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Gern in Thüringen!

Dienstag, 13. August 2002, 12:36 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Aussage dieser Überschrift stimmt optimistisch. Sie soll nicht nur durch Aussagen von Politikern, sondern vor allem durch Zahlen und Fakten belegt werden. Die nnz mit dem Versuch einer Bilanz.


"Herrlich, herrlich" soll Johann Wolfgang von Goethe ausgerufen haben, als er die weiten Wälder Thüringens bei einem Besuch das erste Mal erblickte. Sicher kommt es nicht alle Tage vor, dass aus einer netten Einladung schließlich ein "lebenslanger" Aufenthalt in Thüringen wird, so wie bei diesem Dichter. Aber die thüringischen Gastgeber sind sicher darüber froh, dass sich seit Anfang der neunziger Jahre die Zahl der Besucher in Thüringen fast jedes Jahr erhöht hat.

Dieses Ergebnis konnte u.a. erreicht werden, weil sich im Laufe des vergangenen Jahrzehnts die Zahl der geöffneten Beherbergungsbetriebe mit 9 und mehr Betten nahezu verdoppelt hat (2001: 1 482 Betriebe). Die Zahl der angebotenen Betten erhöhte sich von 39,5 Tausend im Jahr 1991 auf fast 72 Tausend im Jahr 2001. Der Auslastungsquotient der angebotenen Betten war mit durchschnittlich einem Drittel über diesen Zeitraum konstant. Im Jahr 2001 wurden in den Thüringer Beherbergungsbetrieben mit neun und mehr Betten 2,9 Millionen Gäste begrüßt, die 8,8 Millionen Übernachtungen buchten.

Damit sind die Gäste- und Übernachtungszahlen im Vergleich zum Jahr 2000 geringfügig zurückgegangen. Jedoch gemessen an den Gäste- und Übernachtungszahlen vor knapp 10 Jahren, hat Thüringen als Reiseziel sehr an Attraktivität gewonnen. Im Jahr 2001 kamen rund 1,2 Millionen mehr Gäste nach Thüringen als im Jahr 1992. Die Zahl der Übernachtungen erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 3,6 Millionen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste blieb mit 3 Tagen über die gesamte Zeit nahezu unverändert.

Im Jahr 2001 wurden in den neuen Ländern und Berlin-Ost 61,4 Millionen Übernachtungen registriert. Das waren 34,4 Millionen mehr als im Jahr 1992. Die Zahl der Gästeübernachtungen im früheren Bundesgebiet nahm von 266,8 Millionen im Jahr 1992 auf 265,2 Millionen im Jahr 2001 geringfügig ab.
Autor: nnz

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