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Bonus für heimisches Handwerk

Mittwoch, 25. Februar 2009, 10:57 Uhr
Die Nordhäuser Kreissparkasse will das Handwerk stärken und hat dazu ein Programm aufgelegt, das der heimischen Wirtschaft Impulse verleihen und den privaten Häuslebauern ihr Eigenheim aufpeppen könnte. Heute wurde das „1A-Programm“ vorgestellt.


Im Zentrum steht dabei die Sanierung von Wohnraum unter energetischen Gesichtspunkten. So will die Nordhäuser Kreissparkasse Darlehen zwischen 5.000 und 25.000 Euro zu einem äußerst günstigen Zinssatz vergeben.

1A-Angebot (Foto: nnz) 1A-Angebot (Foto: nnz)
Von links: Przybilla, Dr. Senft, Asche

„Die Darlehensvergabe erfolgt schnell und unbürokratisch. Einfach den Auftrag vom Handwerker mit Kontoverbindung zu uns mitbringen“, erläutert Vorstandsvorsitzender Dieter Przybilla die Initiative des Marktführers im Landkreis Nordhausen. Eine normale Bonitätsprüfung reiche aus, spezielle Sicherheiten werden nicht verlangt, ergänzt Vorstand Wolfgang Asche und verweist zudem auf das derzeitige günstige Zinsniveau.

Das Programm der Kreissparkasse zielt auf die Verbesserung des energetischen Zustandes des Eigenheims ab. Hintergrund sind dabei auch die steigenden Energiepreise. Zusätzlich zu den aktuell kundenfreudlichenn Zinsen wird die Kreissparkasse noch einen Bonus von 0,5 Prozentpunkte auf die Kreditzinsen draufschlagen, sprich: Der Kredit wird um diese 0,5 Prozentpunkte günstiger. Einzige Voraussetzung: Der Handwerker, der mit der Sanierungsleistung beauftragt wird, ist Kunde der Kreissparkasse.

Das Programm ist bis Ende Juni befristet. Mehr Informationen gibt es demnächst im Rahmen der Energiesparwochen der Kreissparkasse. Hier werden die Finanzexperten des Geldhauses durch einen Energieberater aus Heringen unterstützt. In Abendveranstaltungen in Heringen (5.3.), in Nordhausen (12.3.), in Bleicherode (17.3.) und in Ellrich (19.3.) wird es detaillierte Informationen geben.

Dr. Bernhard Senft, der Hauptgeschäftsführer der Nordthüringer Handwerkerschaft, begrüßt die Aktion der Kreissparkasse. „Es gibt einen massiven Renovierungsstau bei Häusern, die in den 60er bis 80er Jahren gebaut wurden“, so Senft. Entgegen dem gesamtwirtschaftlichen Trend würde das Bauhandwerk von der Krise profitieren. Bauaufträge für dieses Jahr seien bereits im vergangenen Jahr bezahlt worden. Claus W. Deig vom Sparkassenvorstand berichtete darübe hinaus von vollen Auftragsbüchern in Unternehmen der Baubranche.

Zwei Millionen Euro an neuen Privatkrediten seien bereits in den ersten vier Wochen vergeben worden, ähnlich ist die Tendenz bei den Unternehmenskrediten. Von einer Kreditklemme sei zum Beispiel bei der Kreissparkasse Nordhausen keine Rede.

Nachgedacht wird am Kornmarkt auch über ein Sonder-Kreditprogramm für Sanierungen in der Nordhäuser Altstadt. Hierzu bedarf es jedoch weiterer Gespräche mit der Stadtverwaltung.
Autor: nnz

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