstreffer der Gastgeber setzte der NSV zur Anfangsoffensive an und entkam auf 4:1. Die Lok Spieler, davon unbeeindruckt, setzten alle Kessel unter Dampf und trotzten dem Favoriten. Ihre Bemühungen wurden erstmals beim Ausgleich zum 5:5 belohnt. Die Südharzer in dieser Phase etwas zu passiv und glücklos. So erwischte Torhüter Sören Alert (krankheitsbedingt)keinen guten Tag und ließ den ansonsten gewohnten Rückhalt vermissen. Auch in der Abwehr und im Angriff lief noch nicht viel zusammen.

Bis zum 8:8 rangen die Rolandstädter um Form und Spielfluss. Erst das 9:8 durch Michael Spieß brachte den erwünschten Effekt. Binnen weniger Minuten vergrößerten sie den Vorsprung auf 14:9. Der ESV versuchte mit einer Schlussoffensive zur Halbzeit wieder Anschluss zu finden. Mehr als Ergebniskosmetik war aber nicht mehr drin. Der 16:12 Halbzeitstand, aus Sicht der Nordhäuser, etwas mager.

Den ersten Treffer der zweiten Halbzeit war dem NSV vorbehalten. Wer aber dachte sie könnten jetzt einsam ihre Kreise ziehen sah sich getäuscht. Zwar vergrößerte sich der Vorsprung beim 21:14 auf sechs Treffer, doch die Gastgeber hielten dagegen. Da Nordhausens Trainer Andreas Meyer einige Besetzungsprobleme zu lösen hatte, nur ein Wechselspieler, verordnete er kollektive Ruhe. Mit einem beruhigenden Vorsprung im Rücken sollten die Aktionen bis zum Torerfolg ausgespielt werden. Diese Fessel konnte der NSV dann nach dem 25:19 entgültig weglegen. Über die Stationen 30:21 und 34:23 siegten sie am Ende verdient mit 37:23.

Ein Spiel ganz nach dem Geschmack von NSV Torschützenkönig Stefan Fuhrmann. Mit 17 Treffern war er mit Abstand erfolgreichster Werfer der Begegnung. Mit nunmehr 186 Treffern in 15 Spielen hat er fast 70 Treffer Vorsprung vor dem zweitplatzierten. Die Krone auch in diesem Jahr greifbar nah. Ansonsten war es ein Pflichtsieg. Die Südharzer waren individuell dem einstigen Oberligisten klar überlegen. So reichte eine durchschnittliche Leistung um den zweiten Platz zu festigen.

Im Fernduell der Podestanwärter gab es eine fast Bauchlandung vom Vfb TM Mühlhausen. Sie kamen als Favorit beim SV Wartburgstadt Eisenach über ein 26:26 nicht hinaus. Somit vergrößert sich der Abstand zwischen dem NSV und dem Vfb auf drei Punkte.
Frank Ollech

Sören Ahlert/ Michael Spieß 6/ Marcel Effenberger 1/ Stefan Fuhrmann 117/ Sebastian Kreutz 6/ Marco Holznagel 2/ Christian Flötling 3/ Christian Müller 2
Autor: nnz

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