Tiefe Töne
Mittwoch, 04. März 2009, 12:09 Uhr
Im 6. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters am 14. März im Haus der Kunst Sondershausen sowie am 15. März im Theater Nordhausen erwartet das Publikum eine ungewöhnliche Solistin...
Solo für Tuba (Foto: Theater)
Die Tuba, das größte und tiefste Blechblasinstrument. Der 1872 in der englischen Grafschaft Gloucestershire geborene Komponist Ralph Vaughan Williams hatte in seinen späten Werken eine Vorliebe für seltene Instrumente. 1953 etwa schrieb er eine Romanze für Mundharmonika, Streicher und Klavier, ein Jahr später folge das Konzert für Tuba und Orchester, ein Werk, das der romantischen Tonsprache treu bleibt.
Die Tuba, für gewöhnlich wichtiger Teil der Blechblasgruppe im Orchester, zeigt sich hier in ihrer solistischen Partie von einer ungemein vielseitigen Seite: lyrische Melodien mit betörend warmen Klangfarben begegnen ebenso wie große Virtuosität, die das Vorurteil von der plumpen Tuba Lügen straft. Der Solist des Abends ist Markus Hötzel, Solotubist des NDR-Sinfonieorchesters Hamburg.
Vaughan Williams ist für die englische Musik ebenso wichtig wie sein älterer Kollegen Edward Elgar. Beide brachten sie zu einer neuen Blüte. Eines der berühmtesten Werke Elgars sind die Enigma Variationen; quasi über Nacht gelang ihm mit ihnen der Durchbruch als Komponist. In den 14 Variationen eines Themas schuf Elgar sehr plastische und liebevolle kleine Portraits von Freunden, etwa seinem Kammermusikpartner Hew David Stuart-Powell, wie er vor dem Spiel die Tastatur hinauf- und hinunter gleitet. Von seinem Freund George R. Sinclair portraitierte er das Haustier, die Bulldoge Dan! Ein Rätsel in dieser farbenreichen Komposition ist ein weiteres Thema, dessen Geheimnis Elgar nie gelüftet hat.
Den Konzertabend unter dem Motto Very British eröffnet eine bekannte Sinfonie Joseph Haydns – die Oxford-Sinfonie. Sie erklang im Sommer 1791 anlässlich einer hohen Ehrung Haydns durch die Universität Oxford. Er erhielt die Ehrendoktorwürde und ließ das mit vielen satztechnischen Raffinessen versehene Werk aufführen. Das 6. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters wird geleitet von Pit Uhden, dem 1. Kapellmeister.
Es findet im Haus der Kunst Sondershausen am Samstag, 14. März, und im Theater Nordhausen am Sonntag, 15. März, jeweils um 19.30 Uhr statt. An beiden Abenden laden Pit Uhden und Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann um 18.45 Uhr zu einer Einführung in das Foyer ein. Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz/kn
Solo für Tuba (Foto: Theater)
Die Tuba, das größte und tiefste Blechblasinstrument. Der 1872 in der englischen Grafschaft Gloucestershire geborene Komponist Ralph Vaughan Williams hatte in seinen späten Werken eine Vorliebe für seltene Instrumente. 1953 etwa schrieb er eine Romanze für Mundharmonika, Streicher und Klavier, ein Jahr später folge das Konzert für Tuba und Orchester, ein Werk, das der romantischen Tonsprache treu bleibt. Die Tuba, für gewöhnlich wichtiger Teil der Blechblasgruppe im Orchester, zeigt sich hier in ihrer solistischen Partie von einer ungemein vielseitigen Seite: lyrische Melodien mit betörend warmen Klangfarben begegnen ebenso wie große Virtuosität, die das Vorurteil von der plumpen Tuba Lügen straft. Der Solist des Abends ist Markus Hötzel, Solotubist des NDR-Sinfonieorchesters Hamburg.
Vaughan Williams ist für die englische Musik ebenso wichtig wie sein älterer Kollegen Edward Elgar. Beide brachten sie zu einer neuen Blüte. Eines der berühmtesten Werke Elgars sind die Enigma Variationen; quasi über Nacht gelang ihm mit ihnen der Durchbruch als Komponist. In den 14 Variationen eines Themas schuf Elgar sehr plastische und liebevolle kleine Portraits von Freunden, etwa seinem Kammermusikpartner Hew David Stuart-Powell, wie er vor dem Spiel die Tastatur hinauf- und hinunter gleitet. Von seinem Freund George R. Sinclair portraitierte er das Haustier, die Bulldoge Dan! Ein Rätsel in dieser farbenreichen Komposition ist ein weiteres Thema, dessen Geheimnis Elgar nie gelüftet hat.
Den Konzertabend unter dem Motto Very British eröffnet eine bekannte Sinfonie Joseph Haydns – die Oxford-Sinfonie. Sie erklang im Sommer 1791 anlässlich einer hohen Ehrung Haydns durch die Universität Oxford. Er erhielt die Ehrendoktorwürde und ließ das mit vielen satztechnischen Raffinessen versehene Werk aufführen. Das 6. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters wird geleitet von Pit Uhden, dem 1. Kapellmeister.
Es findet im Haus der Kunst Sondershausen am Samstag, 14. März, und im Theater Nordhausen am Sonntag, 15. März, jeweils um 19.30 Uhr statt. An beiden Abenden laden Pit Uhden und Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann um 18.45 Uhr zu einer Einführung in das Foyer ein. Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
